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AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 26.03.2008

Zentralrat der Juden bereitet Klage gegen Google und YouTube vor
Sharon Adler

Hakenkreuzvideos und brauner Sumpf auf YouTube. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland geht mit einstweiliger Verfügung bei Hamburger Gericht gegen die US-Firma vor



Stephan Kramer, der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, hat im März 2008 bei einer Veranstaltung der Kampagne "Laut gegen Nazis" in Hamburg schwere Vorwürfe gegen den Internet-Konzern Google und sein Tochterunternehmen, die Videoplattform YouTube erhoben. Wegen chronischer Passivität gegenüber neofaschistischen YouTube-Videos habe man sich entschlossen, mit einer einstweiligen Verfügung bei einem Hamburger Gericht gegen die US-Firma vorzugehen.

"Solange das Unternehmen nicht erkennen lässt, dass es sich ernsthaft bemüht, rechtsextremistische und antisemitische Inhalte zu entfernen und nicht nur Ausreden liefert, solange behaupte ich, dass es sich um eine Mittäterschaft an ´Rassenhass und Diskriminierung´ handelt", sagte Kramer. Bereits seit Monaten ist der Zentralrat mit dem Betreiber im Gespräch.

Als Beispiel nannte Kramer ein Video, auf dem ein Bild des verstorbenen Zentralrats-Präsidenten Paul Spiegel verbrannt wird. Im Hintergrund waren Hakenkreuze zu sehen. Der Film ist bei YouTube monatelang abrufbar gewesen.
Auch nachdem man Google die URL zu Hakenkreuzvideos auf YouTube genannt habe, seien mitunter Tage bis Wochen vergangen, bis die Inhalte entfernt wurden.

"Die rechte Szene nutzt Youtube massiv als Plattform", sagte der Generalsekretär. Leider sei nicht erkennbar, dass die Betreiber wirksam dagegen vorgingen. Der Konzern wies die Vorwürfe zurück.
Dazu Google-Sprecher Kay Oberbeck: "Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst."

Nach eigenen Angaben arbeitet der Internet-Konzern Google nun an einer Software-Lösung für dieses Problem und auch seit mehr als drei Jahren mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia (FSM) zusammen, um jugendgefährdendes Material fernzuhalten. Außerdem könnten NutzerInnen Videos mit brisanten Inhalten melden.
"Diese Beschwerden werden von geschulten Mitarbeitern in Empfang genommen", sagte Oberbeck. Wenn Inhalte von der Plattform verbannt würden, könnten sie dank einer speziellen Technologie nicht erneut geladen werden.
Da dies offensichtlich nicht ausreicht, die braue Flut zu stoppen und die Computerprogramme noch nicht funktionieren, forderte Stephan Kramer die Betreiber des milliardenschweren Konzerns auf, zusätzliches Personal einzustellen, die Plattform Youtube über eine Stichwortsuche gezielt nach extremistischen und gefährdenden Inhalten zu durchforsten. Vorbildlich sei die Zusammenarbeit mit dem Online-Auktionshaus Ebay.

Die google-Tochterfirma bittet zwar darum, auf Missbrauch aufmerksam zu machen, wie sie aber darauf reagiert, bewies ein Experiment von jugendschutz.net. Auf 100 angezeigte "Hassvideos" erhielt man keine Reaktion.

Lesen Sie auch den von AVIVA-Berlin am 05.09.2007 publizierten Beitrag "Mit Antisemitismus und Antiamerikanismus in die Charts".


(Quellen: Zentralrat der Juden in Deutschland, de.internet.com - Der Nachrichtendienst für ITK und Internet-Professionals, dpa)



Weitere Infos finden Sie unter:

www.zentralratdjuden.de
www.jugendschutz.net
www.www.naiin.org
www.amadeu-antonio-stiftung.de
www.mut-gegen-rechte-gewalt.de
www.lautgegennazis.de

Public Affairs Beitrag vom 26.03.2008 Sharon Adler 

   




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