Ausstellung zum Auschwitz-Prozess 1964 - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

amadeu-antonio-stiftung 120 BPM Finanzkontor
Aviva-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 17.11.2004

Ausstellung zum Auschwitz-Prozess 1964
Julia Richter

Vom 26.10.-19.12.04 werden im Martin-Gropius-Bau Hintergründe und Wirkungsgeschichte des Prozesses gezeigt. Eine Dokumentation des Fritz-Bauer-Instituts.



Im 20. Dezember 1963 wurde im Plenarsaal des Frankfurter Stadtparlaments der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess unter dem Aktenzeichen 4 Ks 2/63 gegen 22 Angeklagte eröffnet. 211 Überlebende des Konzentrations- und Vernichtungslagers wurden vor Gericht angehört. Es war das erste Mal seit dem Ende der Shoa, dass so viele ZeugInnen von dem Terrorsystem der Konzentrationslager berichten konnten. Das Verfahren endete im August 1965 mit der Urteilsverkündung im Bürgerhaus Gallus. Der Auschwitz-Prozess war zum damaligen Zeitpunkt das größte Schwurgerichtsverfahren in der deutschen Justizgeschichte.

Die Berichterstattung in deutschen und internationalen Medien war mit keinem anderen Nachkriegsprozess vergleichbar. Schulklassen nahmen an den Verhandlungen teil. LiteratInnen, KünstlerInnen, MusikerInnen und RegisseurInnen widmeten sich diesem dunklen Kapitel deutscher Geschichte in ihren Werken und sorgten so für eine weitergehende Auseinandersetzung der Deutschen mit Fragen der Verantwortung und (Mit-)Schuld an dem Verbrechen

Den 40. Jahrestag der Eröffnung des Prozesses nahm das Fritz Bauer Institut zum Anlass für eine Ausstellung, die vom 28.03.-23.05. 2004 im Frankfurter „Römer“ und im Haus Gallus am historischen Ort gezeigt wurde. Nach ihrer Station in Berlin, wo die Dokumentation bis zum 19.12.04 im Martin-Gropius-Bau zu sehen ist, wird sie in den nächsten Monaten und Jahren an mehreren Orten im In- und Ausland gezeigt.

Die Ausstellung hat sich zu einem großen Teil der Wirkung des Prozesses in der Philosophie, Literatur und Publizistik gewidmet. Es werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Film, Video, interaktive Installationen und architektonische Interventionen zu sehen sein.

Sowohl die Ausstellung als auch der umfangreiche Katalog behandeln alle Kapitel des Holocaust, angefangen von einer „Chronik der Verfolgung 1933–1945“ über eine Einordnung der Prozesse von Nürnberg, Warschau (gegen Auschwitz-Kommandant Rudolf Höß) und Jerusalem (gegen den Deportationsspezialisten Adolf Eichmann) bis hin zur Frage der TäterInnen- und GehilfInnenschaft sowie der Rekonstruktion des Auschwitz-Prozesses am Beispiel von sieben Angeklagten.
Im Martin-Gropius-Bau ist auch eine von dem Fritz Bauer Institut und dem Staatlichen Museum Auschwitz Birkenau herausgegebene DVD-Rom mit Protokollen und Dokumenten des Auschwitz-Prozesses für 49, 90 Euro erhältlich.

In Kooperation mit: Berliner Festspiele, Stiftung Topographie des Terrors, Bundeszentrale für Politische Bildung, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.


Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm unter:
http://www.fritz-bauer-institut.de/auschwitz-prozess.htm



Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63

Frankfurt am Main
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstrasse 7
10963 Berlin
Tel.: 030/ 254 86 0
www.gropiusbau.de
Öffnungszeiten:
Mi – Mo 10 - 20 Uhr
Verkehrsverbindungen:
U 2 Potsdamer Platz
S 1, S 2, S 25 Potsdamer Platz
Bus 129 Anhalter Bahnhof
Bus 248, 341 Abgeordnetenhaus

Ausstellungskatalog:
Auschwitz-Prozess 4 Ks 2/63
Frankfurter am Main
Herausgegeben von Irmtrud Wojak im Auftrag des Fritz Bauer Instituts
Snoeck Verlag, Köln 2004
ISBN 3-936859-08-6
872 Seiten
49,80 Euro

Public Affairs Beitrag vom 17.11.2004 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken