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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 22.05.2006

Aufruf gegen die Verbreitung antisemitischer Medien
Sarah Ross

Gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung, mit MEMRI und der KIgA ruft das American Jewish Committee dazu auf, die Verbreitung antisemitischer Publikationen und Filme zu stoppen. Mitmachen!



In immer höherem Maße werden in Deutschland antisemitische Druck- und Medienerzeugnisse, die zum Teil im Ausland produziert werden, in der Öffentlichkeit verbreitet. So zuletzt die türkische Fassung des im Iran produzierten
antisemitischen Films Zahras Blaue Augen. Dieser Film, sowie diverse andere Bücher mit antisemitischen Inhalten, wurden auf der diesjährigen "Berlin 5. Kitap Fuari" (5. Berliner Buchmesse) auf dem Gelände der Mevlana-Moschee zum Verkauf angeboten. Daher appellieren das American Jewish Committee, die Heinrich Böll Stiftung, MEMRI und die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) nun an die Zivilgesellschaft, den Verbreitungsstopp antisemitischer Schriften und Filme zu unterstützen, und gleichzeitig verantwortungsbewusst mit volksverhetzenden Medien umzugehen. MEMRI hat bereits während der Buchmesse in Berlin einen Special Dispatch geschrieben, um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Und auch die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus hat die Presse informiert und das Material an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Die Möglichkeiten zur Verbreitung antisemitischer Schriften sind vielfältig: Einer der bekanntesten Vertriebspunkte antisemitischer Druckerzeugnisse ist die jährlich stattfindende Buchmesse "Berlin Kitap Fuari" in Berlin-Kreuzberg. Hier wurde unter anderem auch die türkische Fassung des mehrteiligen iranischen Films "Zahras Blaue Augen" verkauft, obwohl bekannt ist, dass dieser Film antisemitische Hetzpropaganda übelster Art verbreitet. Im Sommer 2005 wurde der Film zudem zur besten Sendezeit von dem populären, türkischen Satellitensender TV5 ausgestrahlt, dessen Programm auch in Deutschland zu sehen ist.

Aber auch auf der renommierten Frankfurter Buchmesse hatten 2004 antisemitische Publikationen in arabischer Sprache auf den Ausstellungstischen für Aufsehen gesorgt. Und auch im September 2005 waren wieder Bücher wie Die Protokolle der Weisen von Zion auf dem iranischen Stand erhältlich. Während die türkischsprachige Zeitung VAKIT in Deutschland aufgrund antisemitischer Inhalte durch das Bundesinnenministerium bereits verboten wurde, können die volksverhetzenden Programme des Propaganda-Senders Al Manar in Deutschland nach wie vor noch empfangen werden.

Obwohl die Verbreitung von Medien, die Antisemitismus, gruppenbezogenen Rassismus und Hass zum Inhalt haben, von deutschen Gesetzen strafrechtlich geahndet werden, greift diese Verfolgung durch die Staatsorgane in einer multiethnischen und multireligiösen Gesellschaft wie der unseren nicht immer. Daher ist die Aufmerksamkeit der Zivilgesellschaft umso wichtiger: "Die Bemühungen der Initiativen gegen Antisemitismus, die eine kontinuierliche Beobachtung von fremdsprachigen Buchmessen und Medien gewährleisten, müssen daher nach Kräften unterstützt werden", so die InitiatorInnen dieses Appells. Die UnterzeichnerInnen verlangen jedoch besonders von den Verlagen, Vertriebsfirmen, Medienunternehmen und Messen in Zukunft mehr Verantwortung und eine erhöhte Sensibilität gegenüber Hasspropaganda, sowie konkrete Maßnahmen gegen die Verbreitung solcher Medien.

Die UnterzeichnerInnen rufen Sie dazu auf, jeder Form von Antisemitismus ebenso entgegenzutreten wie rassistisch oder religiös motivierten Ressentiments und Hass.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.ajc.org, www.böll.de und www.memri.de


Public Affairs Beitrag vom 22.05.2006 Sarah Ross 

   




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