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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.07.2016

Hass ist keine Meinung. Nicht mal im Internet
AVIVA-Redaktion

Unter diesem Motto launcht das #NoHateSpeech Movement seine Webseite mit einem Online-Flashmob gegen Hass im Netz am 22. Juli 2016. So will die Initiative langfristig Strukturen f├╝r aktives Engagement gegen Online-Hetze schaffen.



Hass und Hetze im Netz kennt fast jede/r: Laut der Studie "Ethik im Netz" der Landesanstalt f├╝r Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) wurden 77 Prozent der 14- bis 59-J├Ąhrigen in Deutschland waren bereits mit Hate Speech konfrontiert. Diese reichen von von Beleidungen, bis zu konkreten Bedrohungen. Bei weitem jedoch wird zu wenig dagegen gehalten. Das soll sich ├Ąndern: In der #NoHateSpeech Movement ist ein breites B├╝ndnis von Partner_innen aus Zivilgesellschaft und Politik in Deutschland vereint gegen Hass im Netz. Die Initiative wurde vom Europarat hervorgerufen und wird in Deutschland vom Bundesministerium f├╝r Familie, Senioren, Frauen und Jugend gef├Ârdert. Neue deutsche Medienmacher e.V. sind Koordinator_innen. Das B├╝ndnis will sichtbar machen, dass die Betroffenen nicht allein sind. Denn alle m├╝ssen sich zeigen, anstatt zuzusehen. Das Motto hei├čt: Kontern statt schweigen!

Hetzseiten melden - Hate Speech entgegenwirken

Die nohatespeechmovement.org-Seite stellt zahlreiche Materialien zur Verf├╝gung: Memes, Spr├╝che, Videos, mit Informationen zu allem, was ├╝ber Hate Speech wissenswert ist und mit Ideen, wie sich alle solidarisch zeigen k├Ânnen. Es gibt beispielsweise eine Rubrik, in der Hetzseiten gemeldet werden k├Ânnen - "Men are better than women" oder "National Terrorist Day" k├Ânnen so effektiv angeprangert werden.

Crowdspeaking - die Werbetrommel 4.0

Zum Launch der Webseite no-hate-speech.de verwendet die No Hate Speech Movement in Kooperation mit piqd, der "Programmzeitung f├╝r guten Journalismus" und dem Zusammenschluss Neue Deutsche Medienmacher e.V. erstmals in Deutschland das Promotiontool thunderclap. Beim Crowdspeaking spenden Unterst├╝tzer_innen anstatt Geld ihre soziale Reichweite und senden zu einem vorbestimmten Datum eine Botschaft an ihre Follower und Freund_innen.

Am 22. Juli 2016 werden deren Botschaften automatisch und gleichzeitig in den Sozialen Medien ver├Âffentlicht. So kann ein Online-Flashmob mit enormer Reichweite entstehen.
Dem Nationalen Kampagnen Komitee geh├Âren u.a. an: Die Amadeu Antonio Stiftung, das Bundesjustizministerium, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Weitere Informationen unter:

Zur No Hate Speech Movement: www.nohatespeechmovement.org

Zur Initiative "No Hate Speech Deutschland" auf Facebook: facebook.com

Zur Initiative "No Hate Speech Deutschland" auf Twitter: twitter.com

Der Zusammenschluss Neue Deutsche Medienmacher e.V.: www.neuemedienmacher.de

Die Studie "Ethik im Netz" der Landesanstalt f├╝r Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) kann als PDF heruntergeladen werden unter: fmpublikationen.lfm-nrw.de


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Neue deutsche Medienmacher ver├Âffentlichen Online-Glossar mit Formulierungshilfen f├╝r die Berichterstattung
Zuwanderung oder Einwanderung? Asylant_innen oder Gefl├╝chtete? Muslimisch oder islamisch? Journalistinnen und Journalisten m├╝ssen oft vereinfachen, um komplizierte Sachverhalte kurz und verst├Ąndlich darzustellen. Dennoch m├╝ssen sie darauf achten, die Inhalte korrekt wiederzugeben - manchmal ein schwieriger Spagat. (2015)

"Kein Byte den Nazis." Online-Kampagne Soziale Netzwerke gegen Nazis
20 soziale Netzwerke des Web 2.0 haben sich auf Anregung von Netz-gegen-Nazis zusammengeschlossen, um ihre UserInnen gegen Rechtsextremismus im Internet stark zu machen. Es geht darum, nicht wegzusehen, Position zu beziehen und das Internet nicht zu einem Raum verkommen zu lassen, in dem Pers├Ânlichkeitsrechte und Menschenw├╝rde keinen Wert mehr haben. Mit Linkliste zu weiteren Initiativen (2010)

Initiative Neue deutsche Medienmacher
In der deutschen Medienwelt geh├Âren JournalistInnen mit Migrationshintergrund einer Minderheit an. Die Initiative Neue deutsche Medienmacher will dies unter anderem durch Nachwuchsf├Ârderung ├Ąndern. (2008)




Quelle: Pressemitteilung Neue deutsche Medienmacher e.V. vom 18. Juli 2016

Public Affairs > Diskriminierung Beitrag vom 21.07.2016 AVIVA-Redaktion 

   




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