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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.02.2011

Christine Rabe im E-Interview mit AVIVA-Berlin
Ilka Fleischer

Internationaler Frauentag aus lokaler Perspektive: Was die Gleichstellungsbeauftragte aus Charlottenburg-Wilmersdorf rund um den 8. März plant, welche Handlungsbedarfe sie auf Bezirksebene sieht.



AVIVA-Berlin: Im vergangenen Jahr haben Sie im "Frauenmärz" – gemeinsam mit den anderen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Bezirke – u. a. eine Kampagne zum Equal Pay Day gestartet. Was planen Sie bezirksintern in diesem Jahr rund um den Internationalen Frauentag?
Christine Rabe: Auch in diesem Jahr führen wir die 23-prozent-Kampagne weiter. In Charlottenburg-Wilmersdorf habe ich gemeinsam mit dem Wirtschaftsstadtrat Marc Schulte am 6. Januar die Unternehmen im Bezirk aufgerufen sich wieder an der Kampagne zu beteiligen. Im vergangenen Jahr haben 31 Firmen mitgemacht, bis heute haben sich bereits 29 Teilnehmende gemeldet. Wir werden mit Plakaten, Flyern und einem Internetauftritt unter www.charlottenburg-wilmersdorf.de werben.
Am 8. März eröffnen wir im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin um 16 Uhr die Ausstellung "100 Jahre Internationaler Frauentag – von Clara Zetkin zu den Alphamädchen". Am 9. März werden wir im Festsaal des Rathauses die "Frau in Verantwortung (FiV) des Jahres 2011" des Bezirkes auszeichnen.


AVIVA-Berlin: Laut Gender Datenreport ist die Einkommenssituation für Männer in Berlin deutlich besser als für Frauen, während sich das Bildungsniveau insgesamt nur geringfügig unterscheidet. Welche gleichstellungsrelevanten Daten liegen für Ihren Bezirk vor – insb. in den Bereichen Bildung, Arbeit und Einkommen?
Christine Rabe: Leider gibt es in Berlin keine ausführlichen Daten für die Bezirke. Die Beschäftigungsquote der Frauen im Bezirk ist 40 %. Sie liegt damit unter der Quote im Bundesdurchschnitt, aber geringfügig über der Beschäftigungsquote der Männer.


AVIVA-Berlin: In den letzten Wochen waren die Schlagworte "Frauenquote" und "FlexiQuote" auf bundespolitischer Ebene täglich in den Schlagzeilen. Welche Rolle spielt dieses Thema in Ihrem Bezirk? Welche "Zahlen & Fakten" bieten Aufschluss über die bezirksinterne Verteilung der Führungs- und Entscheidungspositionen?
Christine Rabe: Tatsächlich ist aus meiner Sicht das Thema "Führungspositionen" das wichtigste der Gleichstellungsthemen. Ich bin beeindruckt, dass die Presse gerade diesem Thema aus dem Gleichstellungsbericht der Bundesregierung so hohe Priorität einräumt und damit die Politik auffordert zu reagieren. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf nimmt für sich in Anspruch ein frauenfreundlicher zu sein.
Das zeigt sich an vielen Zahlen und Fakten: der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) steht eine Frau vor, wir haben eine Bezirksbürgermeisterin, der Anteil der Frauen in der BVV hat zugenommen, das Bezirksamt hat sich auf eine systematische Umsetzung von Gender Mainstreaming geeinigt, jährlich gibt es einen Gleichstellungsbericht heraus. Die im Bezirksamt (vier Männer, zwei Frauen) beschlossenen Gleichstellungspolitischen Leitlinien enthalten im Punkt 1 das Ziel "Gleichberechtigte Beteiligung von Frauen und Männern an Entscheidungsprozessen".
Der Wirtschaftstadtrat wird anlässlich der 15. Mittelstandgespräche am 2. März 2011 die Unternehmen dazu aufrufen, etwas für Frauen in Führungspositionen zu tun und eine familienfreundliche Unternehmenskultur zu verfolgen.


AVIVA-Berlin: Mit dem Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm (GPR) stellte der Senat 2007 einen "Entwurf für eine inhaltliche und strategische Weiterentwicklung der Berliner Gleichstellungspolitik" vor. Mit dem sog. "Masterplan" wurden die formulierten Zielsetzungen der Jahre 2008- 2011 mit konkreten Maßnahmen bzw. Aktivitäten untersetzt*. Welche gleichstellungspolitischen Initiativen und Erfolge sind in diesem Zusammenhang in Ihrem Bezirk zu verzeichnen? Wo lagen Ihre Handlungsschwerpunkte?
Christine Rabe: Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat bereits 2004 gleichstellungspolitische Ziele zur Einführung und Umsetzung von Gender Mainstreaming beschlossen. Eine Zusammenführung mit dem GPR ist geplant. Unsere Strategie war und ist, die Gleichstellungsziele tatsächlich, systematisch und nachhaltig in alle Fachbereiche der Verwaltung, also in jedes Verwaltungshandeln hineinzutragen. Das ist ein sehr anspruchsvolles Konzept, Erfolge werden in einigen Bereichen erst langsam sichtbar.
Ein Frauenwirtschaftszentrum, das UCW (Unternehmerinnen- und Gründerinnenzentrum Charlottenburg-Wilmersdorf) stärkt die Wirtschaftskraft von Frauen. Im vergangenen Jahr konnten wir etwas im Sportbereich bewegen. In diesem Jahr steht die Geschlechtergerechtigkeit in der Stadtplanung ganz oben auf der Agenda. Im Jugendfreizeitbereich werden Mädchen und Jungen geschlechtergerecht und geschlechtssensibel gefördert.


AVIVA-Berlin: Wenn sich Ihr Haushaltsbudget im nächsten Jahr verzehnfachen ließe, worin würden Sie – unabhängig von GPR und Masterplan – investieren? Worin bestehen die größten frauen- und gleichstellungspolitischen Herausforderungen für die Zukunft in Ihrem Bezirk?
Christine Rabe:

    Drei von vielen Ideen:
  1. Alle Mädchen und Jungen lernen an den Schulen im Bezirk ein Instrument, es werden Musiklehrerinnen und -lehrer (paritätisch) eingestellt.
  2. Flexible, kostenfreie Kinderbetreuung mit guter Bildung
  3. Schulungen für Frauen in Führungspositionen


AVIVA-Berlin: Vielen Dank für das Interview!



Weitere Infos zu Christine Rabe, Gleichstellungsbeauftragte aus Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie unter:
www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/org/frauenb/index.html


Public Affairs Beitrag vom 21.02.2011 Ilka Fleischer 

   




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