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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.08.2012

Aufruf zum Anti-Al-Quds-Tag am 18. August 2012
Nina Breher, Sharon Adler

Solidarität mit Israel und der iranischen Freiheitsbewegung! Das Berliner Bündnis "No Al-Quds-Tag" ruft zur Kundgebung gegen Antisemitismus, Antizionismus und Homophobie auf. Anlass ist die...



... zeitgleich stattfindende Demonstration von AnhängerInnen des radikal-islamistischen Regimes im Iran.

Protest gegen den Al-Quds-Tag: Gegen islamistische und antisemitische Propaganda auf Berlins Straßen

Am 18. August 2012 werden weltweit alle Muslime im Rahmen des so genannten Al-Quds-Tag am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan aufgefordert, für die "Befreiung Jerusalems und Vernichtung Israels" auf die Straße zu gehen. Im Iran wird zu diesem Anlass jährlich ein Propagandaaufmarsch in Teheran inszeniert, die Hisbollah paradiert in Beirut und die Hamas in Gaza.

Die Al-Quds-Aktivitäten gehen auf einen Aufruf des damaligen iranischen Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini im August 1979 zurück, der nach der islamistischen Machtergreifung im Iran seine Anhänger und Anhängerinnen zur weltweiten Ausbreitung der islamischen Revolution, zur "Befreiung" Jerusalems und zur Vernichtung Israels aufforderte. Dieser Tradition folgend wütet der derzeitige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seit Jahren gegen das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig unterstützt das Mullah-Regime mit finanziellen und materiellen Mitteln Aktivitäten radikaler, antisemitisch ausgerichteter Organisationen gegen Israel und seine Verbündeten.

Der in der muslimischen Alltagskultur sich zunehmend ausweitende Antisemitismus ist nicht der einzige Ausdruck islamistischen Feindbild-Denkens: Weitere Formen dieser totalitären Ideologie sind Geschlechterapartheid und sexuelle Diskriminierung mit ihren verschiedenen Aspekten - Homophobie, Ehrenmorde, Steinigungen. Daher richtet sich die vom politischen Islam ausgehende Bedrohung gegen alle, die nicht der islamistischen Gesellschaftsform entsprechen. Die während des Al-Quds-Tags propagierte Ideologie brandmarkt selbst bestimmte Lebensformen als "gottlos", "verwestlicht" und "dekadent". Somit wird nicht nur unter jungen MuslimInnen ein gewaltbereites Klima gefördert, sondern auch in unserer Gesellschaft. Das Bündnis "No Al-Quds-Tag" weist darauf hin, dass der "Al-Quds-Tag" auch von den AnhängerInnen des iranischen Regimes dazu benutzt wird, öffentlich die Gewaltherrschaft im Iran zu verteidigen und Werbung für das Regime zu betreiben. Angesichts der aktuellen Geschehnisse in der arabischen Welt haben Aktivitäten dieser Art zusätzliche Brisanz.

Auch in Berlin werden sich dieses Jahr wieder Hunderte AnhängerInnen der islamistischen Hetze versammeln, um ihre antisemitischen, anti-israelischen und homophoben Parolen kundzutun. Zu erwarten ist dieses Jahr auch eine Beteiligung neonazistischer Gruppen. Während in früheren Jahren bis zu 3.000 TeilnehmerInnen aus der ganzen Bundesrepublik zur Berliner Al-Quds-Demonstration anreisten und Parolen wie "Tod Israel" skandierten, war ihre Zahl im vergangenen Jahr deutlich geschrumpft. Zu verdanken ist diese Entwicklung der immer größer werdenden öffentlichen Kritik und der Bereitschaft, sich der fanatischen Ideologie der Islamischen Republik zu stellen.

Der diesjährige Quds-Marsch am 18. August in Berlin findet vor dem bedrohlichen Hintergrund des ungebrochen und beschleunigt vorangetriebenen iranischen Atomprogramms statt. Während die Zeit verrinnt, das islamistische Regime im Iran auf dem Weg zur Bombe zu stoppen, entlädt sich eine Welle des Hasses gegen Israel. Auslöser war ein Gedicht von Günter Grass, der den durch die Islamische Republik Iran existenziell bedrohten jüdischen Staat Israel als Aggressor und Bedrohung des Weltfriedens darstellt. Umso wichtiger ist es, dem in den letzten Jahren verstärkt als "Friedensdemonstration" inszenierten Quds-Marsch entgegenzutreten und Solidarität mit Israel zu demonstrieren!

