Juedisches Leben von April bis Juli 2017
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AVIVA-BERLIN.de im April 2017 - Beitrag vom 23.04.2017

Juedisches Leben von April bis Juli 2017
AVIVA-Redaktion

Mazal Tov - Das Jüdische Berlin pulsiert! Auf AVIVA-Berlin informieren wir Sie über die Vielfalt aktueller Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Filme, Debatten, Ausstellungen und Tagungen.



Liebe LeserInnen, an dieser Stelle finden Sie - chronologisch geordnet - ausgewählte Veranstaltungen in Berlin
Ausführlichere Informationen finden Sie auch unter unserer Rubrik Juedisches Leben.

Darüber hinaus erhalten Sie auf den Seiten der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Informationen aus dem Gemeindeleben und die monatliche Gemeindezeitung zum Herunterladen, Beiträge im redaktionellen Teil, Veranstaltungen der Gemeinde und auch die anderer VeranstalterInnen sowie Termine jüdischer Feiertage unter: www.jg-berlin.org

  • 07. Oktober 2016 bis 30. April 2017
    Ausstellung: "Berlin lebt auf!" Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909-2004)
    Sie war die Chronistin des Berliner Nachkrieges und des Berliner Theaterlebens. Als Bildjournalistin der Berliner Zeitung, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift trug "Berlin lebt auf!", prägten Eva Kemleins Bilder von Überlebenden — sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt in Berlin überstanden — das Gedächtnis der Nachkriegszeit.
    Als Tochter jüdischer Eltern wurde Eva Kemlein 1909 in Berlin-Charlottenburg geboren. Dort ist sie aufgewachsen, zur Schule gegangen, dort hat sie geheiratet, und dort ist sie am 8. August 2004 gestorben. Ihre tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt sollte stets ihre künstlerischen und journalistischen Fotoarbeiten bestimmen. Den Weg dorthin fand Kemlein über das Fach der wissenschaftlich-medizinischen Fotografie im Rahmen ihrer Ausbildung zur Medizinisch Technischen Assistentin (1927-1929).
    1950 dokumentierte sie das Berliner Stadtschloss vor seiner Sprengung. Fast 60 Jahre lang, bis kurz vor ihrem Tod im August 2004, fotografierte Eva Kemlein das Theaterleben in Berlin.
    Unerreicht sind ihre Portraitaufnahmen von Ernst Busch, von Heiner Müller sowie Helene Weigel als Mutter Courage in Bertolt Brechts Berliner Ensemble. Immer Grenzgängerin zwischen den Welten, fotografierte sie an den Bühnen Ost-Berlins und kehrte jeden Abend zurück in ihre Wohnung in West-Berlin.
    So ist die Ausstellung, in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin, wo sich ihr gesamter künstlerischer Nachlass befindet, auch die Schau eines außergewöhnlichen Lebens zwischen Ost und West.
    Im Mai 1945 wurde ihr erstes Foto in der Berliner Zeitung gedruckt, an deren Renaissance sie beteiligt war. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie bereits mit Werner Stein in der Künstlerkolonie Wilmersdorf.
    Veranstaltungsort: Centrum Judaicum
    Oranienburger Straße 28-30
    10117 Berlin
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
    Gedenktafel zu Ehren Eva Kemleins wird am 25. August 2014 eingeweiht
    www.centrumjudaicum.de

  • 31. März bis 2. Juli 2017
    Ausstellung: Cherchez la Femme. Perücke, Burka, Ordenstracht
    Schlagzeilen und Bademode, Kopftücher und Demonstrationen, Modeschauen und Papstaudienzen: wie viel Religiosität säkulare Gesellschaften vertragen, zeigt eine aktuelle Intervention. In den 1950/60er Jahren trugen Stilikonen wie Grace Kelly das Kopftuch als modisches Accessoire. Heute bedecken Frauen vor allem in religiösen Zusammenhängen ihre Haare. Diese Traditionen reichen zurück bis in die Antike, als Status und Mode bestimmten, welche Frauen sich verhüllten. Noch immer gilt das Haar vielen Kulturen als zu intim, um es öffentlich zu zeigen. Heute finden Frauen in Judentum und Islam neue Wege, um ihre religiösen Traditionen mit einem modernen Lebensstil zu verbinden. Konflikte in männlich geprägten Gesellschaften bleiben nicht aus, die Grenzen des Akzeptablen sind stets neu zu verhandeln.
    Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
    Veranstaltungsort: Libeskind-Bau EG, Eric F. Ross Galerie
    Lindenstraße 9-14
    10969 Berlin
    Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
    www.jmberlin.de/cherchez-la-femme

  • 01. April bis 20. Mai 2017
    Ausstellung: Sing While You´re Burning. Restless Painting from Israel
    Die Ausstellung zeigt Malereien von Shai Azoulay, Guy Ben Ari, Boyan, Ofir Dor, Bar Dvir, Liat Erdberg, Moshe Gershon, Elad Larom, Marik Lechner, Rona Perlman, Rotem Rozenboim und Netally Schlosser.
    Die Bilder eint, dass sie eine gewisse Rastlosigkeit ausdrücken, die sich aus Erfahrungen der Künstler_innen mit dem unbestimmten Ort von Malerei innerhalb der israelischen Kultur speisen. Dabei verbinden sich persönliche und historische Themen in den Werken zu nachdenklichen Reflexionen.
    Kuratiert wird die Ausstellung von Ofir Dor.
    CIRCLE1 ist eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Nachwuchskünstler_innen in die Berliner Kunstszene zu integrieren und einen interkulturellen sowie multidisziplinären Dialog zu fördern. Mit diesem Ziel wurde CIRCLE1 im Jahr 2013 in Berlin gegründet.
    Veranstaltungsort: Circle1 Gallery
    Mittenwalder Straße 47
    10691 Berlin
    Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 12 – 18 Uhr.
    Mehr Infos unter:
    circle1berlin.com

  • Sonntag, 30. April 2017, 14:15 Uhr bis 20:00 Uhr
    "Jüdische Identität in den Medien?" - 4. Schwerpunkttag Medien des Jüdischen Zentrums für Medienkompetenz
    Gibt es so etwas wie eine jüdische Identität in den Medien und wenn ja, wie äußert sie sich? "Zwei Juden - drei Meinungen", heißt es immer wieder. Doch gibt es auch öffentliche Diskussionen, bei denen jüdische Organisationen und Einzelpersonen mit einer Stimme sprechen? Welches Selbstbild bringen sie dabei zum Ausdruck?
    Von welchem Standpunkt aus können sie sich in das gesamtgesellschaftliche Geschehen einmischen? Bei welchen Themen müssen sie es sogar? Und welche Rolle spielt die Medienethik?
    Diese Fragen und mehr - im vierten Schwerpunkttag Medien des Jüdischen Zentrums für Medienkompetenz an der Europäischen Janusz Korczak Akademie.
    Einlass ab 14:15 Uhr
    15:00 Uhr: Begrüßung
    15:15 Uhr: "Medienethik: Die Rolle der Medien bei Sozialisierung und Identitätsstiftung" Prof. Dr. Dr. Michel Friedman im Gespräch mit Dr. Oren Osterer.
    16:30 Uhr: "Jüdisch, pluralistisch, unabhängig? Perspektiven junger jüdischer medialer Intervention" Marina Chernivsky und Dr. Lea Wohl von Haselberg im Gespräch mit Fabian Wolff
    17:30 Uhr: Kaffeepause
    18:00 Uhr: "Jüdische Stimmen in den Medien: Beispiele, Erfahrungen und Strategien" Podiumsdiskussion mit Peter Finkelgruen, Dr. Sergey Lagodinsky, Richard C. Schneider und Marina Weisband, Moderation: Oren Osterer
    Der Eintritt ist kostenfrei.
    Die TeilnehmerInnenzahl ist begrenzt.
    Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail oder telefonisch bis zum 21. April 2017 verpflichtend.
    Einlass nur mit gültigem Lichtbildausweis.
    Johannisstraße 5
    10117 Berlin
    Mehr Infos unter: www.ejka.org
    Telefon: (089) 37 94 66 40, Email: anmeldung@ejka.org

