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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 21.10.2007

Deutscher Juristinnenbund, djb, setzt sich für weibliche Führungskräfte ein
AVIVA-Redaktion

Im Rahmen seiner gleichnamigen Initiative "Mehr Frauen in deutsche Aufsichtsräte" veranstaltete der djb am 18.10.2007 in Berlin ein "Frauen-Dinner" mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.



Bei dem "Frauen-Dinner" für Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft, im Gebäude der Deutschen Bank AG in Berlin-Mitte nahmen 180 weibliche Führungskräfte teil. Im Beisein von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries übergab die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, Rechtsanwältin Jutta Wagner, eine Liste mit mehr als 400 Namen von Frauen in Führungspositionen der deutschen Wirtschaft an den Ehrengast des Abends, Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und Aufsichtsratschef der ThyssenKrupp AG und der Siemens AG.

Der djb kritisiert den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen, insbesondere aber ihre geringe Vertretung in Aufsichtsräten auf Anteilseignerseite. Während in den skandinavischen Ländern der Frauenanteil in den Boards zwischen 18 und 30 Prozent liegt, ist er in Deutschland rückläufig und bei mittlerweile nur noch 7,2 Prozent angekommen. Allerdings sind hier auch noch die Arbeitnehmervertreterinnen enthalten. Legt man die Anteilseignerseite zugrunde, sind es nur 3 Prozent. Damit liegt Deutschland in Europa vor Portugal und Italien auf dem drittletzten Platz. Der djb sagt ganz klar: "Das steht einer führenden Wirtschaftsnation nicht gut zu Gesicht, das ist absolut unzeitgemäß!"

Es gibt mittlerweile eine Reihe empirischer Untersuchungen, die einen Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Unternehmens und der ausgewogenen Besetzung seiner Boards erkennen lassen. Es stellt sich also auch die Frage, warum gewinnorientierte Unternehmen nicht aus eigenem ökonomischem Interesse den Vorteil ausgewogen besetzter Führungsgremien nutzen. Fest steht nur, dass sie es nicht tun.

djb-Präsidentin Jutta Wagner sagt: "Wir positionieren uns hier sehr eindeutig: Es wird Zeit, dass sich das ändert. Wir setzen dafür heute ein Zeichen. Es gibt sehr viele qualifizierte Frauen in der deutschen Wirtschaft, die sehr wohl in der Lage sind, Aufsichtsratsmandate kompetent und verantwortungsvoll wahrzunehmen." Die Übergabe der Liste "Frauen in der Wirtschaft" an Dr. Gerhard Cromme, den Vorsitzenden der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, unterstreiche das. Die Liste enthält die Namen von mehr als 400 Frauen in Führungspositionen deutscher Unternehmen, die vom djb recherchiert wurden.
Der Deutsche Juristinnenbund engagiert sich in dieser Frage mit einer eigenen Arbeitsgruppe. In der Kommission "Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht" unter Leitung von Frau Prof. Dr. Sybille Raasch wurde bereits Anfang des Jahres 2006 eine Untergruppe "Corporate Governance" gebildet. In dieser Untergruppe haben sich ausgewiesene Expertinnen des Arbeits-, Gleichstellungs- und Gesellschaftsrechts, des Öffentlichen und des Zivilrechts sowie aus dem Bereich Personalmanagement und aus der Wissenschaft mit dem Thema "Frauen in Führungspositionen" beschäftigt. Die Ergebnisse dieser Arbeit haben zur djb-Initiative "Mehr Frauen in deutsche Aufsichtsräte!" geführt. "Für den djb geht es in erster Linie darum, das Thema inhaltlich voranzubringen. Mit der Idee eines Frauen-Dinners in prominentem Rahmen wiederum wählen wir bewusst einen ungewöhnlichen Weg in die Öffentlichkeit, um unserem Anliegen die nötige Aufmerksamkeit zu verschaffen", sagt Dr. Jutta Glock, Berliner Landesvorsitzende des djb und Organisatorin der Veranstaltung.

"Unsere Erwartung ist, dass die Unternehmen ihre Politik bei der Besetzung von Aufsichtsräten deutlich verändern. Wir möchten dieses Anliegen ohne eine gesetzliche Quotenregelung umsetzen", unterstreicht Jutta Wagner. "Aber wir schließen eine Quote auch nicht aus."

(Quelle: Pressebüro "Frauen-Dinner Corporate Governance", 19.10.2007)

Weitere Infos unter:

Deutscher Juristinnenbund: www.djb.de

Public Affairs Beitrag vom 21.10.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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