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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.07.2010

Wir und ich - Auftakt der Kampagne für Kinder und Jugendliche in seelischer Obdachlosigkeit
Marie Heidingsfelder

In Anwesenheit von Sängerin Nena, Regisseurin Sherry Hormann und Schirmherrin Hannelore Elsner stellte die Berliner Organisation "Karuna" ihre neue Initiative für Kinder und Jugendliche in Not vor.



Wir und ich - eine Initiative für Straßenkinder in Deutschland
Nahezu zwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben in seelischer Obdachlosigkeit: - Zu diesem erschreckenden Ergebnis kam eine Studie, die junge Menschen ab sieben Jahren zu ihrem Wohlsein befragt hat. Besonders betroffen sind jene 20.000, die im gesellschaftlichen Abseits auf der Straße leben: Sie fallen durch das soziale Netz und sind sowohl ökonomisch als auch sozial abgehängt von gesellschaftlicher Teilhabe und ohne Zugang zum Bildungssystem. Ihre Eltern kümmern sich nicht und der Gesellschaft sind sie egal. Sie betteln oder verkaufen Obdachlosenzeitungen, sie nehmen Drogen, sind psychisch krank, haben keine Perspektive.

© AVIVA-Redaktion


Um diese Situation publik zu machen und den betroffenen Jugendlichen wieder einen Zugang zur Gesellschaft zu öffnen, hat die Berliner Hilfsorganisation Karuna e.V. am 8. Juli 2010 mit einer Pressekonferenz im "Grips Theater" ihre Kampagne "Wir und ich" gestartet. Im Beisein von mehr als 60 PressevertreterInnen stellte Karuna-Mitbegründer Jörg Richter die Arbeit seines Vereins und das Ziel der Kampagne vor. Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt der Zugang zu Bildung als wichtigste Tür zu unserer Gesellschaft dar. Gleichzeitig muss allerdings die Gesellschaft diese Situation als Problem wahrnehmen und handeln. Die Zukunft dieser Menschen "muss uns eine Herzensangelegenheit sein.", so Sängerin und Karuna-Unterstützerin Nena, die sich als Initiatorin der Neuen Schule Hamburg ebenfalls für die Verschränkung von Bildung und demokratischen Handeln einsetzt.

Im Anschluss an die Präsentation kam mit Chrissi, einem betroffenen Mädchen, das "wir" der Kampagne zu Wort. Stellvertretend für die betroffenen und von Karuna unterstützten Jugendlichen las sie einen eigenen Text vor: "Sind wir noch brauchbar?" fragte sie in die Linsen mehrerer Kameras und die gut gefüllten Ränge des Grips-Theaters. "Sind wir noch brauchbar, oder habt ihr uns schon abgeschrieben? Denn das "ich" der Kampagne steht für alle, die helfen können - und zwar nicht durch Kleingeld in der Fußgängerzone, sondern durch Hilfe, die auf eine echte soziale Reintegration zielt. Zu diesem Zweck wurde als Teil der Kampagne die Zeitschrift "Wir und ich" an zahlreiche Abgeordnete des Bundestages geschickt. Sie enthält Portraits, die der Fotograf Jim Rakete von 27 Jugendlichen gemacht hat, die seelisch obdachlos sind und Texte, die sie selbst geschrieben haben. Einige dieser Texte wurden im Laufe der Pressekonferenz von Hannelore Elsner vorgelesen, die sich als Schirmherrin für Karuna und die jüngste Kampagne engagiert.

©Aviva-Redaktion


Ebenfalls Teil der Kampagne ist ein Kurzfilm von Regisseurin Sherry Hormann, in dem sie die portraitierten Jugendlichen zu Wort kommen lässt. In kurzen Clips berichten sie von ihrer Situation, von dem, was ihnen wichtig ist und von dem, was sie fühlen. Als prominente Unterstützer der Kampagne und Karuna e.V. waren außerdem Fotograf Jim Rakete und Sänger Dirk Zöllner anwesend - doch vor allem ist "Wir und ich" eine Bitte zu helfen, die sich an alle Menschen in diesem Land richtet, die etwas bewegen wollen.

© Aviva-Redaktion


Karuna - Zukunft für Kinder und Jugendliche in Not e.V.
Die Berliner Hilfsorganisation ist ein staatlich anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Karuna verfolgt als Nichtregierungsorganisation ausschließlich gemeinnützige Ziele und versteht sich als ein Netzwerk spezialisierter Angebote an den Schnittstellen der Jugend- und der Suchthilfe und im Bereich der Bildung.
Seit seiner Gründung 1990 hat die Organisation ein breites Spektrum von dauerhaften stationären und ambulanten Einrichtungen etabliert, die Kindern, Jugendlichen und Eltern helfen, süchtiges oder abhängiges Verhalten oder andere ungünstige Entwicklungsfaktoren zu erkennen. Besonderes Augenmerk legt Karuna dabei auf die Unterstützung sozial benachteiligter Kinder und Familien.
In Brandenburg entsteht so zur Zeit eine Bildungsstätte für benachteiligte Kinder und Jugendliche, die keine Eltern mehr haben. Kindern ohne Eltern ist der wichtigste Bildungsimpuls genommen. Ein Defizit, das auch durch engagierte SozialarbeiterInnen nicht kompensiert werden kann. Die Folge ist, dass diesen Kindern und Jugendlichen die wichtigste Tür zu unserer Gesellschaft verschlossen bleibt. In Brandenburg sollen den seelisch obdachlosen Kindern und Jugendlichen aus der gesamten Bundesrepublik in Workshops die Fähigkeiten für eine Teilhabe in der Gesellschaft vermittelt werden. Um dieses wichtige Projekt zu realisieren, ist der Verein auf Spenden angewiesen.
Die von Karuna bereitgestellten Angebote sollen hilfesuchende Menschen dazu in die Lage versetzen, möglichst drogenfrei und selbstbestimmt, sowohl ihr eigenes Leben als auch die sie umgebenden Gesellschaft zu gestalten. Die Teilhabe an demokratischen Prozessen, das Erkennen eigener Rechte, der Respekt vor dem Anderen, sind Ziele der Begleitung der Kinder, Jugendliche und deren Familien. Da eine umfassende Bildung der Schlüssel zu einem selbstbewussten wie respektvollen Umgang mit demokratischen Rechten voraussetzt, wird Bildungsförderung und (Re)Integration in Bildungsprozesse als einer der wichtigsten Aufgaben erachtet.

Weitere Informationen zu Karuna e.V. und der Kampagne, sowie das Video der Pressekonferenz finden Sie unter www.karuna-berlin.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Zur Gründung des "Cleanpeace"-Projekts für Entgiftung und Betreuung drogenabhängiger Kinder und Jugendliche von Karuna (2005)

Public Affairs Beitrag vom 12.07.2010 Marie Heidingsfelder 

   




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