Sonderstudie der Initiative D21 - Die digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs NutzerInnentypen im Vergleich - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

amadeu-antonio-stiftung Finanzkontor 120 BPM
Aviva-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 23.03.2010

Sonderstudie der Initiative D21 - Die digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs NutzerInnentypen im Vergleich
Undine Zimmer

Junge Frauen sind eher Berufsnutzerinnen (48%) als Trendnutzerinnen (22%). Bei den unter 40 Jährigen können sogar 40% der weiblichen Nutzerinnen als "Digitale Profis" bezeichnet werden.



Im Rahmen des (N)ONLINER Atlas hat die Initiative D21 eine Sonderstudie durchgeführt. Für "Die digitale Gesellschaft in Deutschland - Sechs Nutzertypen im Vergleich" wurden 1.014 Telefon-Interviews (CATI) zwischen dem 22.12. und dem 24.12.2009 erhoben. Diese Studie gilt somit als repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung (67,03 Millionen Personen) ab 14 Jahren mit Festnetz-Telefonanschluss.

Gemessen wurde das "Digitale Potenzial" der Befragten, d.h. je mehr Wissen, Kompetenz und Infrastruktur vorhanden waren, desto besser wurde das digitale Potenzial bewertet. Auch die "Einstellung und Nutzung" der Befragten wurde berücksichtigt . Als positiv gewertet wurde eine generelle positive Einstellung zu digitalen Medien und ein maßvoller Umgang mit diesen.

Sechs verschiedene Typen von NutzerInnen haben sich während der Studie herauskristallisiert. Innerhalb der NutzerInnengruppen wurden Gender- oder geographische Unterschiede nicht berücksichtigt:

Die größte Gruppe sind die "Die digitalen AußenseiterInnen". Mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren sind in dieser Gruppe vorwiegend Frauen (66%) vertreten. Zusammen mit den Männern macht diese Gruppe 35% der Gesamtbevölkerung aus.

Die zweitgrößte Gruppe (30%) ist, mit im Durchschnitt 41,9 Jahren, etwas jünger. Auch in dieser Gruppe der "GelegenheitsnutzerInnen" sind über die Hälfte Frauen (55%). Diese Gruppe ist größtenteils nicht berufstätig. Die AnwenderInnen beherrschen einfache Textverarbeitung und benutzen den Computer vor allem für Emails und zum Briefe schreiben.

Die "BerufsnutzerInnen" sind im Schnitt 42,2 Jahre alt und machen 9% der Gesamtbevölkerung aus. In dieser Gruppe haben die Frauen die Männer fast aufgeholt - 48% sind Berufsnutzerinnen. Sie nutzen digitale Medien geschäftlich wie privat und haben gute Kenntnisse, vor allem in den Bereichen Sicherheit und Datensicherung, sowie in der Installation von Software. Sie nutzen digitale Medien vor allem zur Kommunikation und Information.

Am seltensten sind Frauen (nur 22 %) innerhalb der Gruppe der "TrendnutzerInnen" (11% der Gesamtbevölkerung) zu finden. Trotz einem Durchschnittsalter von 35,9 Jahren verbergen sich in dieser NutzerInnen-Gruppe auch viele SchülerInnen (13%). Für diese von Männern dominierte Gruppe spielen vor allem Chat, Communities und Nutzung von Web 2.0-Applikationen eine größere Rolle, ebenso wie die Möglichkeit der Selbstdarstellung im Netz mit eigenen Homepages.

Dagegen sind 44% der "digitalen Profis" weiblich. Mit 12% der Gesamtbevölkerung liegt diese Gruppe knapp vor den "TrendnutzerInnen" und ist im Schnitt ein Jahr älter als diese. Anwendungen wie z.B. Online Shopping, Preisrecherche und Nachrichten lesen stehen bei der Nutzung im Vordergrund. Ihr Wissen über digitale Medien ist am Umfangsreichsten von allen NutzerInnengruppen und die Anwendung von digitalen Medien ist sowohl beruflich als auch privat stark ausgeprägt.

Zur "Digitalen Avantgarde", die nur 3% der Gesamtbevölkerung ausmacht, gehören vor allem die Anfang Dreißigjährigen. In dieser Gruppen finden sich immerhin 40% Frauen, die digitalen Medien neben der Arbeit auch in der Freizeit vielseitig nutzen. Von allen Gruppen nutzt diese den mobilen Internetzugang am meisten.

Wie sind die Frauen vertreten? Die Ergebnisse im Überblick. AVIVA-Berlin hat für Sie analysiert:

  • Nicht nur die Ausstattung, vor allem Kompetenz, Wissen und die Nutzungsvielfalt definiert die sechs NutzerInnen-Typen und deren positive oder negative Einstellung gegenüber digitalen Medien allgemein
  • 66% der "Digitalen AußenseiterInnen" sind Frauen mit einem Durchschnittsalter von 62.4 Jahren. Damit ist dieser in der Gesamtbevölkerung am weitesten verbreitete NutzerInnentyp auch der mit dem größten Frauenanteil.
  • Frauen liegen als Nutzerinnen noch immer hinter den Männern zurück. Mit einem Durchschnittsalter zwischen 30 und 40 Jahren werden die Abstände jedoch kleiner. Dass in der selben Altersklasse nur 22% der Frauen "Trendnutzerinnen" sind, während 40% zu den "Digitalen Profis" zählen und 44% zu den "Berufsnutzerinnen", könnte darauf hinweisen, dass Frauen digitale Medien anders nutzen als Männer.
  • Am entscheidendsten sind in der Nutzung von digitalen Medien noch immer die Generationenunterschiede. Wer mit einem "Digitalen Profi" oder einer "BerufsnutzerIn" zusammen wohnt, profitiert klar von der vorhandenen Nutzungsmöglichkeit.
  • Größte kompetente NutzerInnengruppe sind die "Digitalen Profis" von denen 40% Frauen sind.

    Fazit:

    Bis jetzt ist es noch eine Minderheit der Deutschen, die in der digitalen Gesellschaft angekommen ist. Insgesamt sind es nur 26%. In dieser Studie geht es nicht darum zu zeigen, wer das Internet überhaupt nutzt, sondern für wen das Internet fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden ist, um Kommunikation, wirtschaftliches Handeln, aber auch politische Willensbildung und Willensäußerung zu praktizieren.

    Die Studie wurde erstmals im Jahr 2009 durchgeführt, um fortlaufend die digitale Entwicklung in Deutschland dokumentieren zu können. Dahinter steht der Wunsch, die digitale Nutzung in Zukunft auf ein höheres Niveau zu heben. Das gilt sowohl für NutzerInnenzahlen als auch für die Qualität der Online-Inhalte. Qualitätsjournalismus in Online-Medien, so lautet die Erklärung, ist abhängig von der Finanzierung und diese wieder von den NutzerInnenzahlen. Es geht also nicht nur darum, die Anwendung digitaler Medien für die heutigen "AußenseiterInnen" attraktiver zu machen, es geht auch darum, sich kompetente NutzerInnen heranzuziehen.

    Über die Initiative D21

    Die D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.digitale-gesellschaft.info

    www.tns-infratest.com/presse

    www.nonliner-atlas.de

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    N-Onliner Atlas 2009 - Internetnutzung entwickelt sich weiter

    N-Onliner Atlas 2008

    Technik-Trends ge-GENDER-t (2006)

    Internet als Alltagsmedium etabliert (N)ONLINER-Atlas 2005

    Die Onlinerin: Das seltene Wesen? (N)ONLINER-Atlas 2002


  • Public Affairs Beitrag vom 23.03.2010 Undine Zimmer 

       




       © AVIVA-Berlin 2017  
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken