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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 03.05.2010

Zehn Jahre Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft
AVIVA-Redaktion

Vor zehn Jahren, am 06. Juli 2000, verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Gründung der Stiftung. Am 31. August 2000 nahm die Stiftung EVZ ihre Arbeit auf.



"Die Stiftung EVZ ist Ausdruck der dauerhaften historischen Verantwortung Deutschlands. Sie sieht es als ihre Aufgabe an, national und international dafür zu wirken, an die Opfer von Zwangsarbeit und Holocaust zu erinnern. Sie stärkt das Engagement zugunsten der Überlebenden und für ein Europa der Menschenrechte. Die Stiftung EVZ leistete in den vergangenen Jahren mit über 2.000 geförderten Projekten einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Versöhnung mit den Ländern Mittel- und Osteuropas und Israel. Die Erinnerung an die Verbrechen des 20. Jahrhunderts ist schmerzlich, aber sie ist notwendig für freundschaftliche Beziehungen in der Gegenwart. Sie kann einen Beitrag für die Sicherung der Menschenrechte, für die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsradikalismus in Europa leisten.", so Dr. Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ.

Seit Bestehen der Stiftung wurden 56,5 Mio. Euro für die Förderung von 2.103 Projekten in den drei Handlungsfeldern Auseinandersetzung mit der Geschichte, Handeln für Menschenrechte und Engagement für die NS-Opfer bewilligt.

Das bislang größte geförderte Projekt ist die Ausstellung "Zwangsarbeit – Die Deutschen, ihre Zwangsarbeiter und der Krieg", die am 27. September 2010 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten im Jüdischen Museum Berlin eröffnet wird. Konzipiert wird sie von der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Für die internationale Wanderausstellung und 13 Forschungsprojekte in elf Ländern zur Zwangsarbeit in den besetzten Gebieten stellte die Stiftung EVZ seit 2007 für Recherchen insgesamt 4,9 Mio. Euro bereit: "Die Stiftung hat im Jahre 2007 die Auszahlungen an 1,7 Millionen Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer beendet. Unsere Aufgabe muss es sein, das Thema NS-Zwangsarbeit dauerhaft in der europäischen Erinnerung zu verankern. Wir müssen den jüngeren Generationen das Thema vermitteln und ihr Engagement heute stärken." sagt Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ.

"Uns ist besonders wichtig, dass die Ausstellung auch international gezeigt wird. Die zweite Station wird im Jahr 2011 Warschau sein. Das Bemühen Deutschlands, dieses unheilvolle Kapitel heute sichtbar zu machen, ist zugleich ein wichtiges Zeichen der Versöhnung gegenüber unseren Nachbarn", so Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ.

Seit 2007 recherchiert ein wissenschaftliches Team der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora Fakten, historische Exponate und Fotografien, die das Ausmaß dieses Verbrechens dokumentieren. "Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland nahezu auf jeder Baustelle, jedem Bauernhof, in jeder Fabrik und in vielen privaten Haushalten Zwangsarbeiter ausgebeutet. Über 20 Millionen Menschen mussten im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten Zwangsarbeit für die Deutschen leisten, viele überlebten das nicht", so einer der Kuratoren der Ausstellung und Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Dr. Jens-Christian Wagner.

Anlässlich der Jahres-Pressekonferenz wurde der Tätigkeitsbericht 2009 der Stiftung EVZ vorgestellt, der die wichtigsten Förderergebnisse dokumentiert und einen Finanzbericht enthält. Trotz der schwierigen Lage an den Finanzmärkten kann die Stiftung in diesem wie auch in den folgenden Jahren ein jährliches Förderbudget in Höhe von 6,7 Mio. Euro sicherstellen. Das Stiftungskapital beträgt mit Stand Jahresende 2009 insgesamt 411 Mio. Euro.

Zudem liegt eine Broschüre zum Thema 10 Jahre Stiftung EVZ vor, die die wichtigsten Meilensteine der Stiftungsgründung, der Auszahlungen an ehemalige ZwangsarbeiterInnen und andere NS-Opfer sowie der Fördertätigkeit dokumentiert.
Diese finden Sie unter: www.stiftung-evz.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Stiftung EVZ fördert Projekte für NS-Opfer in 2010

NS-ZwangsarbeiterInnenentschädigung

Public Affairs Beitrag vom 03.05.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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