Frauenlohnspiegel 2014: Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.03.2014

Frauenlohnspiegel 2014: Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben
AVIVA-Redaktion

Pünktlich zum Equal Pay Day 2014 legt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie vor, die die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit deutlich belegt



In Deutschland verdienen Frauen rund 20 Prozent weniger als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse, vorgelegt vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung.

Grundlage der Studie ist eine Online-Umfrage, die auf den Seiten des WSI unter www.frauenlohnspiegel.de ausgefüllt werden kann. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Unterschiede es zwischen Frauen und Männern im Arbeitsleben gibt, etwa beim monatlichen Gehalt in den einzelnen Berufen, bei den Extras wie Sonderzahlungen, bei der Weiterbildung oder bei den Aufstiegschancen. Allein im vergangenen Jahr 2013 beteiligten sich am Fragebogen rund 11.200 Personen, darunter gut 4.600 Frauen.

Die Auswertung durch die Fachleute des WSI-Tarifarchives zeigt deutlich, dass Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt noch immer ungleich behandelt werden – zum Nachteil weiblicher Arbeitnehmerinnen. Besonders groß ist die geschlechtsspezifische Gehaltslücke unter älteren Beschäftigten: Bei jüngeren Frauen zwischen 25 und 30 Jahren liegt sie bei rund 13 Prozent, bei Frauen zwischen 36 und 40 Jahren beträgt sie 19 Prozent, zwischen 51 und 55 Jahren erreicht sie gut 21 Prozent und in der Altersgruppe der 61 bis 65- Jährigen sogar 28 Prozent.

Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des Tarifarchivs des WSI macht auf eine Besonderheit der Studie aufmerksam. Denn neben dem Aspekt des monatlichen Gehaltes wurden bei der Auswertung der Datensätze der vergangenen Jahre auch noch weitere Kriterien in den Blick genommen. Auf diese Weise werden eine Reihe von Erkenntnissen deutlich:

  • Der Einkommensrückstand von Frauen lässt sich über die große Mehrzahl der Berufe beobachten.
  • Nicht nur beim monatlichen Gehalt, sondern auch bei den Sonderzahlungen haben die Frauen das Nachsehen.
  • Rund 48 Prozent der Männer bekommen eine Weiterbildung von dem/r ArbeitgeberIn bezahlt, bei Frauen sind es mit gut 43 Prozent etwas weniger. Sie tragen die Kosten oft selbst.
  • Männer werden mit knapp 27 Prozent häufiger in dem Betrieb, in dem sie arbeiten, befördert als Frauen mit nur rund 18 Prozent.
  • Frauen mit Hochschulabschluss haben mit 21 Prozent weniger oft eine Führungsposition als Männer mit 32 Prozent. Sie erhalten auch bei gleicher Hierarchiestufe ein deutlich geringeres Gehalt.

    Die WSI-Studie ist Teil des Projekts "FrauenLohnspiegel", das 2004 von dem internationalen Wage-Indicator-Netzwerks ins Leben gerufen wurde. Beteiligt haben sich bis heute zahlreiche Projekte aus über 75 Ländern, sodass eine Befragung von rund 250.000 Beschäftigten verzeichnet werden konnte.
    Der Gehalts-Check bietet Daten zu 374 Berufen.

    Die Hans-Böckler-Stiftung machte bereits 2013 mit einem Projekt zum Thema "Entgeltgleichheit prüfen" auf die Benachteiligung von Frauen im Erwerbsleben aufmerksam.
    AVIVA-Berlin-Redakteurin Lou Zucker analysierte in ihrem Beitrag "Entgeltgleichheits-Check. Landeseigene Unternehmen auf dem Prüfstand" den "EG-Check".
    Zucker kritisierte besonders, dass sich nur wenige ArbeitgeberInnen einem solchen "EG-Check" unterzogen – trotz der kostengünstigen und niedrigschwelligen Teilnahmebedingungen. So stellten sich einzig die Berliner Wasserwerke den internen Nachforschungen, wohingegen die BVG ihre ArbeitnehmerInnen-Zahlen bis heute unter Verschluss hält.
    Es bleibt somit zu hoffen, dass die Sichtbarkeit und die Problematisierung der Lohnungleichheit in der öffentlichen Debatte weiter zunimmt und dass auf diese Weise auch die Gruppe derjenigen wächst, die daran etwas ändern möchte.

    Weitere Informationen:

    Unter www.frauenlohnspiegel.de finden sich zahlreiche weitere Informationen zum Thema Pay Gap und zu der Studie des WSI-Tarifarchivs.
    Unter www.equalpayday.de sind Informationen und Veranstaltungen zum Equal Pay Day 2014 zusammengefasst.

    Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung stellt sich auf seiner Website vor.

    Informationen zum Wage-Indicator-Netzwerk sind unter www.wageindicator.org nachzulesen.

    Auf www.eg-check.de wird ein weiteres Projekt der Hans-Böckler-Stiftung zum Thema "Entgeltgleichheit prüfen" vorgestellt.

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    Equal-Pay-Day-Kampagne 2014

    Entgeltgleichheits-Check. Landeseigene Unternehmen auf dem Prüfstand (2013)

    Lohnungleichheit als Dauerskandal

    Frauen verdienen auch in Führungspositionen ein Fünftel weniger



    (Quelle: Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung 2014, AVIVA-Berlin)

  • Public Affairs Beitrag vom 20.03.2014 AVIVA-Redaktion 

       




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