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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 25.01.2006

Gedenktag zum Holocaust
Sarah Ross

Am 27.01.2006 jährt sich zum 61. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. In Berlin erinnert man in dieser Woche in zahlreichen Veranstaltungen an die Opfer des Nationalsozialismus.



Am 27. Januar gedenken die Menschen nicht nur in Berlin der über sechs Millionen Juden und anderen Opfer des Holocausts. Im Folgenden informieren wir Sie über einige Veranstaltungen, die nicht nur erinnern, sondern auch ermahnen.

"Wir waren Nachbarn - 102 Biografien jüdischer Zeitzeugen"
Auch in diesem Jahr wird die Intervallausstellung erneut zum Holocaustgedenktag im Rathaus Schöneberg zu sehen sein. Biografien jüdischer ZeitzeugInnen, die vor ihrer Deportation und Vertreibung als Nachbarn in Schönberg und Tempelhof gelebt haben, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung.
Wann: 27. Januar 2006
Wo: Rathaus Schöneberg, Foyer, John-F-Kennedy-Platz, 10825 Berlin.

Erinnern und nicht Vergessen
Strafverfolgung der Täter - Entschädigung der Opfer

Am 27. Januar 2006 wird weltweit der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die sowjetische Armee im Jahr 1945 gedacht werden. In Auschwitz hatte die SS seit April 1940 das größte ihrer Arbeits- und Vernichtungslager errichtet. Dort wurden allein etwa 1, 5 Millionen jüdische Menschen sowie hunderttausende Sinti und Roma, Polen, sowjetische Kriegsgefangene und Häftlinge anderer Nationalität ermordet. Kein anderer Ort als Auschwitz steht so exemplarisch für den deutschen Vernichtungswahn der nationalsozialistischen Epoche. Karl Stenzel vom Internationalen Sachsenhausen-Komitee und Überlebender der NS-Verfolgung, Gabriele Heinecke, Rechtsanwältin der Opfer von Sant´ Anna in der BRD, Martin Klingner, Rechtsanwalt der Opfer von Distomo in der BRD und Prof. Norman Paech, Experte für Völkerrecht, MdB werden in ihren Vorträgen über die Strafverfolgung der Täter und die Entschädigung Opfer referieren.
Links mit Hintergrundinformationen zum Thema: www.ns-opfer-entschaedigen.de
Wann: Donnerstag, 26. Januar 2006 19 Uhr
Wo: Humboldt-Universität, Audimax, Berlin

Gedenken für die Opfer des Nationalsozialismus - Perspektiven antifaschistischer Gedenkkultur
Die Veranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer des Holocausts sind nicht selten zu einer Art Routine geworden. Daher wollen der Berliner VVN-BdA e.V. und andere dieser Gedenkroutine etwas entgegensetzen. Sie wollen ein Gedenken, das in dem Geist der Forderung, dass "es nie wieder geschehe", steht und die historischen Kausalitäten benennt. Dabei sollen, so lange noch ZeitzeugInnen am Leben sind, diese zu Wort kommen. Wenn dies nicht mehr der Fall ist, dann, so sagen die Veranstalter, müsse ein Paradigmenwechsel stattfinden, da der Fokus nicht mehr auf den Erinnerungen der Überlebenden liegen kann. Das bedeutet, dass die Ereignisse den nachfolgenden Generationen nahe gebracht werden müssen, auf dass diese die Wiederholung derartiger Verbrechen zu verhindern wissen und in Richtung einer emanzipativen Gesellschaft streben. In diesem Sinne muss Gedenkkultur also aus Dokumentation, fortwährender Erinnerung und Prävention bestehen.
Während der Veranstaltung werden u.a. Fragen diskutieren, wie: Ist die Erinnerung an die Opfer des Faschismus in das kollektive Gedächtnis der Deutschen eingegangen? Wird die Gedenkkultur den Opfern wirklich gerecht und ist sie dem Ausmaß der Verbrechen angemessen? Welche Fragen stellen sich vor dem Hintergrund des Verschwindens der Zeitzeugengeneration?
Wann: 24. Januar 2006, 19 Uhr
Wo: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, Berlin-Prenzlauer Berg.
Weitere Infos unter: www.berlin.vvn-bda.org

"2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß"
Film von Malte Ludin
Die humanitäre Hilfsorganisation für Holocaust-Überlebende, Amcha, zeigt zum Holocaust-Gedenktag in mehreren deutschen Städten den Dokumentarfilm von Malte Ludin, einem der wohl wichtigsten Filme zur Reflexion der Zeit des Nationalsozialismus. Im Anschluss finden Diskussionsrunden statt.
Wann: 26. Januar, 20 Uhr
Wo: Kino CinemaxX, Voxstraße 2, Potsdamer Platz.

Gedenkstunde und Kranzniederlegung
Am Freitag sind eine Gedenkstunde im Bundestag und die Kranzniederlegung in der Gedenkstätte Sachsenhausen mit Vertretern von Senat und Abgeordnetenhaus geplant. Zudem planen das Bündnis "Demokratie Jetzt" und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf tagsüber ein Gedenken auf dem Breitscheidplatz.

Ernst Cramer spricht zum Holocaust-Gedenktag
Der Journalist und Überlebende der NS-Verfolgung, Ernst Cramer, wird Hauptredner der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" sein. Cramer engagierte sich in den 1930er Jahren in der jüdischen Jugendbewegung in Deutschland und wurde nach der Reichs-progromnacht im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. 1939 emigrierte er schließlich in die USA und kehrte nach Kriegsende wieder nach Deutschland zurück, wo er seit 1958 arbeitet er für den Axel-Springer-Verlag. Cramer setzte sich besonders für den jüdischen Staat Israel ein, und sein Engagement ist von Toleranz, gegenseitigem Respekt und dem Eintreten für Frieden und Versöhnung geprägt. Dafür wurde Cramer mit zahlreichen Auszeichnungen versehen.
Seine Ansprache ist in eine sechstägige Jugendbegegnung des Bundestages (22.-27. Januar) in Berlin und Ravensbrück eingebunden, zu der rund 80 junge Erwachsene erwartete werden.
Weitere Infos unter: www.israelnetz.de und www.bundestag.de

Bahnhof Zooologischer Garten
Gedenken an Massendeportationen der Deutschen Reichsbahn

Anlässlich des bevorstehenden Auschwitz-Gedenktages rufen mehrere Organisationen zu Gedenkveranstaltungen auf den deutschen Bahnhöfen - so auch in Berlin - auf und wollen an die Massendeportationen der Deutschen Reichsbahn erinnern.
Wann: 27. Januar 2006, 18 Uhr
Wo: Bahnhof Zooologischer Garten
Link: http://berlin.vvn-bda.org

Jüdisches Waisenhaus
Es ist nunmehr schon seit Jahren eine Tradition, dass sich an diesem Tag Pankower Bürgerinnen und Bürger vor dem ehemaligen II. Waisenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin treffen.
Wann: 27. Januar 2006, 18 Uhr
Wo: Jüdisches Waisenhaus, Berliner Straße 120, Berlin-Pankow
Link: http://berlin.vvn-bda.org


Public Affairs Beitrag vom 25.01.2006 Sarah Ross 

   




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