361 Grad Toleranz - Der YouTube-SchülerInnenwettbewerb gegen Ausgrenzung - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.08.2009

361 Grad Toleranz - Der YouTube-SchülerInnenwettbewerb gegen Ausgrenzung
Iella Peter

Alle SchülerInnen ab 13 Jahren sind aufgerufen, allein oder in Gruppen, Videos für mehr Toleranz und ein respektvolles Miteinander zu produzieren und bis zum 16. Oktober 2009 auf YouTube zu laden.



Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus unter deutschen Jugendlichen ist ein aktuelles Problem, das aber viel zu oft von Politik und Gesellschaft verdrängt wird. In einem aktuellen Forschungsbericht des Kriminologischen Instituts Niedersachsen e. V. und dem Bundesministeriums des Inneren wird diese Problematik deutlich. 29,7 % der befragten deutschen Jugendlichen stimmt der Aussage: "In Deutschland gibt es zu viele Ausländer" uneingeschränkt zu. Als explizit rechtsextrem sind allerdings nur 5,2 % der Befragten einzustufen. Erschreckend in diesem Zusammenhang sind die regionalen Unterschiede. Denn besonders ostdeutsche SchülerInnen fallen durch die höchsten Quoten bei antisemitischen und rechtsextremen Tendenzen auf.

Die gemeinsame Initiative der Internetplattform YouTube, der Kampagne "Laut gegen Nazis" und der Amadeu-Antonio-Stiftung stellt sich der Thematik und, unterstützt durch prominente Paten wie der Band Silbermond, dem Schauspieler Matthias Schweighöfer oder dem MTV-Moderator Joko Winterscheidt, setzt mit ihrem Videowettbewerb ein klares Zeichen gegen Rassismus und jegliche Art der Ausgrenzung. Unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in einem Video-Aufruf für "361 Grad Toleranz" wirbt, wird nun SchülerInnen im gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit geboten, sich in dem ihnen vertrauten Medium Internet für Toleranz stark zu machen.

Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung, äußert sich besorgt zum Thema Rechtsextremismus im Internet. Laut ihrer Aussage existieren ca. 1.800 Naziseiten sowie schätzungsweise 50 Nazi-Socialnetworks im Netz. Eine alarmierende Zahl, die, so Kahane, dazu motivieren sollte "das Netz diskussionsfähig zu machen", um dadurch die ausgeprägten Aktivitäten der Naziseiten zurückzudrängen. Ihrer Meinung nach sind "Nazis viel aktiver im Netz" als beispielsweise Kampagnen gegen Rechts und es müsse deshalb das große Ziel sein, diese Gegenbewegungen zu stärken und zu unterstützen.

Im Rahmen des Wettbewerbs "361 Grad Toleranz" können die SchülerInnen bis zum 16. Oktober 2009 ihre Videos wahlweise in einer der Kategorien "Reportage", "Musikvideo" oder "Kurzfilm" einreichen. Gefragt sind Originalität und Kreativität bei der Auseinandersetzung mit dem Thema und die Vermittlung einer klaren Botschaft. Beispielsweise kurze Clips, die selbst erlebte Ereignisse widerspiegeln, Interviews, fiktive TV-Spots oder Trickfilme können produziert werden.
In den nächsten Tagen, so YouTube-Pressesprecher Henning Dorstewitz, werden von Smudo, Rapper der Band "Die Fantastischen Vier", positive wie negative Beispielvideos für den Wettbewerb bei YouTube zu sehen sein, um den SchülerInnen dadurch einen Anhaltspunkt für ihre Arbeiten zu liefern.

Anfang November 2009 wird die Jury, bestehend aus VertreterInnen der Bundeszentrale für politische Bildung, der Amadeu Antonio Stiftung, der Kampagne "Laut gegen Nazis" sowie prominenten PartnerInnen wie der Band Silbermond, Tyron Ricketts oder Schauspieler Matthias Schweighöfer, die GewinnerInnen des Wettbewerbs küren. Neben der Verkündung des besten Wettbewerbs-Beitrags verleiht die Jury auch in jeder der drei einzureichenden Kategorien Preise.

Als Hauptpreis gewinnen die EinreicherInnen des besten Beitrags für sich und ihre gesamte Schule ein ganztägiges "Schulfest für Toleranz" mit Workshops, Siegerehrung und anschließendem Konzert der Band "Silbermond". Zudem werden alle SiegerInnen auf eine gemeinsame "Klassenreise" nach Berlin eingeladen, besuchen den Bundestag und werden im Bundeskanzleramt empfangen. Darüber hinaus erhalten alle SiegerInnen-Teams sowie die Zweit- und Drittplazierten Camcorder.

Die, durch den Wettbewerb sich bietende, Möglichkeit für SchülerInnen gegen rechtsextreme Strömungen in Deutschland aktiv zu werden, ist ein wichtiges Zeichen der Bewusstwerdung, dass diese Problematik real und aktueller denn je ist. Dem jahrelangen Engagement von Initiativen wie der Amadeu Antonio Stiftung oder der Kampgane "Laut gegen Nazis" wird dadurch endlich Gehör verschafft.

Weitere Infos finden Sie unter:

www.youtube.de/361grad

www.amadeu-antonio-stiftung.de

www.lautgegennazis.de

www.bpb.de. Die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

NPD-Hetze gegen den CDU-Politiker Schall in Thüringen. Amadeu Antonio Stiftung fordert konsequenteres Vorgehen der thüringischen CDU gegen Rechtsextremismus.

Bessere Bekämpfung des Antisemitismus gefordert. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die jüdische Gemeinde zu Berlin, der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus und das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus die zügige Umsetzung des Beschlusses des Deutschen Bundestags zur Antisemitismusbekämpfung.

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Public Affairs Beitrag vom 26.08.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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