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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 10.09.2015

I could be a refugee – eine Botschaft, die nachdenklich macht. Setzt auch ihr ein Zeichen von Respekt und Solidarität
Yasmin Kassar, Marvin Hassan

Das Video beginnt mit verschiedenen, aneinandergereihten Nachrichtenmeldungen über parlamentarische Sondersitzungen aufgrund der Flüchtlingskrise, gewaltsame Vertreibungen, Tote, die es beim...



...Versuch, die Grenze zu überqueren gegeben hat, Kritik an der Regierung wegen deren Flüchtlingspolitik - alles Bilder und Szenen, die uns bekannt vorkommen dürften.

Plötzlich der O-Ton eines Jugendlichen, der stockend erzählt, wie schlimm die Situation zu Hause war, dass sie fliehen mussten und Papa geblieben ist. Während viele mit Decken verhüllte Menschen zu sehen sind, die auf einem Boot versuchen, in Sicherheit zu fliehen, erscheint ein wild gestikulierender Uniformierter, richtet seine Waffe auf die Geflüchteten, und zum Erstaunen der Zuschauer_innen kommen unter den Decken eben keine der vermuteten, uns täglich auf den TV-Schirmen begegnenden Personen zum Vorschein. Keine von Übermüdung und Angst gezeichneten Gesichter der Menschen aus Syrien, Eritrea, Nigeria, Irak usw., die auf überfüllten Booten über das Mittelmeer fliehen. Im Gegenteil - es erscheint ein Junge, der, dem äußeren Anschein nach, ein weißer Herkunftsdeutscher sein könnte. Und tatsächlich: "Wir konnten nicht in Berlin bleiben, es war zu gefährlich." Und die Nachrichtenansage konkretisiert: "Die meisten europäischen Flüchtlinge ziehen Richtung Süden. Sie hoffen auf ein besseres Leben in Afrika."

Dieses eindrückliche, die heutige Situation umkehrende Video von Amnesty International (www.youtube.com) regte auch uns, zwei im Wedding verwurzelte Mittdreißiger, zum Denken an. Was wäre, wenn wir hätten fliehen müssen, ja Geflüchtete wären? Wir, zwei Berliner_innen mit nigerianischen und syrischen Vätern? Was wäre, wenn wir jeweils in den Heimatländern unserer Väter aufgewachsen wären? Wären wir nicht die Ersten, die sich, nach Freiheit, Arbeit und Frieden sehnend, auf den Weg nach Europa, in Sicherheit, gemacht hätten? Unser Projekt "I could be a refugee" ist das Produkt all dieser Fragen. Mit dieser Botschaft machen wir darauf aufmerksam, dass das Schicksal, aus der eigenen gewohnten Umgebung fliehen zu müssen, Jede_n treffen kann. Geburtsorte sind keine Leistung und nichts worauf man stolz sein kann. Unseren Wunsch, diese Botschaft schnell und effektiv verbreiten zu können, erfüllten wir uns in Zusammenarbeit mit Spreadshirt. Dort gibt es von T-Shirts über Kapuzenpullis bis zur Kochschürze so ziemlich alle Kleidungsstücke mit dem "I could be a refugee" Slogan zu kaufen.

Mit dem Kauf, aber vor allem mit dem bewussten Tragen, kann direkt ein Beitrag gegen Diskriminierung von Menschen auf der Flucht geleistet und effektiv Unterstützung angeboten werden. Unsere Einnahmen (Provision von Spreadshirt) spenden wir direkt an PRO ASYL. Und es funktioniert: Wir haben nicht nur bereits 500 T-Shirts verkauft, wir bekommen auch viele Anregungen auf unserer öffentlichen Facebook-Gruppe. So schrieb uns eine unserer 350 Mitglieder_innen: "In den Neunzigern flüchtete unsere Familie vor dem Khomeini-Regime im Iran. Als ich damals vor den Neonazis gezittert habe, dachte ich, wir wären ganz einsam auf einem fremden Planeten gelandet, fern ab von zu Hause. Das war ein zutiefst trauriges und verzweifeltes Gefühl. Und solche Aktionen wie die eure, machen so viel Hoffnung und Lebensfreude!"

Setzt auch ihr ein Zeichen von Respekt und Solidarität, aber vor allem der Erkenntnis, dass sich Menschen auf der Flucht in eben genau dieser Handlung nicht von denjenigen unterscheiden, die nicht flüchten mussten.

Vielen Dank.

Zu den Initiator_innen

Yasmin Kassar
ist studierte Islamwissenschaftlerin und derzeit beim Verein "Gesicht Zeigen! für ein weltoffenes Deutschland" tätig. Dort baut sie mit ihrer Kollegin das Islamismuspräventionsprojekt: "Die Freiheit, die ich meine" auf. Nebenbei engagiert sie sich in der Flüchtlingshilfe. Bei AVIVA-Berlin hat sie bei dem Projekt "Schalom Aleikum" mitgemacht und den Beitrag "In der U–Bahn mit Lea Feynberg auf dem Schoß" verfasst.

Marvin Hassan ist gebürtiger Berliner und in der Stadt verwurzelt. Das erste Mal kam Marvin in seiner Jugend bei den Roten Falken mit Politik in Berührung. Studiert hat er dann Mediendesign und ist seither als Kommunikationsdesigner beschäftigt. Neben dem Beruf engagiert er sich immer wieder politisch.


Für weitere Informationen:

"I could be a refugee" Facebook-Gruppe: www.facebook.com

"I could be a refugee" T-Shirts und mehr: www.spreadshirt.de




Public Affairs Beitrag vom 10.09.2015 AVIVA-Redaktion 

   




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