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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.03.2005

Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland
Christiane Sanaa

Deutschland soll bis 2010 bei der Kinder- und Familienfreundlichkeit an die Spitze Europas aufschießen. Dazu verabschiedete das Bundeskabinett ein Sechs-Punkte-Programm.



"Kinder sind unser gesellschaftliches Vermögen, sie brauchen die bestmöglichen Bedingungen beim Aufwachsen", sprach die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Renate Schmidt und legte den "Nationalen Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland" vor, der jetzt vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Er schreibt die Fortentwicklung der Rechte und Lebensbedingungen von Kindern in Deutschland fest und setzt einen Beschluss des UN-Weltkindergipfels aus dem Jahr 2002 um.

Nach einem Rückblick auf die Maßnahmen der Bundesregierung zur Verbesserung der Lebens- und Entwicklungschancen von Kindern und ihren Familien stellt der Aktionsplan weitere Initiativen vor, die die Bundesregierung in Zukunft ergreifen will.
An seiner Ausarbeitung beteiligten sich neben dem Bund Vertreterinnen und Vertreter der Länder und Kommunen, die Kinderkommission des Deutschen Bundestages, Nichtregierungsorganisationen und die Wissenschaft sowie Kinder und Jugendliche.

Der Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland umfasst sechs Handlungsfelder:

1. Chancengerechtigkeit durch Bildung
Die Bundesregierung will die Chancengleichheit und die individuelle Förderung im deutschen Bildungssystem ausbauen. Der Bildungsgrad darf nicht vom sozialen Hintergrund oder der Herkunft der Kinder abhängen. Die Förderung soll schon vor dem Schulbeginn einsetzen. So soll die Kinderbetreuung ausgebaut und Kindergärten zu Bildungseinrichtungen aufgewertet werden. Außerdem soll die Vereinbarkeit von Familie, als dem ersten und wichtigsten Ort frühkindlicher Förderung, und Beruf verbessert werden.
Dazu arbeitet die Bundesregierung eng mit Wirtschaft und Gewerkschaften zusammen. Auf Bundesebene in der "Allianz für die Familie", in den Kommunen im Rahmen der Bundesinitiative "Lokale Bündnisse für Familie". Mit den beiden großen christlichen Kirchen hat Bundesministerin Renate Schmidt kürzlich die Initiative "Verantwortung Erziehung" gestartet.

2. Aufwachsen ohne Gewalt
Absolute Priorität legt die Bundesregierung auf den Schutz von Kindern vor Gewalt und die Bekämpfung von Gewalt. Gewaltfreie Erziehung wurde als Leitbild gesetzlich verankert und der strafrechtliche Schutz von Kindern und Jugendlichen ausgebaut. Flächendeckende Familienbildungs- und Beratungsangebote zu gewaltfreien Erziehungsmethoden sollen Eltern bei der Erziehung unterstützen.

3. Förderung eines gesunden Lebens und gesunder Umweltbedingungen
Neue gesundheitliche Risiken sollen vermieden, ein gesundes Lebens und gesunde Umweltbedingungen gefördert werden. Hierzu ist eine interdisziplinäre Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen, deren Ergebnisse in einer kontinuierlichen Gesundheitsberichterstattung überprüft werden.

4. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Die Bundesregierung will die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen in Bund, Ländern und Gemeinden verbindlich regeln und ihre Möglichkeiten an Mitbestimmung erweitern.
Das "Projekt P" wurde vom Bundesministerium gemeinsam mit dem Deutschen Bundesjugendring und der Bundeszentrale für politische Bildung initiiert. Es soll das politische Engagement von Kindern und Jugendlichen stärken und ihre politische Partizipation fördern. Diese Initiative läuft bis 2006 läuft. Über 6.000 Jugendliche in etwa 200 Projekten beteiligen sich bereits an ihr.

5. Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards für alle Kinder
Kinder- und Familienarmut soll in Deutschland bekämpft und die gesamte Lebenssituation von Kindern und Familien deutlich verbessert werden. Der Kinderzuschlag unterstützt seit dem 1.1.2005 Eltern mit geringem Einkommen. Als weitere Maßnahmen soll der Zugang zu Erwerbsarbeit, zu Kinderbetreuung und zu Bildung verbessert und die Erziehungs- und Haushaltskompetenz gestärkt werden. Dazu werden die Angebote der Länder und Gemeinden im Bereich der Eltern- und Familienbildung bis hin zur Schuldner- und Insolvenzberatung ausgebaut.

6. Internationale Verpflichtung
Die Bundesregierung hat sich verpflichtet, ihr Engagement für Kinder und Jugendliche über Deutschlands Grenzen hinaus weltweit zu entfalten und zur globalen Armutsbekämpfung beizutragen.

Erwachsene finden den Nationalen Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010" hier.

Weitere Informationen des Bundesministeriums finden Sie hier.

Kinder im Alter von acht bis zwölf können sich auf www.kinder-ministerium.de
schlau machen, einer Internet-Seite des Bundesministeriums extra für Kinder.

Public Affairs Beitrag vom 07.03.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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