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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 25.11.2004

Situation der Frauen im Irak
Julia Richter

Am 26. November 2004 findet in der HU Berlin eine Veranstaltung statt, die sich mit den Chancen und Perspektiven von Frauen in dem von Krieg und Terror gebeutelten Land beschäftigt.



WADI e.V.- Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungs-zusammenarbeit hat mit Unterstützung des Europäischen Zentrums für kurdische Studien/Berlin, des RefRats der HU-Berlin und der Kurdistan AG der FU-Berlin ExpertInnen eingeladen, die zu dem Thema "Der Krieg im Inneren: Irakische Frauen und Mädchen zwischen Demokratie & Terror" über ihre Erfahrungen und Forschungsergebnisse referieren.

Terror und Gewalt kennzeichnen das Bild des Irak auch anderthalb Jahre nach dem Ende des Krieges. Entwicklungen, die außerhalb der Auseinandersetzung zwischen der irakischen Übergangsregierung und den Koalitionstruppen auf der einen, islamischen und nationalistischen Terroristen auf der anderen Seite liegen, werden zumeist nur am Rande wahrgenommen.

Zumal über die Situation irakischer Frauen, die mit dem Sturz des Ba´thstaates die Hoffnung auf mehr Rechte und eine größere Beteiligung an den politischen Entwicklungen des Landes verbanden, herrscht weitgehend Unkenntnis.
Bis heute hat sich das Bild eines zwar diktatorischen aber doch säkularen Staates erhalten, der Frauen stärker als in anderen Ländern der Region an Bildung und Wirtschaftsleben partizipieren ließ. Tatsächlich aber litten Frauen unter dem Regime Saddam Husseins unter einer Vielzahl von Repressionen.

Nach dem Sturz der Diktatur sind im ganzen Irak Fraueninitiativen entstanden, die sich für mehr Rechte und eine stärkere Beteiligung von Frauen in politischen Gremien und dem öffentlichen Leben einsetzen. Im Frühjahr 2004 verhinderten irakische Frauenrechtlerinnen, dass Regelungen aus der Scharia im Familien- und Zivilrecht übernommen wurden, wie es islamische Parteien im Regierungsrat durchsetzen wollten. Vielerorts haben sich Frauenzentren gebildet, in denen Opfer männlicher Gewalt betreut werden oder Frauen eine Ausbildung erhalten.

Doch Aktivistinnen und Initiativen sind immer stärker bedroht vom Terror islamistischer Gruppen vor allem im Zentralirak. Häusliche Gewalt, sogenannte "Verbrechen der Ehre" und auch Genitalverstümmlungen sind vor allem in ländlichen Regionen verbreitet.

Die ReferentInnen sind:

  • Adrin Takhsh, Assyrische Frauenunion in Deutschland, Rüdesheim
    berichtet über die Situation im Zentralirak und vor allem in Bagdad, über die Gewalt islamischer Milizen gegen Frauen und die Probleme irakischer Christinnen, sich gegenüber der Gewalt zu behaupten.

  • Amira Voss, irakische Juristin, Berlin
    spricht über die (rechtliche) Situation von Frauen vor und nach dem Sturz des Ba´thregimes, über Entwicklungen im Nordirak, wo Fraueninitiativen bereits seit Jahren aktiv für mehr Rechte streiten sowie über die Chancen und Perspektiven der Beteiligung von Frauen an einem neuen Irak.
  • Mary Kreutzer, Projektleiterin WADI/Österreich, Wien
    wird über ihre Erfahrungen der konkreten Arbeit mit Frauen im Nordirak sprechen, wo WADI Frauenzentren unter anderem in der Hauraman-Region unterstützt, die jahrelang von der radikalislamischen "Ansar al-Islam"-Miliz kontrolliert wurde, sowie über Gewalt gegen Frauen und Genitalverstümmlungen.
  • Christian Knoop, WADI, Frankfurt/Main
    forscht über Geschlechterverhältnisse und Homosexualität im Nahen Osten. Er wird über die Probleme der männlich dominierten Gesellschaft, über Sexualvorstellungen und die Folgen für das Geschlechterverhältnis sowie die Vorstellungswelt gewalttätiger Männer sprechen.



    Der Krieg im Inneren: Irakische Frauen und Mädchen zwischen Demokratie & Terror

    Humboldt-Universität
    Freitag, 26. November 2004
    19.00 Uhr
    Hauptgebäude
    Unter den Linden 6
    Raum 30.38

  • Public Affairs Beitrag vom 25.11.2004 AVIVA-Redaktion 

       




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