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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 01.04.2004

Grünes Licht für Unisex-Tarife
Anne Winkel

Das Europäische Parlament stimmt mit großer Mehrheit für die Richtlinie zur "Gleichbehandlung von Frauen und Männern beim Zugang zu und bei der Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen."



In dem Beschluss heißt es u. a.: "Die Differenzierung bei Prämien oder Leistungen von Versicherungsprodukten auf der Grundlage des Geschlechts (einschließlich der Risiken einer Schwangerschaft) stellt eine Diskriminierung dar, da das Geschlecht ein Faktor ist, der nicht beeinflusst werden kann."
Mit dieser Entscheidung ist "der Weg endgültig frei für Unisex-Tarife", so der deutsche Frauenrat. In Zukunft stehen Frauen für die gleichen Versicherungsbeiträge auch die gleichen Leistungen zur Verfügung wie den männlichen Einzahlern. "Die Tatsache, als Frau geboren zu sein, darf nicht länger als Risikofaktor gelten", bemerkt die Bundesfraktion Bündnis 90/ die Grünen.
Inge v. Bönninghausen, Vorsitzende der "Europäischen Frauenlobby", warnt aber, dass der Beschluss vom 30. März 2004 für alle Versicherungen gelte "und nicht etwa nur für die Riester-Rente wie manche Politiker und Politikerinnen meinen".

Irmingard Schewe-Gerigk, Parlamentarische Geschäftsführerin und frauenpolitische Sprecherin, begrüßt "diese Entscheidung des Europäischen Parlamentes. Nach der EU-Kommission haben nun auch die Abgeordneten im Europäischen Parlament unterstrichen, dass die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in allen Bereichen grundlegendes Ziel der Europäischen Union ist."

"Zukünftig werden durch diese Richtlinie geschlechtsgebundene Berechnungen von Prämien und Leistungen im Bereich der Versicherungen und sonstiger Finanzleistungen und Tarife verboten. So genannte "Unisextarife? Werden dann für alle Lebens- und Krankenversicherungen zwingend vorgeschrieben sein."

"Das immer wieder angeführte Argument der unterschiedlichen Lebenserwartung von Frauen und Männern zur Berechnung der höheren Tarife für Frauen hänge weit weniger vom Geschlecht ab, als üblicherweise behauptet wird. Andere Faktoren, die nichts mit dem Geschlecht zu tun haben, wie beispielsweise der sozio-ökonomische Status, Familienstand, das individuelle Gesundheitsverhalten oder die Religion, sind bei der Prognose der Lebenserwartung mindestens ebenso entscheidend".

AVIVA-Berlin beteiligte sich an der Aktion "Tag der Abrechnung"

Informationen zum Deutschen Frauenrat unter: www.frauenrat.de

Public Affairs Beitrag vom 01.04.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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