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AVIVA-BERLIN.de im August 2014:

Artikel 475 des marokkanischen Strafgesetzbuches abschaffen - Avaaz ruft zur Unterzeichnung einer Petition gegen Zwangsehen von Opfern mit ihren Vergewaltigern in Marokko auf
AVIVA-Redaktion

Am 10. März 2012 nahm sich die 16-jährige Amina Filali das Leben, nachdem sie vergewaltigt, misshandelt und zur Heirat mit ihrem Vergewaltiger gezwungen worden war -es war für sie der einzige ...



... Ausweg aus einer Falle, in die sie der Täter und das Gesetz gebracht hatten. "Wenn wir jetzt handeln, können wir verhindern, dass sich solch eine unbeschreibliche Tragödie wiederholt."

Mit folgendem Aufruf bittet das weltweite Kampagnen-Netzwerk "Avaaz" um die Unterzeichnung ihrer Online-Petition gegen frauenverachtende Gesetzgebung in Marokko:

"Artikel 475 des marokkanischen Strafgesetzbuches erlaubt es Vergewaltigern, einer Klage und einem langen Gefängnisaufenthalt zu entkommen, indem sie ihr Opfer heiraten, selbst dann, wenn sie noch minderjährig ist. Seit 2006 verspricht die Regierung, diesen Umstand zu ändern und ein Gesetz zu schaffen, das Gewalt gegen Frauen verbietet, doch noch immer hat sich nichts getan.

Hunderte marokkanische Demonstranten gehen auf die Straße und fordern Reformen; jetzt stehen der Premier und weitere Minister, die für Gesetzesvorschläge zuständig sind, unter Zugzwang. Auch die internationalen Medien haben die Geschichte aufgegriffen. Wenn wir den Druck noch erhöhen können wir wahren Fortschritt erreichen. Unterzeichnen Sie die Petition für ein umfassendes Gesetz zum Schutz von Frauen vor Gewalt und die Abschaffung von Artikel 475. Sobald wir 250.000 Unterschriften erreichen überreichen wir die Petition gemeinsam mit Frauengruppen vor Ort direkt an die Entscheidungsträger.
Petition auf avaaz.org

Als Amina brutal vergewaltigt wurde erstattete ihre Familie in ihrer Heimatstadt Anzeige. Doch anstatt den Vergewaltiger strafrechtlich zu verfolgen gab ihm das Gericht die Option, sein Opfer zu heiraten - und Aminas Familie willigte ein.

Angesichts des globalen Aufschreis der Empörung hat die Regierung eine Mitteilung veröffentlicht, die besagt, dass die Beziehung auf gegenseitigem Einverständnis beruhte, doch diese Geschichte ist nicht belegt. Unsere Partner in Marokko sagen, es handele sich um einen typischen Versuch der Regierung, dem Opfer die Schuld zuzuweisen und das Problem weißzuwaschen - während das Gesetz bestehen bleibt. Umso notwendiger ist es jetzt, Artikel 475 beseitigen. Frauenrechtler in Marokko kämpfen schon lange gegen diesen Artikel und es ist an der Zeit, dass das Gesetz diese erbärmliche Tradition klar ablehnt und für den Schutz von Frauen sorgt.

Entrüstete Marokkanerinnen und Marokkaner überfluten die sozialen Netzwerke und Straßen mit Protest. Hunderte Frauen organisierten diese Woche Sit-ins vor dem Gericht von Larache und dem Parlament. Schließen wir uns dem Ruf an - Gesetze sollten Frauenrechte schützen, nicht auf ihnen herumtrampeln!

Immer wieder nutzen wir als Avaaz-Mitglieder unsere kollektive Kraft um uns weltweit zusammenzuschließen und für eine bessere Welt einzutreten - stehen wir heute mit Amina Filali und dem Vermächtnis der Hoffnung, das ihre Geschichte hinterlassen muss."


Zeitungsartikel zum Thema:

Demonstrationen gegen Vergewaltiger-Gesetz, (Der Standard)

Eheschließung mit Vergewaltiger: Marokkanerin begeht nach Zwangsheirat Selbstmord, (Focus)

Selbstmord nach Zwangsehe: Proteste in Marokko, (Frankfurter Neue Presse)

Marokko stellt härteres Vorgehen gegen Vergewaltigungs-Ehen in Aussicht, (Al Jazeera, auf englisch)

Marokko: Aminas Eltern widersprechen offiziellem Bericht, beteuern, Tochter wurde vergewaltigt, (Al Arabiya, auf englisch)

Global Rights-Bericht über Gewalt gegen Frauen in Marokko (auf Englisch)

Weitere Infos unter:

Avaaz.org

Facebook-Gruppe

Amnesty International Zwangsheirat


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Internetportal zur Prävention von Zwangsheirat geht online

"Eure Ehre - unser Leid. Ich kämpfe gegen Zwangsehe und Ehrenmord", von Serap Cileli




(Quelle: Aufruf von Avaaz)

Public Affairs > Diskriminierung erstellt: 22.03.2012

   




 
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