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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2016 - Beitrag vom 26.09.2015

Mélinée - Berlin
Clarissa Lempp

Seit fünf Jahren ist die Musikerin Mélinée in Berlin daheim. Mitgebracht hat sie feine Chansons- mit Herz-Schmerz, Akkordeon und einem amüsanten Mix aus Deutsch und ihrer Muttersprache Französisch.



Mélinée startet ihr "Berline" betiteltes Album mit einer Liebeserklärung an die gleichnamige Stadt. Denn in Berlin begann 2010 alles im berühmt-berüchtigten Künstlerhaus Tacheles, das inzwischen geschlossen ist. Die französische Musikerin hat hier ein Zuhause und Inspiration gefundenund zelebriert diesen Bund nun mit facettenreicher Chanson-Kunst. Das Akkordeon umgeschnallt, besingt sie Orte ("Fernsehturm") und Begebenheiten aus der Stadt ("Berlin en berne"), die sie seit fünf Jahren immer neu begeistert. Dabei hat sie aber auch mit klaren Worten die rasanten Veränderungen im Blick.

"Berlin tu frôles l´overdose / à force de metamorphoses / La fêlure d´ton identité / s´estompe dans l´uniformité"

Die meist französisch eingesungenen Texte kommen ebenso leichtfüßig und melancholisch daher wie die Musik. "Melancomisch" nennt Mélinée selbst diesen Stil. Dazwischen huschen hier und da deutsche Wörter durch die Lyrics und "Fernsehturm" ist gar in einer gänzlich deutschen Version als Bonustrack zu hören. Die ehemalige Schauspielerin übernimmt immer wieder die tiefe Gesangsstimme der Chansonnière und lässt einen Hauch Cabaret aufkommen ("Mais-lit-nez"). Über ein Theaterstück, das sie im Goethe-Institut in ihrer Heimatstadt Toulouse spielte, kam Mélinée auch mit der deutschen Sprache in Berührung.

"Ich liebe dich Berlin / Wenn ich traurig bin / Quand je pleure ein bisschen / Tu sèches meine Augen"

Berlin ist aber nicht das einzige Thema. So setzt Mélinée auch in einem ihrer Lieder der im KZ Auschwitz ermordeten Jüdin Etty Hillesum ein musikalisches Denkmal. Deren Tagebuchaufzeichnungen aus den Jahren 1941-1943 wurden unter dem Titel "Das denkende Herz der Baracke" auf Deutsch im Herder Verlag veröffentlicht.

Ideenreich mischt sich der überwiegend klassische Chanson-Sound auch mal mit Elementen aus dem Singer-Songwriting-Nähkästchen ("Entre ciel et terre") oder spielt zum Tango auf ("Les Tangueros"). Der klassische Herzschmerz Song fehlt ebenfalls nicht, denn die Liebe kommt ja bekanntlich gerne mal mit ein paar Stapel Leid im Gepäck ("Chanson d´amour pour un beau garcon"). Aber auch das weiß Mélinée mit Charme und Witz zu beschreiben.

AVIVA-Tipp: "Berline" ist ein feines, solides Chanson-Album, das nicht nur frankophilen Berliner_innen Freude machen wird.

Mélinée
Berline

Label: Timezone
VÖ: September 2015
www.timezone-records.com
www.melinee.fr


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Christine and the Queens - Chaleur Humaine. Christine and the Queens gibt es eigentlich gar nicht - es gibt nur Héloise Letissier, die sich einen sehr ungewöhnlichen Künstlerinnennamen ausgesucht hat.

Bérangère Palix - Le Bleu de Berlin. Im Klangparadies pflückt sich der Apfel der Versuchung leicht. Mit ihrem zweiten Album entführt die Chansonnière in eben solch ein Wunderland inmitten Berlins.





Music > CDs Beitrag vom 26.09.2015 Clarissa Lempp 

   




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