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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.06.2002

Deutscher Frauenrat: Diskriminierungsfalle Einkommen
Ulrike Helwerth

Der Deutsche Frauenrat zum Bericht der Bundesregierung über die Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern



Was Millionen Frauen alltäglich erfahren, ist jetzt detailliert und umfassend bewiesen: Sie stecken in der Diskriminierungsfalle.
Der erste Bericht der Bundesregierung über die Berufs- und Einkommenssituation von Frauen und Männern zeigt die Zusammenhänge auf zwischen Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt, ungleichen Löhnen, den Sozialversicherungssystemen und der Arbeitsteilung in der Familie.

"Dieser Bericht zeigt überdeutlich, dass familienpolitische Wahlversprechen, selbst wenn sie eingehalten werden sollten, nur ein Mosaikstein sind im gesamten System der Ungleichheit im Geschlechterverhältnis" sagt die Vorsitzende des DEUTSCHEN FRAUENRATES, Inge v. Bönninghausen. Frauen verdienen im Westen ein Drittel weniger als Männer (im Osten 6%), sie arbeiten im Westen zu 42%, im Osten zu 23% in Teilzeit, sind häufiger und länger erwerbslos.

Die Tarifverträge spielen eine erhebliche Rolle bei der ungleichen Bezahlung. Vielfach bewerten sie typische Frauenarbeit anders als typische Männerarbeit. Körperliche und psychische Belastungen, z.B. in Pflegeberufen, tauchen in der Bewertung nicht auf. Hinzu kommt, dass die nach wie vor auf das Modell "Haupternährer/Zuverdienerin" zugeschnittenen Sozialversicherungssysteme - ebenso wie das Steuersystem - die Eigenständigkeit von Frauen beeinträchtigen.

"Die indirekten und versteckten Benachteiligungen verstärken die Arbeitsteilung in der Familie, denn im Gesamtbudget lässt sich leichter auf den niedrigen Zuverdienst der Frau verzichten, wenn Kinder da sind. Kein Wunder, dass sich Väter dann als Haupternährer kaum in der Pflicht fühlen, die Familienarbeit zu teilen", so die Vorsitzende. "Die von uns vehement geforderte ganztägige, qualifizierte Sonderbetreuung bis zum Ende der Schulpflicht ist ein wichtiger Baustein, aber nicht die alleinige Lösung, um Geschlechterdemokratie zu erreichen.

Nach Auffassung des DEUTSCHEN FRAUENRATES müssen auf der Grundlage dieses Berichtes der Gesetzgeber und die Tarifpartner ihre Verantwortung aktiv wahrnehmen. Gerade die Arbeitgeber, die ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft fürchten wie die Pest, müssen beweisen, dass Frauen ihnen das wert sind, was sie leisten.

Ulrike Helwerth, Deutscher Frauenrat

Der vollständige Bericht und der
Maßnahmenkatalog der Bundersregierung
zur Verbesserung der Chancengleichheit
von Frauen und Männern
kann über die Bezugstelle:
53107 Bonn
Tel.: 01 80/5 32 93 29
E-Mail: broschuerenstelle@bmfsfj.bund.de
Internet:www.bmfsfj.de
angefordert werden.

Public Affairs Beitrag vom 01.06.2002 AVIVA-Redaktion 

   




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