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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.04.2006

WM ohne den Iran
Sarah Ross

Das Jugendforum der Deutsch-Israelische Gesellschaft Leipzig hat eine Petition ins Leben gerufen, die die Fifa dazu auffordert, den Iran von der Fußball-WM 2006 in Deutschland auszuschließen.



Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland ist das Event des Jahres, an dem die Welt ihren Blick auf das Gastgeberland wirft und Millionen von Menschen aus dem Ausland bei uns zu Besuch sein werden.
Das Jugendforum der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft (DIG) Leipzig hat nun das Motto der Fifa-Weltmeisterschaft - Zu Gast bei Freunden - kritisch hinterfragt und sich auch Gedanken über die politische Bedeutung dieser sportlichen Großveranstaltung gemacht. Spätestens, wenn die teilnehmenden Nationalmannschaften in die Stadien einziehen und ihre Nationalhymne singen werden, sollte jedem klar sein, "dass sich gerade bei der Fußballweltmeisterschaft Sport und Politik nicht trennen lassen."

Über die antiisraelischen Äußerungen des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, in denen er in den vergangenen Wochen und Monaten die Tilgung Israels von der Landkarte forderte und den Holocaust leugnete, sind die Mitglieder des Jugendforums der DIG nicht nur zutiefst schockiert und besorgt, sondern sie vertreten auch die Meinung, dass dies von keinem demokratischen Staat hingenommen werden darf. Daher hat das Jugendforum der DIG Leipzig, auch in Anbetracht der deutschen Geschichte, eine Petition ins Leben gerufen, die den Ausschluss der iranischen Fußballnationalmannschaft von der Weltmeisterschaft 2006 fordert. Mit dieser Aktion solle auch verhindert werden, dass die verbalen Solidaritätsbekundungen mit dem Staat Israel nicht zu reinen Lippenbekenntnissen verblassen.

Obwohl man bei genauerem Hinschauen sicherlich einige weitere Staaten, bzw. SportlerInnen, hinsichtlich ihrer politischen Gesinnungen und Tendenzen, von der Teilnahme ausschließen könnte, ist es nun dennoch an der Zeit, in diesem aktuellen Fall ein deutliches Zeichen gegen die iranische Politik zu setzen. Denn schließlich repräsentiert das iranische Nationalteam seinen Staat. Das Jugendforum empfindet es als nahezu unerträglich, dass eine Nationalmannschaft - welcher Nation auch immer - an einem sportlichen Großereignis teilnimmt, deren Regierung faktisch zum Völkermord aufruft.
Und gerade hier können die Ausfälle des iranischen Präsidenten auch nicht mehr als einzelne Entgleisungen angesehen, sondern müssen als ein systematisches Vorgehen und Austesten gewertet werden, in wieweit Hasstiraden auf Israel vom Rest der Welt hingenommen und toleriert werden.

Wer an dieser Stelle der Überzeugung sein sollte, dass die verbalen Angriffe Ahmadinedschads vorrangig ein Problem des israelischen Staates seien, der sollte sich nun die Haltung des Irans gegenüber der Atompolitik in Erinnerung rufen. Auch dieser Aspekt findet in der Petition seine Begründung: "Die verharmlosenden Kommentare iranischer Offizieller zur Atompolitik ihres Landes am Rande des Freundschaftsspiels des FC Bayern München im Teheran am 13. Januar haben gezeigt: Der Iran ist sich der propagandistischen Möglichkeiten wohl bewusst, die sich am Rande von Sportveranstaltungen ergeben. Diese Plattform darf man dem Iran nicht geben."

Den genauen Wortlaut der Petition und die UnterstützerInnenliste, die in den vergangenen Tagen leider nicht von subversiven Spam-Einträgen verschont geblieben ist, finden Sie unter: www.wm-ohne-iran.de.

Bitte beachten Sie auch die Petition des Simon Wiesenthal Centers.


Public Affairs Beitrag vom 20.04.2006 Sarah Ross 

   




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