Die InitiatorInnen solidarisieren sich auch mit der Mehrheit der IranerInnen, deren Rechte und deren Streben nach Freiheit von der iranischen Diktatur brutal unterdrückt werden. 2009 wurde eine landesweite Aufstandsbewegung mit extremer Gewalt niedergeschlagen, seitdem hat sich die Menschenrechtslage nochmals drastisch verschlechtert: Inhaftierungen, Folter, Hinrichtungen, Sittenterror, Geschlechterapartheid und Zensur sind an der Tagesordnung.

Auch in Deutschland bedroht das iranische Regime Freiheit und Leben von Menschen: Seit Mai diesen Jahres muss der 2005 aus dem Iran geflohene Musiker Shahin Najafi in Deutschland im Untergrund leben, nachdem mehrere iranische Ayatollahs Todesfatwas gegen ihn erlassen hatten. Zudem wurde von regimenahen Kreisen ein Kopfgeld von 100.000 Dollar auf Najafi ausgeschrieben. Iranische Diplomaten in Deutschland haben sich an der Verbreitung der Todes-Fatwas beteiligt.

Beim Quds-Tag marschieren nicht nur die Claqueure des Regimes, sondern auch immer einige dessen mörderischer Handlanger. Beispielsweise werden bei Quds-Märschen regelmäßig Fahnen der eng mit dem iranischen Regime verbündeten libanesischen Hisbollah gezeigt, also jener Organisation, die immer wieder in Terroranschläge weltweit verwickelt war. Zuletzt wurde am 18. Juli 2012 ein Anschlag auf einen Bus mit israelischen TouristInnen verübt, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen. Diesem Anschlag gingen in den letzten Jahren zahlreiche Anschlagsversuche in aller Welt voraus, die verhindert werden konnten. Seit Jahren ist bekannt und nicht zuletzt in den Berichten der staatlichen Sicherheitsbehörden nachzulesen, dass Hisbollah in Deutschland über hunderte AnhängerInnen sowie die Fähigkeit zur Durchführung von schweren Anschlägen verfügt. Dass vor kurzem auf EU-Ebene eine Listung der Hisbollah als Terrororganisation gescheitert ist, ist ein Skandal, der aber die deutsche Regierung nur umso mehr in die Verantwortung stellt: Die Hisbollah muss in Deutschland endlich als Terror-Organisation verboten werden!

Ein breites Bündnis verschiedener politisch und sozial engagierter Gruppen und Einzelpersonen, vor allem das jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA), rufen zur Kundgebung gegen den antisemitischen und antidemokratischen "Al-Quds-Tag" auf.

Zeigen Sie Ihren Protest

  • Gegen jede Form von antisemitischer und islamistischer Propaganda,
  • Gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Islamischen Republik Iran,
  • Für ein sofortiges Verbot der Hisbollah und
  • Für Solidarität mit Israel und der iranischen Freiheitsbewegung!

    Am Samstag, den 18. August 2012 beginnt um 13:00 Uhr am Adenauerplatz Berlin, wo die "Quds-Demonstration" auch starten wird, die antifaschistische Kundgebung unter dem Motto "Kein Al Quds-Tag 2012 in Berlin! Gemeinsam gegen Antisemitismus"
    Im Anschluss können die TeilnehmerInnen gemeinsam zur Kundgebung am Joachimstaler Platz gehen.

    Die Kundgebung findet statt:
    Joachimstaler Str. / Ecke Kurfürstendamm ("Joachimstaler Platz"), Beginn: 14:30 Uhr.

    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.no-al-quds-tag.de, www.koordinierungsrat-gegen-antisemitismus.org ,noalquds.blogsport.de und keinalqudstag.tk


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    (Quelle: Koordinierungsrat gegen Antisemitismus, AVIVA-Berlin)

  • Public Affairs Beitrag vom 06.08.2012 AVIVA-Redaktion 

       




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