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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 02.07.2010

better place. Das STUDIO Projekt der Kreativagentur designaffairs stellt Gewohntes auf den Kopf. Resultat sind Low-End-Waschmaschine bis Ozon-Fläschchen
AVIVA-Redaktion

Erfinden ohne Grenzen wie Daniel Düsentrieb, das heißt vor allem: Ohne zu fragen, wie ökonomisch profitabel das Ergebnis ist. Unter dem Motto "better place" hat sich das STUDIO Projekt der ...



... internationalen Kreativagentur designaffairs zur Aufgabe gemacht, Ideen zu entwickeln, die dazu inspirieren und provozieren sollen, Konventionelles oder Gewohntes unter einem neu gewonnen Blickwinkel zu interpretieren und neue Wege zu beschreiten.

Eine Low-End-Waschmaschine mit soziokulturellem Hintergrund

Statt Stromverbrauch beim Wäschewaschen schlägt designaffairs SWIRL vor, eine mit Wasser befüllbare Waschkugel, die wie ein Kinderwagen geschoben und auf diese Weise rollend in den Waschgang versetzt werden kann. Wie wär´s also mit Spazieren- oder Einkaufengehen und Wäschewaschen in einem? Kalorienverbrauch statt Unmengen von Strom und Wasser? Da letztere in Europa noch mühelos zum Fließen gebracht werden können, hat designaffairs eine andere Zielgruppe im Sinn, bei der vor allem körperliche Energie gespart und effektiv eingesetzt werden soll: Gerade in den trockenen (Entwicklungs)Ländern unserer Erde sind die Transportwege oft sehr lang und beschwerlich. Meist ist es traditionell die Aufgabe von Frauen, an den entlegenen Wasserstellen die Wäsche zu waschen oder Trinkwasser zu besorgen. Ebenso werden diese Stellen aber auch von den einheimischen Frauen als Ort für Gespräche und den kulturellen Austausch geschätzt. An dieser soziokulturellen Schnittstelle setzt SWIRL an: Der ohnehin notwendige Rückweg zur Wasserstelle kann mittels der ballförmigen Low-End-Waschmaschine ohne die Zufuhr von Strom zum Wäschewaschen genutzt werden. Oder die Kinder einfach zur Abwechslung mit einem "Wäscheball" herumtollen und -rollen lassen. SWIRL könnte, designaffairs zufolge, aufgrund seiner einfachen Konstruktion und der kostengünstigen Materialien auch in den jeweiligen Ländern vor Ort hergestellt werden, was teures Importieren verhindert.

"None profitable"?

"Es gibt viele Themen, die von Unternehmen nicht angefasst werden, da sie ´none profitable´ sind, aber für die Welt und die Menschen eine Bereicherung wären", stellt Nico Michler, einer der Geschäftsführer und Gründer des designaffairs STUDIO fest. Neue Materialien, progressive Technologien oder soziokulturelle Trends würden laut designaffairs hinterfragt, um neue Gedanken zu entwickeln, die gleichzeitig einen emotionalen Anspruch haben. Hinter jeder so entstanden Idee stecke eine Botschaft. Also klassische Werbestrategien einer Werbeagentur, um die Strategien der Werbung und der Industrie zu hinterfragen?

Das Projekt habe eine Plattform im Unternehmen geschaffen, Möglichkeiten und Ideen abseits von Zwängen und normalen Projekten zu kreieren, so Markus Mayer, Creative Director der Agentur.
Auch dabei wird jedoch die Profitabilität sicher nicht aus den Augen verloren, da die generierte Aufmerksamkeit bzw. Provokation der Agentur als Werbung in eigener Sache zugute kommt.

© designaffairs


Mit dem Ozon-Fläschchen im Sauerstoffzelt

"Schatz, gehst du mal eben zur Tanke und holst Sauerstoff?" Ein Schreckensszenario und ein Produkt, das die Menschheit hoffentlich niemals benötigen wird, hat die Münchner Designagentur mit "O3" entworfen. Fiktive Werbeplakate mit Gänsehauteffekt zeigen lächelnde Menschen vor dem Supermarktregal, die etwas in der Hand halten, das wie ein Deoroller aussieht - aber die tägliche Sauerstoffration enthält. "Will we reach the point of no return?" fragt ein anderer Plakatentwurf, der eine mit Erde verschmierte Hand zeigt, die sich an das Fläschchen klammert wie an den letzten, nicht (mehr) vorhandenen Strohhalm. Was geschieht, wenn die Zerstörung der Erde weiter voranschreitet und irgendwann sogar die künstliche Produktion von Sauerstoff erforderlich macht? Wie reagiert die Menschheit, wenn der natürliche Zugang zum Problemfall wird und die natürliche Produktion des lebensnotwendigen Sauerstoffs keine Selbstverständlichkeit mehr ist?

© designaffairs


Die Kreation des Produktes O3 ist als Appell zu einer neuen Lebensweise gedacht, als Reaktion auf die sich häufenden Naturkatastrophen (wie z.B. die Ölpest nach dem Sinken der explodierten BP-Plattform und die Beinah-Zerstörung großer Teile des Great Barrier Reefs durch die Havarie eines chinesischen Tankers), die zunehmende Umweltzerstörung und nicht zuletzt den Klimawandel. Es soll die Wahrnehmung schärfen und den dringend notwendigen Prozess des Umdenkens durch plastische Veranschaulichung erleichtern, so die InitiatorInnen. Der Projektname O3 verdeutlicht die provozierende Aussage dieser Konzeptarbeit. O3 ist die chemische Bezeichnung für Ozon, ein Gas welches für die Menschen sehr gefährlich sein kann. Die Ozonschicht schützt aber gleichzeitig auch vor der Schädigung durch energiereiche ultraviolette Strahlung der Sonne. Das Studio Team benutzt dieses Spannungsfeld, um die Aussage dieses Konzeptes zu unterstützen: O3 ist ein Produkt, was mensch niemals brauchen möchte.

Weitere Informationen finden Sie unter:

studioblog.designaffairs.com
www.designaffairs.com

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Public Affairs Beitrag vom 02.07.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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