Frauenlobby fordert sofortige Änderung oder Einstellung von ARD-ZDF-Kampagne - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

amadeu-antonio-stiftung Finanzkontor Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Public Affairs
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.11.2012

Frauenlobby fordert sofortige Änderung oder Einstellung von ARD-ZDF-Kampagne
AVIVA-Redaktion

Mit Protest hat der Deutsche Frauenrat auf die Kampagne "Freie Medien für freie Meinungen" reagiert. Der Grund: Frauen werden als Meinungsmacherinnen und Adressatinnen darin völlig ausgeblendet.



Die Printmotive der Kampagne, mit der für den neuen Rundfunkbeitrag geworben wird, präsentieren ausschließlich männliche Meinungsträger, das Kampagnenquiz 29 Männer und eine Frau.

Der Vorstand des Deutschen Frauenrates protestiert im Namen seiner 56 Mitgliedsverbände mit Nachdruck gegen die Aktion. Die neue Vorsitzende der Frauenlobby, Hannelore Buls, richtet sich darum in einem offenen Brief vom 20.11.2012 direkt an die derzeitige Vorsitzende der ARD, WDR-Intendantin Monika Piel und den Intendanten des ZDF, Dr. Thomas Bellut:


Kampagne "Freie Medien für freie Meinungen" - nur für Männer?


Sehr geehrte Frau Piel, sehr geehrter Herr Dr. Bellut,


Sie zeichnen verantwortlich für die Kampagne "Freie Medien für freie Meinungen", mit der der neue Rundfunkbeitrag den Bürgerinnen und Bürgern nahegebracht werden soll. In diesem Fall geht der Versuch jedoch gründlich daneben: Anscheinend sprechen Sie nur die Hälfte der Bevölkerung (besser gesagt 48 Prozent und eine Bundeskanzlerin) an.

Der Vorstand des Deutschen Frauenrates protestiert im Namen seiner 56 Mitgliedsvereine und -verbände mit Nachdruck dagegen, dass Sie unsere Gebühren für eine solch ignorante und patriarchale Kampagne verschwenden.

Wir fordern Sie auf, dass Sie diese zügig ändern oder einstellen.

Möglicherweise sind Ihnen bzw. Ihren Auftragnehmern (Auftragnehmerinnen sind es wohl nicht gewesen?) Ihre eigenen Werbesprüche bei einer Überarbeitung ja sogar hilfreich:

  • Wenn ARD und ZDF genauer hinhören wollen, dann nehmen Sie bitte Frauen auch zur Kenntnis!
  • Wenn Sie Informationen auf Augenhöhe produzieren und verbreiten wollen, müssen Sie das ebenfalls für die "andere Hälfte" tun - und öffentlich zeigen.
  • Möchten Sie nachhaltig wirken? Dann richten Sie Ihre Kampagne an diejenigen, die für das, was die Kinder zu Hause sehen, verantwortlich sind.
  • Und finden Sie das unbequem: Vier (weiße) Männer!?

    Entsetzt hat uns geradezu das Quiz, bei dem dreißig Namen zur Wahl für die Zuordnung von zehn Namen stehen. Es handelt sich um 29 Männer und eine Frau - Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Wir sind fassungslos über so viel Ignoranz und Rückwärtsgewandtheit.

    Haben Sie als Verantwortliche unserer "Leitmedien" wirklich übersehen, dass die Geschlechterquote als Topthema öffentlich verhandelt wird? Und zwar längst nicht mehr beschränkt auf die Besetzung von Aufsichtsräten und Vorständen von Unternehmen, sondern als wirksames Instrument für Chancengleichheit und Pluralismus für viele Bereiche der Gesellschaft.

    Ihre Kampagne macht Frauen in einem Ausmaß unsichtbar, wie wir das seit langem nicht mehr erlebt haben, von Ihren Medien in jüngerer Zeit nicht gewohnt sind. Im Übrigen erwarten wir gerade von den "Öffentlichen", dass das nicht mehr stattfindet. Hier setzen Sie sich jedoch über Ihren zentralen Auftrag, nämlich Meinungsvielfalt und Chancengleichheit zu gewähren, hinweg.

    Ihre Kampagne blendet die aktuelle Debatte über Chancengleichheit und Pluralismus aus. Bitte ändern Sie dies unverzüglich - im Sinne von Millionen von Frauen als Ihre Zuschauerinnen und Zuhörerinnen. Wir versichern Ihnen:

    Es lohnt sich für Sie, die ganze "erste Reihe" in den Blick zu nehmen, denn dann "sieht man besser".

    Mit freundlichen, wenn auch verärgerten Grüßen


    Hannelore Buls
    Vorsitzende




    Die ARD-ZDF-Kampagne online: "Freie Medien für freie Meinungen"


    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Deutscher Frauenrat e.V.: Freie Medien für freie Meinungen - frauenfrei

    Watch-Salon des Journalistinnenbundes: Männliche Meinungsfreiheit bei ARD und ZDF

    Mädchenmannschaft: Freie Medien für freie Meinungen (weißer Männer)

    Lippy Answer: Bei ARD und ZDF regiert der weiße Neandertaler


  • Public Affairs Beitrag vom 21.11.2012 AVIVA-Redaktion 

       




       © AVIVA-Berlin 2017  
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken