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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.01.2006

Kampf gegen häusliche Gewalt
Stefanie König

Bei der vorerst letzten Tagung des Runden Tischs zum Berliner Aktionsplan gegen häusliche Gewalt wurde das Arbeitsprogramm für 2006 beschlossen
und um zwei Jahre verlängert



An der Sitzung des Runden Tischs am 20. Januar 2006 nahmen Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Harald Wolf, der Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport und Vorsitzende der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, Thomas Härtel, Staatssekretärin für Soziales, Dr. Petra Leuschner, Polizeipräsident Dieter Glietsch, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Senatsverwaltungen für Inneres, Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz und verschiedener Projekte teil.

Bei dem Zusammentreffen wurde das Arbeitsprogramm für 2006 beschlossen und ein Abschlussbericht verabschiedet. Der ursprünglich nur bis 2006 geplante Aktionsplan zur Bekämpfung häuslicher Gewalt wurde einstimmig bis ins Jahr 2008 verlängert. Der Aktionsplan zur Bekämpfung häuslicher Gewalt war am 5. März 2002 vom Senat für den Zeitraum 2002 bis 2006 beschlossen worden. In dieser Zeit hat sich ein breites Bündnis gegen häusliche Gewalt mit allen beteiligten Institutionen, Verbänden und Projekten etabliert.

Seit Oktober 2005 existiert ein neues Projekt, der sogenannte "Proaktive Ansatz":
Die fünf Berliner Beratungsstellen oder die BIG-HOTLINE rufen nach einem Polizeieinsatz die Opfer häuslicher Gewalt an und bieten ihnen Hilfe an.
Die Polizei fragt das Gewaltopfer beim Einsatz, ob es angerufen werden möchte und leitet dann die Telefonnummer an eine Beratungsstelle weiter. Das Modell ist erfolgreich und beweist die gute Zusammenarbeit von Polizei und Beratungseinrichtungen:
Von Oktober bis Dezember gingen über 120 Faxe von der Polizei ein.

Trotz der guten Bilanz des Aktionsplans gibt es aber noch einiges zu tun:
So soll nicht nur Gewaltopfern sondern zunehmend auch Gewalttätern Beratung angeboten werden. Denn die Arbeit mit Tätern ist notwendig zur Vorbeugung gegen weitere Gewalt. Nötig sind besserer Schutz und bessere Beratung für MigrantInnen.
Um sie zu erreichen, sollen neue Angebote gemeinsam mit den MigrantInnen Gemeinschaften in Berlin entwickelt werden. Außerdem sollen gezielte Maßnahmen zur Intervention und Vorbeugung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen mit Behinderungen in Wohnheimen entwickelt werden. Die genannten Maßnahmen werden in die Fortschreibung des Aktionsplans aufgenommen.

Bürgermeister und Senator Harald Wolf erklärt: "Die Anstrengungen aller Beteiligten bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt können sich sehen lassen. Ihre Arbeit ist Vorbild für viele andere Bundesländer und wird auch international beachtet.
Diese erfolgreiche Kooperation müssen wir nutzen, um in den nächsten zwei Jahren den Schutz von Migrantinnen vor Gewalt zu verbessern und um zur Prävention auch mit den Verursachern der Gewalt, den Männern, wirkungsvoll zu arbeiten."


Die Mitglieder des Runden Tisches erinnerten in der Sitzung auch an den äußerst bedrückenden Mord an Hatün Sürücü, der sich am 7. Februar 2006 zum ersten Mal jährt.

Weitere Informationen zu diesem Thema unter:

www.berlin.de/wirtschaftssenat
www.big-hotline.de

Public Affairs Beitrag vom 20.01.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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