Film ab! Clips gegen Antisemitismus. Methoden für die pädagogische Arbeit
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor
AVIVA-Berlin > Public Affairs > Diskriminierung
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   Juedisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


Berliner Frauenpreis 2016




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Happy New Year 2016




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juli 2016 - Beitrag vom 14.03.2014

Film ab! Clips gegen Antisemitismus. Methoden für die pädagogische Arbeit
Claire Horst

"Du Jude!" – noch immer ist das ein gebräuchliches Schimpfwort (nicht nur) auf Berliner Schulhöfen. Angeregt durch die Anfrage eines Berliner Lehrers, der von dem grassierenden Antisemitismus in..



... seiner Schulklasse überfordert war, hat die Initiative BildungsBausteine gegen Antisemitismus im Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. gemeinsam mit der ver.di Jugendbildungsstätte ein dreijähriges Medienprojekt zu diesem Thema durchgeführt.

Daraus ist eine großartige Methodensammlung entstanden, die LehrerInnen und BildungsarbeiterInnen in ihrer Praxis anwenden können. Grundlage sind acht Filme, die Jugendliche in Seminaren selbst entwickelt und produziert haben.

Drei Jahre lang konnten Jugendliche aus allen Schultypen, aus Jugendclubs und Jugendinitiativen und AbsolventInnen eines Freiwilligen Sozialen Jahres in fünftägigen Seminaren über Antisemitismus und Vorurteile diskutieren, sich mit der Geschichte des Antisemitismus auseinandersetzen und schließlich eigene Filme zum Thema drehen. Auch die begleitenden PädagogInnen wurden im Rahmen der Seminare weitergebildet.

Insgesamt 400 Jugendliche zwischen 13 und 22 Jahren aus mehreren Bundesländern haben teilgenommen und über 40 Filme produziert. Nicht nur das Skript haben die TeilnehmerInnen selbst geschrieben, sondern auch vom Dreh bis zum Schnitt alle Arbeitsschritte selbst durchgeführt. Die Ergebnisse sind beeindruckend professionell und vielseitig, das zeigen die acht in der Sammlung enthaltenen Filme.

So verkauft eine Gruppe in einer Verkaufsshow das Produkt "Tüte Toleranz", eine andere Gruppe besichtigt in einer Zooführung verschiedene Gattungen der Spezies "Antisemit", ein Beweis dafür, dass auch das bitter ernste Thema Antisemitismus persifliert werden kann. Eine andere Gruppe Jugendlicher hat sich auf eine Recherche begeben: Sie haben in Reinickendorf mit NachbarInnen eines vor acht Jahren geschlossenen koscheren Ladens gesprochen. Der Besitzer war von den AnwohnerInnen gemobbt und schließlich vertrieben worden. Ein weiterer Film befasst sich mit der Frage, warum "Jude" als Schimpfwort verwendet wird.

Auf 52 Seiten finden sich Anregungen für die Verwendung im Unterricht: So können Schulen ihr Wissen zu den drei monotheistischen Religionen in Form einer Quizshow testen, können spielerisch Reaktionen auf Diskriminierungen einüben oder nicht-diskriminierende Schimpfwörter entwickeln. Nicht nur die Feindlichkeit gegen Jüdinnen und Juden wird dabei thematisiert, sondern auch allgemein das Thema Intoleranz und weitere Formen von Diskriminierung wie Rassismus und Sexismus.

Neben einer genauen Beschreibung des vorgeschlagenen Ablaufs der jeweiligen Übung finden Lehrkräfte auch Zusatzübungen und Hintergrundinformationen zu historischen oder kulturellen Zusammenhängen. Eine beigefügte DVD enthält neben den Filmen weiteres Zusatzmaterial wie etwa Arbeitsbögen zum Ausdrucken.

Die Handreichung macht Mut, weil sie zeigt, wie produktiv die Auseinandersetzung mit diskriminierendem Verhalten und tradierten Denkmustern sein kann. Die Vielfalt der Filme macht auch deutlich, welches Potential die Jugendlichen mitbringen: Ohne die Freiheit, mit der sie arbeiten konnten, wäre eine derartig vielfältige Bearbeitung des Themas sicher nicht möglich gewesen.

Vielleicht sind die Methoden nicht nur ein erneuter Anlass für Lehrende in Schule und außerschulischer Bildung, sich dieses sensiblen Themas anzunehmen, sondern können auch dazu anregen, selbst kreative Medien im Unterricht anzuwenden.

Das Projekt wurde mit dem "Wirkt-Siegel" von Phineo im Bereich Rechtsextremismus ausgezeichnet.

AVIVA-Tipp: "Film ab" eignet sich als für den Einsatz in der Mittel- und Oberstufe ebenso wie in der außerschulischen Bildungsarbeit. Die Filme können entweder zusammen im Rahmen einer Projektwoche oder einzeln zu bestimmten Themenfeldern verwendet werden.

Mehr Infos unter:

BildungsBausteine gegen Antisemitismus im Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V."
ver.di Jugendbildungsstätte

ver.di Jugendbildungsstätte

Film ab! Clips gegen Antisemitismus. Methoden für die pädagogische Arbeit
ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe e. V. und BildungsBausteine gegen Antisemitismus (Hg.)

Bestellbar ab 2. April 2014 gegen eine Spende von 5-10 Euro unter as-bausteine@bildungsteam.de




Public Affairs > Diskriminierung Beitrag vom 14.03.2014 Claire Horst 

   




   © AVIVA-Berlin 2016  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken