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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 03.02.2005

Initiative Elftausend Kinder - Deutsche Bahn AG verweigert Stellplätze für Fotoausstellung
Sarah Ross

Die französische Organisation "Fils et Filles des Déportés Juifs de France", FFDJF, erinnert an den Durchgangsstationen nach Auschwitz an tausende bahndeportierte Kinder.



Elftausend französische Kinder, darunter über 5.000 Angehörige deutscher EmigrantInnen, wurden während der NS-Zeit auf dem deutschen Schienenweg nach Auschwitz deportiert. Mit einer Fotoausstellung erinnerte die französische Organisation "Fils et Filles des Déportés Juifs de France"/FFDJF (Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs) bereits in den vergangenen Jahren an die Todestransporte und Schicksale der jüdischen Kinder. An zahlreichen Bahnhöfen, die an der Strecke der Todestransporte mit der Zuglaufnummer "DA-901" liegen, stellte der FFDJF die Bilder aus.

Über 60 Jahre nach den Todestransporten hat der FFDJF die Deutsche Bahn AG darum gebeten, Stellplätze für diese Fotoausstellung auch an Durchgangsstationen in Deutschland zur Verfügung zu stellen:
Auf einem 52-stündigen Schienenweg wurden die Kinder von Drancy (bei Paris), über Saarbrücken, Homburg, Kaiserslautern, Mannheim, Frankfurt/Main, Fulda und Dresden nach Auschwitz geschickt. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Berlin macht nun auf ihrer Website www.berlin.vvn-bda.org publik, dass die Deutsche Bahn AG, die als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn auftritt, dieser Bitte nicht nachkommen wird. Letztere hatte während des Holocausts die logistische Durchleitung der Todestransporte übernommen.

Während sich der Vorstandschef der französischen Staatsbahn (SNCF) bereits im Juli 2004 zur Verantwortung der SNCF für deren Beteiligung an der Deportation jüdischer Kinder bekannt hatte, übt sich die Deutsche Bahn AG heute noch in Ausflüchten: Es "fehlen" der Deutschen Bahn "sowohl die personellen als auch die finanziellen Ressourcen", um die Ausstellung zu übernehmen. So geht es aus dem Schreiben der Bahn AG hervor, dass der Redaktion des VVN-BdA Berlin e.V. vorliegt. Weiterhin heißt es in einem Schreiben der DB AG vom 17.12.2004, dass die Ausstellung der FFDJF "inhaltlich" umgearbeitet werden müsse.
In einem Interview mit german-foreign-policy.com wies Beate Klarsfeld, die Repräsentantin der FFDJF, darauf hin, dass es dem Unternehmen hingegen möglich ist, mit viel Geld die Fußballweltmeisterschaft 2006 zu sponsern.

Beate Klarsfeld, die sich in vielen Aktivitäten der FFDJF für die Bestrafung der NS-Täter und für das Gedenken an die Opfer eingesetzt hat, hofft, dass sich durch eine öffentliche Auseinandersetzung mit der Verweigerungshaltung der Deutschen Bahn, die Ausstellung in Deutschland doch noch realisieren lässt:
"Wer sich (in Deutschland) erinnern will, hat ein Recht, das zu tun. Erinnerung kann man nicht verbieten" (B. Klarsfeld im Interview mit der VVN-BdA Berlin e.V.). Die Bedeutung des Massenverbrechens an den 11.000 ermordeten Kindern darf durch eine Marginalisierung der Ausstellung nicht herabgesetzt werden.

Wenige Wochen vor dem 60. Jahrestag der Befeiung des KZ Auschwitz, sind als Reaktion auf das Bekanntwerden der Weigerung der DB AG erste Protestbriefe beim Unternehmen eingegangen.
Mehr zu der Initiative von Beate und Serge Klarsfeld:
www.klarsfeldfoundation.org

Public Affairs Beitrag vom 03.02.2005 Sarah Ross 

   




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