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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.04.2012

Was ich Ihnen schon immer mal sagen wollte, Günther Grass
Sharon Adler

Auf zwei rechten Augen blind, tönt der Ex-SS-Angehörige nun gegen Israel und verschweigt dabei den wahren Ort der Aggression. Entnazifizierung sinnlos, Ausreise in den Iran erwünscht. Go, Grass, go.



Grass, der bei der Waffen-SS war, der Grass, der sich aufgrund einiger "Filmrisse" nicht erinnern kann oder vielmehr will, dass ihm, dem damals Sechzehnjährigen ein "Schreck oder gar Entsetzen" bei seiner Einberufung erfasst hätte. Der Grass, der von sich selbst sagt: "die doppelte Rune am Uniformkragen war mir nicht anstößig." Warum auch, schon seit Vater war in der NSDAP, eine spätere Aufarbeitung fand nie statt.

Ebenjener Grass, der sich selbst gern aus Kritiker des "Establishments" inszeniert, hat jahrzehntelang diese nicht ganz unbedeutende Tatsache in seiner eigenen Biographie verschwiegen, um sie dann medienwirksam in seinem Buch "Beim Häuten der Zwiebel" zu vermarkten. Dass er den Verlag auf Unterlassung verklagte, kann wohl als weiterer Schachzug der Grasschen Selbstinszenierung angesehen werden.

Mensch fragt sich, ob sich der selbsternannte "Gegner der Revolution" im Jahr 2012 mal wieder etwas Öffentlichkeit braucht, wie der Moskito das Blut.

In seinem als Gedicht verpackten Pamphlet "Was gesagt werden muss" nun prangert der die Barttracht eines Walrosses tragende Verfasser das Objekt seiner offenkundigen Verachtung, gespeist durch sein ureigenes Schuldbewusstsein, polemisch mit den Worten an "... den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern" und "Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden".
Den eigentlichen Aggressor, einen gewissen Ahmadinejad, unberechenbarer Diktator des Iran, lässt die Grasssche Sichtweise unbefleckt. Grass selbst bringt die Formel "Antisemitismus" ins Spiel – das wohl ist das einzig Wahre in seinen Ausführungen. Dass Antisemitismus wieder gesellschaftsfähig und in der Mitte Deutschlands akzeptiert wird, ist kein Geheimnis. Grass steht mit seiner Meinung nicht alleine da, doch das macht die Sache nicht besser. Einer wie Grass ist ein gefundenes Fressen für die noch immer nicht verbotene Partei in Deutschland.

Das American Jewish Committee zeigte sich entsetzt über Günter Grass´ neuerlichen Versuch, Israel zu delegitimieren. Das AJC verurteilt Günther Grass´ Versuch, Israels Sicherheitspolitik zu delegitimieren, aufs Schärfste

An dieser Stelle veröffentlicht AVIVA-Berlin die Pressemitteilung des AJC

In seinem heute in der "Süddeutschen Zeitung", der "New York Times" und der "la Repubblica" veröffentlichten Prosagedicht "Was gesagt werden muss", stellt der Literaturnobelpreisträger Israel als Bedrohung für den Weltfrieden dar. Er beflügelt somit die Phantasie derer, die meinen, Frieden im Nahen Osten sei allein durch Verhandlungen mit einem menschenverachtenden Regime zu erzielen. Der Iran wird gleichzeitig von jeglicher Kritik ausgenommen. In den letzten Jahren ist Günter Grass bereits mehrmals durch umstrittene Äußerungen aufgefallen, die Israel als Wurzel allen Übels in der Region diffamieren.

"Günter Grass stellt die Situation auf den Kopf, indem er ein brutales Regime verteidigt, das systematisch seit vielen Jahre internationale Vereinbarungen nicht nur missachtet, sondern mit Füßen tritt", sagte Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee Berlin. "Den Präsidenten Ahmadinejad, der für Irans schlimmste Menschenrechtsverstöße steht, Israel das Existenzrecht abspricht und den Holocaust leugnet, als ´Maulhelden´ zu bezeichnen und gleichzeitig Israel für einen möglichen Präventivschlag gegen den Iran zu kritisieren, ist eine unsägliche Verzerrung der Tatsachen", fügte Berger hinzu.

Mit seinen Äußerungen stellt der Literaturnobelpreisträger die einzige demokratisch gewählte Regierung in der Region infrage und findet es keiner Erwähnung nötig, dass Israel sich einer ständigen terroristischen Bedrohung durch die extremistische und von Ahmadinedschad unterstützte Hizbollah ausgesetzt sieht.

"Gerade um eine militärische Auseinandersetzung mit dem Iran zu verhindern, müssen sämtliche Optionen auf dem Tisch bleiben. Grass schadet der deutsch-israelischen Freundschaft ungemein, wenn er Israels notwendige Sicherheitspolitik als Verbrechen bezeichnet und den eigentlichen Verursacher des Konflikts in Schutz nimmt", so Berger. "Die Frage ist nicht, wie Grass behauptet, ob man Israel kritisieren darf oder ob man sich damit antisemitisch äußert, sondern wie man mit Diktatoren und Holocaust-Leugnern umgeht. Unsere Frage an Günther Grass lautet, wieso er sich berufen fühlt, Israel zu denunzieren statt sich zu den autoritären Regimen im Nahen Osten, die bislang einen regionalen Frieden unmöglich gemacht haben, zu äußern."


Weiterlesen:

"Konkurrenz der Antisemiten", ein guter Beitrag zum Thema in der Jungle World (24. März 2012)

Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus: "Antisemitismus in Deutschland – Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze"

Public Affairs Beitrag vom 04.04.2012 Sharon Adler 

   




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