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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 22.01.2008

PETA zeigt Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe an
Stefanie Denkert

Die Tierrechtsorganisation wird Anzeige erstatten gegen den Präsidenten des ZZF und seine Vizepräsidentin wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. PETA fordert zudem ein Heimtierschutzgesetz.



Anlässlich der Messe Heim-Tier & Pflanze vom 18. bis 27.01.2008 in Berlin, veranstaltet vom Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF, weist die Tierrechtsorganisation PETA-Deutschland e.V. darauf hin, dass der Verband keine (personellen) Konsequenzen aus den von PETA -Deutschland e.V. aufgedeckten Missständen gezogen hat.

PETA-Deutschland e.V. hatte in ihrer jüngsten Recherche die erschreckenden Zustände in deutschen Zootierfachhandlungen entdeckt, darunter auch in den Betrieben der beiden ZZF-Präsidenten. Über zwei Jahre lang wurde verdeckt ermittelt und die erst vor kurzem im ARD-Verbund veröffentlichten Bilder zeigen die erschreckende Normalität hinter der sauberen Fassade des Zootierfachhandels: Unter den Augen der zuständigen Veterinärämter gehören tote Reptilien, verkrüppelte Tiere, völlig artfremd gehaltene Wildtiere, gewaltsam getötete Kaninchen, die als Frostfutter im Internet angeboten werden, und völlig inkompetente MitarbeiterInnen zum Alltag vieler Zoofachgeschäfte.

PETA fordert ein generelles Verbot für den Verkauf von Tieren über den Zootierfachhandel sowie ein Heimtierschutzgesetz (aufgeschrieben 1998 in der Koalitionsvereinbarung zwischen Rot-Grün), das die Haltung von Tieren in Privathaushalten regelt. Ein Verbot für den Verkauf von Wildtieren ist ohnehin längst überfällig. PETA rät allen TierfreundInnen, keine Zoohandlung zu betreten, die Lebendtiere anbietet.

"Jährlich befinden sich Millionen Lebewesen in einem quasi rechtsfreien Raum. Die Tiere sind der Willkür und der Profitmaximierung geschäftstüchtiger Menschen unterworfen, die sie als "Stück" anpreisen. Selbst in den Läden des Präsidenten und der Vizepräsidentin des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe fand man überfüllte Käfige, tote oder verhaltensgestörte Tiere", so Dr. Haferbeck, wissenschaftlicher Berater bei PETA.

Die fehlende Transparenz über die Herkunft der Tiere lässt vermuten, dass die angebotenen Tiere aus üblen Massenzuchtanlagen z.B. in Osteuropa kommen. Der Tropenfisch im Wohnzimmer wird dagegen aus dem Meer gefangen, vielfach unter Einsatz von Gift, das die Tiere lähmt. Laut dem Berliner Tierschutzbeauftragten sterben 90% der importierten Fische, so PETA.
Ein besonderes Schicksal erfahren laut PETA die "Ladenhüter": Als "Frostfutter" für Schlangen und Reptilien landen sie zu Schnäppchenpreisen bei Spezialanbietern. Eine veterinärärztliche Untersuchung bestellter "Frosttiere" bestätigte den Verdacht, dass sie auf strafrechtlich relevante Weise getötet wurden.

Aufgrund der zunehmenden Tieraussetzung von nunmehr auch exotischen Tieren, wie z.B. Schlangen, reagierte das Land Hessen mit einer Gesetzesinitiative, die das Halten exotischer Tiere stark reglementieren soll. Das Geschäft mit der "Ware Tier" ist ein lukratives: 23,2 Millionen Heimtiere (ohne Zierfische und Terrarientiere) leben in deutschen Haushalten, davon ca. 7,8 Millionen Katzen, 5,3 Millionen Hunde und 6,3 Millionen Kleintiere. Damit liegt Deutschland in Europa an 5. Stelle. Der Gesamtumsatz der Heimtierbranche beträgt ca. 3,2 Milliarden Euro – allein in Deutschland. Die Tiere bleiben in dieser auf Gewinn orientierten Branche auf der Strecke.

Weitere Informationen zum Thema und Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, finden Sie unter: www.peta.de/zoohandel

Public Affairs Beitrag vom 22.01.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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