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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 27.11.2008

PETA bekräftigt Vorwürfe des Eierbetrugs
AVIVA-Redaktion

Nachdem die Firmen Landkost-Ei GmbH und Bio- Geflügelhof Deersheim GmbH die von PETA erhobenen Vorwürfe der Um- bzw. Falschetikettierung von angeblichen Bio- und Freiland-Eiern dementiert hatten...



... reagiert die Tierrechtsorganisation auf die Pressemitteilungen der beteiligten Firmen und weicht nicht von ihren Anschuldigungen ab.

Mit einer Bekräftigung ihrer Vorwürfe reagiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. auf Pressemeldungen der Firmen Landkost-Ei GmbH und Bio- Geflügelhof Deersheim GmbH, mit welcher die Betriebe versuchen, den aufgedeckten Lebensmittelskandal um Bio- und Freiland-Eier zu vertuschen.

Die über Monate entstandenen Video- und Bildaufnahmen - so PETA - bewiesen deutlich, dass die Hühner, deren Eier als Bio- und Freiland-Eier verkauft werden, nicht entsprechend gehalten worden sind. Wenn man den Bildern der Recherchevideos Glauben schenken mag, so ist von Freilandhaltung im Betrieb Landkost-Ei GmbH nichts zu sehen. Die Ausgangsklappen sind größtenteils zugewachsen und der Rasen wurde schon seit Monaten nicht mehr betreten. In den 30 Hallen hocken tausende Hühner dicht gedrängt nebeneinander. Im Mülleimer finden sich Medikamente, Ursovit Pulver und ND Lasota in reichlichen Mengen, zu verabreichen über das Trinkwasser - damit die Tiere eine solche Haltung überhaupt durchstehen können. Ein Blick auf die Stempelmaschine im Vorraum bezeugt entgegen alle Auflagen jedoch: Die Eier werden trotz als Bio-Eier verkauft!

Der PETA-Aktivist Dr. Edmund Haferbeck erklärte, man gehe wir hier nicht nur von einem eklatanten Fall von Tierquälerei aus, "sondern auch von einem Betrugstatbestand in Größenordnung und deswegen haben wir die Firma Landkost bei der Staatsanwaltschaft angezeigt."

Die Betriebe wiesen die Anschuldigungen energisch zurück: "Die von PETA erhobenen Vorwürfe sind ausnahmslos falsch und unbegründet" stellt Dr. Heinz Pilz, Geschäftsführer der Landkost-Ei GmbH klar und verwies auf eine EG-Verordnung, die vorsehe, dass die unter diesen Umständen produzierten Eier "bis zu 12 Wochen nach der Aufstallung weiterhin als Eier aus Freilandhaltung vermarktet werden dürfen, auch wenn die Legehennen während dieser Beschränkungen keinen Zugang zum Freiland haben." Landkost werde nun mit seinen AnwältInnen gegen die Vorwürfe vorgehen.

Darüber hinaus verweisen die beteiligten Firmen in Pressemitteilungen auf eine gesetzliche Verordnung im Zusammenhang mit der Vogelgrippe. Diese Begründung für das Handeln der Verantwortlichen sei PETA zu Folge jedoch sehr widersprüchlich. Nach Landkost-Ei- und Bio-Geflügelhof Deersheim-Angaben habe es seit dem 20. Oktober 2008 im entsprechenden Landkreis Bestensee eine Aufstallungs-Verordnung gegeben. Die PETA-Recherchen stammen jedoch bereits aus dem Sommer 2008 und belegen, dass sich die angeblich in Freilandhaltung befindlichen Hühner im Juni/Juli 2008, also einer Zeit in der es weder ein Aufstallungsgebot, noch irgendwelche Übergangsfristen gab, in den Ställen befinden und ihnen kein Auslauf gewährt wird.

Die Firma Landkost-Ei EZG GmbH unterhält nach eigenen Angaben an den Standorten Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt ca. drei Millionen Legehennenplätze sowie 600.000 Aufzuchtsplätze für Junghennen. Das Produktionsvolumen des Unternehmens beträgt jährlich etwa 1 Milliarde Eier.

PETA Deutschland e.V. ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über zwei Millionen UnterstützerInnen weltweit größten Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Die ausführliche PETA-Recherche zum Eierbetrug sowie die Stellungnahme des Betriebes Landkost-Ei finden Sie unter: www.peta.de/eierbetrug

Die Landkost-Ei EZG GmbH im Netz: www.landkost-ei.de

Public Affairs Beitrag vom 27.11.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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