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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.02.2013

Die Equal-Pay-Day-Kampagne 2013, die Aktionslandkarte ist freigeschaltet. Alle Aktionen am 21. März 2013
AVIVA-Redaktion

Schwerpunkt des Aktionstags 2013 für gleiche Bezahlung für Frauen und Männer ist die Lohnsituation in den Gesundheitsberufen. Unter dem Motto "Viel Dienst – wenig Verdienst" wird es...



... darum gehen, nachhaltige Lösungen für einen Berufszweig aufzuzeigen, der in unserer alternden Gesellschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt, dessen überwiegend weibliche Beschäftigte aber nach wie vor am unteren Rand der Gehaltsstatistiken zu finden sind.

NEWS vom 15. 03. 2013Flagge zeigen und Extrablatt verteilen für Equal Pay

In allen zwölf Berliner Rathäusern werden am 21. März 2013 in einer gemeinsamen Aktion mit der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten rote Flaggen gehisst. Henrike von Platen, Präsidentin der Business and Professional Women (BPW) Germany, wird gemeinsam mit Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, um 11 Uhr den Startschuss für die Aktion geben, die zu unterschiedlichen Uhrzeiten in allen Rathäusern stattfindet.
Zur selben Zeit wird in ganz Berlin eine Skandalzeitung anlässlich des Equal Pay Day verteilt. Das "Extrablatt", das durch finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen in Kooperation mit dem BPW Germany und der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten entstanden ist, wird in allen Rathäusern ab 10 Uhr sowie an wichtigen Knotenpunkten in Berlin bereits ab 6 Uhr morgens zu haben sein. "Wir wollen mit der Aktion Aufmerksamkeit erregen und eine Diskussion darüber anstoßen, warum Frauen nach wie vor rund ein Viertel weniger verdienen als Männer", so BPW-Präsidentin Henrike von Platen. "Auch müssen mehr Frauen in Spitzenpositionen kommen. Die ausgezeichneten Schul- und Hochschulabschlüsse zeigen, dass es an qualifizierten Frauen in Deutschland und in Berlin nicht mangelt", betont Dilek Kolat, Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen.



Die schlechtere Bezahlung von frauendominierten Berufen ist eine wesentliche Ursache für den bestehenden statistischen Entgeltunterschied von 22 Prozent.

"Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern sind ein Indiz für soziale Ungerechtigkeit, sie gefährden den sozialen Zusammenhalt und damit eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung", erklärte Henrike von Platen, Präsidentin des BPW Germany, anlässlich des Kampagnenstarts am 4. Juni 2012. In der Gesundheitsbranche sind die Verdienstmöglichkeiten für Frauen vergleichsweise schlecht. So verdienen Medizinische Fachangestellte (ehemals Arzthelferinnen) 11,36 Euro und Altenpflegerinnen 14,92 Euro brutto pro Stunde, während Speditionskaufmänner im Durchschnitt 16,79 Euro oder Abfallbeseitiger (darunter ungelernte Straßenreiniger) 14,28 Euro brutto in der Tasche haben. "Eine nachhaltige und zukunftsfähige Gesellschaft braucht gleiche Einkommenschancen für Frauen und Männer. Es kann nicht sein, dass typische Frauenberufe beim Verdienst und später bei der Rente das Nachsehen haben", so von Platen weiter.

Alarmierend ist die finanzielle Situation besonders bei den Hebammen: Laut einer aktuellen Untersuchung des IGES Instituts arbeiten 70 Prozent der angestellten Hebammen in Teilzeit bei einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 15,04 Euro. Um wirtschaftlich über die Runden zu kommen, arbeiten sie meist freiberuflich nebenher: Das erklärt den Befund, dass drei Viertel aller Hebammen entweder ausschließlich oder zumindest auch freiberuflich auf Honorarbasis arbeiten. Die hohe Prämie für die Berufshaftpflichtversicherung und der enge Honorarrahmen lassen existenzsichernde Einkünfte nicht erwarten.

Selbst im relativ gut bezahlten ÄrztInnenberuf gibt es geschlechtsspezifische Ungleichheiten: Während unter den ChefärztInnen vor allem Männer zu finden sind, arbeiten Ärztinnen meist als Stationsärztin und sehen ungünstigen Entwicklungsperspektiven entgegen – beim beruflichen Aufstieg ebenso wie beim Einkommen. Hinzu kommt, dass in den besonders gut dotierten Fachrichtungen (wie Radiologie) überwiegend Ärzte zu finden sind, während die Fachrichtungen mit hohem Frauenanteil (KinderärztInnen, GynäkologInnen) über deutlich schlechtere Honorare verfügen.

Die Ursachen für den Gender Pay Gap sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig. Zwei Drittel der statistischen Lohnlücke entstehen laut "Destatis" unter anderem durch die schlechtere Bewertung und Bezahlung frauendominierter Berufe oder den hohen Anteil von Frauen im Niedriglohnsektor. Darüber hinaus fehlen Frauen in bestimmten Branchen und Berufen und in Führungspositionen. Rund ein Fünftel aller erwerbstätigen Frauen sind bereits Familienernährerinnen und als solche auf ein existenzsicherndes Gehalt und eine angemessene Rente angewiesen.

Der nächste Equal Pay Day wird am 21. März 2013 stattfinden. Er markiert den Tag, bis zu dem Frauen nach Ablauf eines Jahres länger arbeiten müssen, um das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu erreichen. Der Termin des Aktionstags errechnet sich auf der Grundlage der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts.

Nach neuen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat sich die durchschnittliche Entgeltlücke damit auf 22% verringert.

Auch 2013 gibt es wieder – die immer noch nötige - die Aktion "22 Prozent Rabatt für Frauen in Berlin" hinweisen, die die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten seit einigen Jahren erfolgreich durchführen: Unternehmen, Geschäfte, Restaurants, Cafes und DienstleisterInnen räumen Frauen am 21. März einen Rabatt in Höhe von 22 Prozent auf eines ihrer Produkte ein. Wer sich daran beteiligt und wo Sie für minus 22 Prozent einkaufen können, finden Sie nach Bezirken sortiert auf www.22-prozent.de


Aktionen zum Equal Pay Day 2013

www.equalpayday.de/epden-aktionen-2013


Tragen Sie Ihre Aktion zum Equal Pay Day auf der Aktionslandkarte ein und verbünden Sie sich mit allen anderen AktivistInnen! Wenn wir es schaffen, zum 21.03.2013 bundesweit ein breites gesellschaftliches Spektrum zu mobilisieren – dann haben wir eine Chance, gehört zu werden!

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.equalpayday.de

Untersuchung des IGES Instituts:
Versorgungs- und Vergütungssituation in der außerklinischen Hebammenhilfe

Destatis: Verdienste und Arbeitskosten (2006)

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

BPW Germany: Nächster Equal Pay Day nötiger denn je. Aktuelle Destatis-Zahlen zum Verdienstabstand geben keine Entwarnung

Frauen- und Gleichstellungsminister Innenkonferenz stellt steigendes Armutsrisiko für Frauen fest

Lohnungleichheit als Dauerskandal


Public Affairs Beitrag vom 20.02.2013 AVIVA-Redaktion 

   




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