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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 09.03.2012

100 Tage nach Amtsantritt - Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen in Berlin Dilek Kolat zieht erste Bilanz
Anna Fleischer

Es sei ihr ein "großes Anliegen", seit Beginn ihrer Legislaturperiode ihre bisherige und zukünftige politische Vorgehensweise in den Bereichen Integrationsarbeit, Frauen, Gleichstellungspolitik...



... und Arbeitsmarktpolitik vorzustellen, so die Wirtschaftsmathematikerin Dilek Kolat (SPD). Nach zehn Jahren Mitgliedschaft im Berliner Abgeordnetenhaus sei ihr die Landespolitik zwar schon sehr vertraut, die neue Aufgabe als Senatorin stelle sie nun jedoch vor neue Herausforderungen.

Im Anschluss an die Fraktionssitzung am Vortag thematisierte Senatorin Kolat zunächst die Koalitionsbeschlüsse zur lange diskutierten Abschaffung des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS). Das damals von der Links-Partei initiierte Projekt hatte das Ziel, Langzeitarbeitslose in den staatlich subventionierten Zweiten Arbeitsmarkt einzubinden und ihre Rückkehr in die Arbeitswelt zu überbrücken. "Mir geht es vor allem um die Menschen", entgegnete Kolat auf Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Arbeitssuchende sollen nicht einfach nur auf staatliche Kosten dauerhaft beschäftigt werden, sondern für den Ersten Arbeitsmarkt ausreichend qualifiziert und "fit gemacht werden". Mit Hilfe der "Berliner Joboffensive" wurden in den letzten acht Monaten 27.000 Menschen erfolgreich in den Ersten Arbeitsmarkt integriert. Das sind 6.800 mehr als noch im Jahr 2010. Kolat verzeichnete damit zufrieden einen weiteren Rückgang der Erwerbslosigkeit in Berlin.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz stellte Senatorin Kolat nun ihre politischen Ziele in den Bereichen "Haushalt", "Arbeit", "Frauen" und "Integration und Migration" vor. Auch wenn viel von der Rot-Roten VorgängerInnen-Koalition übernommen wurde, setzt die Senatorin neue Akzente. In der Arbeitsmarktpolitik konzentriert sich Kolat auf eine bessere Betreuung von Jugendlichen in der Ausbildung, um der hohen Abbruchquote von sowohl Auszubildenden wie auch Studierenden in Berlin zukünftig vorzubeugen. Mit Projekten wie "Ausbildung in Sicht" engagiert sich die Senatorin besonders für Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Kolat betonteim Verlauf des Pressegesprächs, dass "Integration und die Wahrung der eigenen Kultur keinen Widerspruch" darstellen. So sollen die kulturellen Kompetenzen von MigrantInnen die "Dienstleistungsqualität" verbessern. Sie führe vor allem die Konzepte des zuvor amtierenden Integrationsbeauftragten Günther Piening (Bündnis 90/ Die Grünen) weiter und möchte, dass "Integration", ebenso wie "Frauen" und "Arbeit" gleichwertig und als "Querschnittsaufgabe" behandelt wird. Unter dem Vorzeichen der "Interkulturellen Öffnung" soll die Zahl der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den Ausbildungen auf 25 Prozent erhöht werden. Das sei jedoch nur eine vorläufige Zahl, lange noch nicht das Endziel, erwiderte Kolat auf Nachfragen der JournalistInnen.

Den Bereich der "Frauen- und Gleichstellungspolitik" bezeichnete Kolat als ihre "Herzensangelegenheit". Unter Berufung auf das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) will sie die Frauenquoten-Debatte fortführen. Für Kolat bedeutet das in erste Linie eine gute "Dialog-Kultur" und Kooperation mit den Berliner Unternehmen. So unterzeichnete sie am 07. März 2012 mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammergesellschaft, Eric Schweitzer, das Bündnis "Frauen in Führungspositionen", ein Abkommen zur Förderung der Aufstiegschancen von Frauen im Berufsleben.

Ziel dieser Vereinbarung ist, die Karrierechancen von Frauen im Berufsleben zu verbessern. So verpflichten sich die Mitunterzeichnenden unter anderem eine Unternehmenskultur der Gleichberechtigung zu pflegen und die weiblichen Beschäftigten gezielt über ihre Karrieremöglichkeiten zu informieren. Außerdem sollen die Unternehmen unterstützt werden, unternehmens- und bedarfsgerechte Instrumente zur Frauenförderung zu entwickeln.

Dazu Senatorin Dilek Kolat: "Wir wollen die Unternehmen unterstützen, den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Dazu bilden wir ein starkes gemeinsames Bündnis! Entscheidend ist, dass die Unternehmen einen anderen Blickwinkel einnehmen, sich der Vorteile bewusst werden, die sie haben, wenn sie die andere Hälfte der Berliner Bevölkerung – die Frauen – stärker fördern. Die Berliner Unternehmen können auf die Potentiale der gut ausgebildeten Frauen nicht verzichten."

Darüber hinaus setzt sie sich für Image-Kampagnen und Lobby-Arbeit ein, um klischeebesetzte "Frauenberufe", vor allem im Bereich der Pflegedienste gesellschaftlich aufzuwerten und sie damit auch für Männer attraktiver zu machen. Außerdem soll ein Bewusstsein für die immer noch ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit geschaffen werden. Dazu initiierte Kolat im Zuge des diesjährigen Equal Pay Day einen Werbespot, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen nach wie vor 23 Prozent weniger verdienen als Männer. Aktionstage wie der "Girls Day" sollen junge Frauen über die sogenannten MINT-Berufe informieren. In der Pressekonferenz "Frauen in Spitzenpositionen" am 7. März 2012 diskutierte Kolat außerdem, wie die "gläserne Decke" durchbrochen werden kann , damit die Zahl der Frauen in Führungspositionen in Unternehmen endlich zunimmt.

Kolat vertritt ihre "Herzensangelegenheit" mit viel Elan und weist immer wieder gern darauf hin, dass Berlin in der Gleichstellungspolitik jetzt schon bundesweit die besten Ergebnisse verzeichnet.


Weitere Infos im Netz:

www.dilek-kolat.com

www.spd-berlin.de


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Public Affairs Beitrag vom 09.03.2012 AVIVA-Redaktion 

   




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