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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 23.12.2005

Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Wirtschaft
AVIVA-Redaktion

Senator Harald Wolf stellte am 22. Dezember 2005 die Landesinitiative vor. Die PartnerInnen in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft planen intensivere Zusammenarbeit.



PartnerInnen der Initiative sind die Industrie-und Handelskammer zu Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB), der Deutsche Gewerkschaftsbund Bezirk Berlin-Brandenburg, die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, der Verband deutscher Unternehmerinnen- VdU - Landesverband Berlin Brandenburg e.V. und der EWMD - European Women´s Management Development- Berlin-Brandenburg e.V.

Die PartnerInnen der Initiative setzen sich als gemeinsames Ziel, Frauen eine Karriere in der Wirtschaft zu erleichtern. Auf diese Weise werden Unternehmen eine verlässlichere Personalplanung sowie ein erleichterter Zugang zu Fachpersonal ermöglicht. Den Frauen selbst werden zudem bessere berufliche Perspektiven sowie die Chance auf einen schnelleren beruflichen Aufstieg geboten. Von herausragender Bedeutung sind dabei auch gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die verstärkte Integration von Frauen in wirtschaftsrelevante Entscheidungsprozesse. Dies wird, so die gemeinsame Überzeugung der InitiatorInnen, sowohl den Wirtschaftsstandort Berlin als auch die Chancengleichheit von Frauen und Männer voran bringen.

Zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern haben der Berliner Senat und die Landesinitiative Chancengleichheit sieben Handlungsfelder benannt, in denen konkrete Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Dies sind:
1) Intensive Zusammenarbeit von Partnerinnen und Partnern in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Wissenschaft:
Es ist eine Chance, hier Erfahrungen und Einflussmöglichkeiten aus den verschiedenen Bereichen nutzen zu können.
2) Bewusstseins- und Kulturwandel in Unternehmen: Chancengleichheit wirkt sich für Unternehmen produktiv aus. Das Wissen darüber soll verbreitet werden, indem vor allem kleine und mittlere Unternehmen informiert und mit Best-Practise-Beispielen bekannt gemacht werden.
3) Förderung der wirtschaftlichen Initiative und der unternehmerischen Aktivitäten von Frauen: Die Potenziale von Frauen sind hier bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Gründerinnen und Unternehmerinnen sollen stärker motiviert und unterstützt werden.
4) Rahmenbedingungen für eine optimale Verbindung von Wirtschaftswachstum und Verbesserung der Chancengleichheit: Das Land Berlin setzt jetzt bereits zum zweiten mal Anreize für gleichstellungsfördernde Aktivitäten in Unternehmen. Zum anderen verbessert es durch die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen, durch Investitionen in Bildung und Ausbildung und durch Wirtschafts- und Infrastrukturförderung die Rahmenbedingungen für Frauenberufstätigkeit sowie für unternehmerische Aktivitäten von Frauen.
5) Spezielle Fördermaßnahmen für Frauen in der Wirtschaft: Diese zielen vor allem auf die Erprobung von Modellprojekten, auf spezifische Beratung und Coaching, auf die Unterstützung von Netzwerken sowie die Förderung von Frauen als Unternehmerinnen.
6) Verstärkte Integration von Frauen in wirtschaftsrelevante Entscheidungspro-zesse: Frauen sind seltener in wirtschaftlichen Führungspositionen vertreten und an wirtschaftsrelevanten Entscheidungen beteiligt. Die Landespolitik wirkt darauf hin, dass die Beteiligung von Frauen in diesem Bereich entscheidend verbessert wird.
7) Ausbau und Qualifizierung einer geschlechterdifferenzierten Datenbasis: Zielgerichtetes Handeln und überzeugendes Argumentieren ist nur auf der Grundlage umfassender und aktueller Daten möglich. Die Datengrundlage zum Beispiel über Frauen als Unternehmerinnen oder geschlechtspezifische Wirkungen von Förderprogrammen soll deshalb verbessert werden. Der dafür erforderliche Aufwand soll so gering wie möglich gehalten werden.

Senator Harald Wolf erklärt dazu: "Unternehmen, die Frauen und Männern gleiche Chancen zur Entfaltung ihres Potenzials bieten, stärken auf diese Weise ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit. Unsere gemeinsame Initiative bringt also nicht nur die Geschlechtergerechtigkeit, sondern auch den Wirtschaftsstandort Berlin voran. Der Senat von Berlin ergreift aber nicht nur im politischen Bereich die Initiative. Er nimmt sich auch selbst in die Pflicht, wo er Beteiligungen des Landes an Unternehmen führt. So ist der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen, für die das Land ein Nominierungsrecht hat, deutlich gestiegen."

Dr. Eric Schweitzer, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Berlin: "Familie und Kinder bilden das Fundament unserer Gesellschaft. Die IHK Berlin setzt sich deshalb im Rahmen der Landesinitiative besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Der betriebswirtschaftliche Nutzen einer familienfreundlichen Personalpolitik ist inzwischen unbestritten, demografisch wird sie zur Notwendigkeit. Entscheidend ist dabei aus unserer Sicht jedoch, dass alle Initiativen zur Chancengleichheit auf dem Prinzip der Freiwilligkeit basieren und nicht mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand für die Unternehmen verbunden sind."

Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin: "Viele bisher eher männertypische Berufe im Handwerk bieten auch für Frauen ein großes Potenzial. Nicht zuletzt die hervorragenden Ergebnisse von Frauen bei den jüngsten Meisterprüfungen zeigen, dass die Frauen im Handwerk auf dem Vormarsch sind. Die Handwerkskammer Berlin steht Interessierten aktiv zur Seite, denn ein erhöhter Anteil von gut qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen ist im Interesse aller Beteiligten. Aus Sicht des Handwerks kommt dabei einer ausreichend flexiblen, den Bedürfnissen der modernen Arbeitswelt angepassten Kinderbetreuung entscheidende Bedeutung zu."

Gerd v. Brandenstein, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V.: "Schon in wenigen Jahren werden wir in unserer Region aufgrund der demografischen Entwicklung einen Fachkräftemangel haben. Gleichzeitig verfügen wir schon heute über eine große Zahl hochqualifizierter Frauen, die sich gar nicht oder nur zeitweise beruflich engagieren. Dieses Potenzial zu verschenken, ist unsinnig. Deswegen müssen wir durch eine familienfreundliche Politik diesen hochqualifizierten Frauen den Weg hin zu einer Karriere in der Wirtschaft erleichtern. Dabei darf es nicht um pauschale Quotenregelungen gehen. Richtig ist vielmehr, dass sich auch für Frauen berufliche Leistung wieder lohnen und mit dem Familienleben vereinbar sein
muss."


Gabriele Heise, Vorsitzende des Landesverbandes deutscher Unternehmerinnen e.V. Berlin-Brandenburg: "Dass Frauen unternehmerisch erfolgreich sein können, beweisen die Mitglieder unseres Verbandes jeden Tag aufs Neue. Leider sind Unternehmerinnen, auch, wenn ihre Zahl in den vergangenen Jahren zugenommen hat, in Berlin und Brandenburg nach wie vor eher die Ausnahme als die Regel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben den aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen, etwa im Steuer- und Arbeitsrecht, die erfolgreiches unternehmerisches Handeln generell eher behindern als fördern ist gerade für Frauen der Weg in die Selbständigkeit häufig steiler und kurvenreicher als für Männer. Ziel unseres Verbandes ist es, mehr Frauen zu motivieren, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen und ein Unternehmen erfolgreich zu gründen oder zu übernehmen. Auch die Landesinitiative verfolgt unter anderem dieses Ziel. Mehr - auch von Frauen geführte - Unternehmen braucht die Region dringend. Die Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Berliner Wirtschaft ist ein Schritt in die richtige Richtung."

Dieter Scholz, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Bezirk Berlin-Brandenburg: "In einer Stadt wie Berlin, in der viele Frauen erwerbstätig sind, ist eine Landesinitiative zur Verbesserung der Bedingungen für Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein dringend notwendiger Schritt, um eine Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft zu befördern. Immer noch arbeiten Frauen häufiger in Teilzeit und Minijobs und verdienen weniger als Männer. Wirkliche Chancengleichheit von Frauen und Männern in der Arbeitswelt wird sich nur herstellen lassen, wenn bei der betrieblichen Organisation von Arbeit Abschied von der Vorstellung des unbegrenzt verfügbaren (männlichen) Beschäftigten genommen wird. Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen müssen sich ändern, z. B. müssen Arbeitszeiten kürzer und planbarer werden."

Margit Haupt-Koopmannn, Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit: "Beschäftigung und Arbeitsmarkt sind immer noch geschlechtsspezifisch gespalten - Frauen in der Dienstleistung, Männer in gewerblichen und technischen Berufen. Frauen häufiger in Tätigkeiten mit geringerer Qualitätsanforderung, Männer häufiger in gehobenen Tätigkeiten und Führungsfunktionen. Eine bessere Durchmischung der Berufe und der Hierarchien zwischen Frauen und Männern wäre generell ein Gewinn und sogar ein Muss."

Anke Domscheit, Landesvorsitzende des European Women´s Management Deve-lopment EWMD Berlin-Brandenburg e.V.: "Die Landesinitiative ist ein effektives Mittel zur Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen und somit zur Verbesserung der Managementkultur in Deutschland. Der EWMD verfolgt als europäisches Netzwerk für Managerinnen das Ziel, die ´Gläsernen Decken´, die aus gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Hindernissen in Unternehmen und Barrieren in den Frauen selbst bestehen, sichtbar und angreifbar zu machen. Bei uns findet ein reger Erfahrungsaustausch zwischen individuellen und Unternehmensmitgliedern wie Accenture, Deutsche Bank und Microsoft statt. Wir fokussieren auf die Stärkung der Führungskompetenzen unserer Mitglieder durch Zugang zu Rollenmodellen auf allen Führungsebenen und Teamcoaching und Weiterbildung. Themen sind unter anderem. Vereinbarkeit von Führung
und Familie, weibliche und männliche Führungsstile sowie Diversity."


(Quelle: Pressemeldung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen vom 22. Dezember 2005)

Weitere Informationen unter www.berlin.de/senwiarbfrau

Public Affairs Beitrag vom 23.12.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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