  • Donnerstag, 4. Mai 2017, 19 Uhr
    Vortrag mit Fotopräsentation
    Israelis in Deutschland: Ideologische Debatten und Identitäten im Wandel

    Seit 1990 wandern immer mehr Israelis nach Deutschland ein. Im israelischen Diskurs wird ihre Auswanderung überwiegend negativ, im deutschen hingegen positiv gesehen. Wie beeinflussen politische und ideologische Debatten die Identitäten jüdischer Israelis nach der Migration? Wie gestaltet sich ihre Interaktion mit der deutschen Mehrheitsbevölkerung, der jüdischen Gemeinschaft und den anderen Israelis in Deutschland? Und welche Rolle spielt die Erinnerung an die Shoa für ihre Sicht auf die Bundesrepublik?
    Dani Kranz und Katja Harbi von der Bergischen Universität Wuppertal stellen ihre Studie zu israelischen Juden und Jüdinnen im gegenwärtigen Deutschland vor und ordnen die aktuelle Einwanderung in die historische Perspektive ein. Dazu präsentieren sie Fotos, die während der Studie entstanden sind. Es moderiert Alina Gromova (Jüdisches Museum Berlin).
    BesucherInnenanmeldung telefonisch per e-Mail
    Eintritt: frei
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin
    Saal, W. Michael Blumenthal Akademie
    Lindenstraße 9-14
    10969 Berlin
    Telefon: 030-25993 488, Email: reservierung@jmberlin.de
    www.jmberlin.de

  • Dienstag, 9. Mai 2017, 19 Uhr
    Artist Talk und Diskussion in englischer Sprache | Begleitprogramm zur Ausstellung "Cherchez la femme"
    Das Kleid der Ehebrecherin – Frauen und Sexualität im Judentum

    Im Gegensatz zu anderen Religionen beginnen jüdische Frauen erst mit der Heirat ihre Haare zu bedecken. Früher war diese Praxis weit verbreitet und noch heute dient sie als sichtbares Zeichen jüdischer Identität. Andi LaVine Arnovitz setzt sich künstlerisch mit der Rolle der Frau im religiösen Judentum auseinander. Mit dem "Kleid der Ehebrecherin" thematisiert sie das traditionelle Eherecht, welches Frauen stark benachteiligt. Gemeinsam mit Amy K. Milligan, Professorin für Jewish Studies und Women´s Studies an der Old Dominion University in Norfolk, Virginia, spricht die Künstlerin über Frauen und Sexualität im Judentum.
    BesucherInnenanmeldung telefonisch oder per e-Mail
    Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin
    Altbau, Auditorium
    Lindenstraße 9-14
    10969 Berlin
    Telefon: 030-25993 488, Email: reservierung@jmberlin.de
    www.jmberlin.de

  • Sonntag, 14. Mai 2017, Beginn: 18.00 Uhr
    Jüdische Desintegration! Das Jubiläum
    Zum einjährigen Jubiläum des Kongresses "Desintegration", der im Mai 2016 heutigen jüdischen Identitäten auf den Grund ging, werden die Filmdokumentation von Moritz Richard Schmidt und ein ausführlicher Kongresskatalog (Kerber Verlag) vorgestellt. Anschließend Diskussion mit Max Czollek und Sasha Marianna Salzmann, den Initiator*innen des Kongresses, sowie Moritz Richard Schmidt und Hannah Lühmann ("DIE WELT"). FUCK YOU, MOLDOVA, eine Performance von und mit Marina Frenk und Konzert "The real Baba Dunyah".
    Eintritt: 10 Euro
    Veranstaltungsort: Studio Я
    Hinter dem Gießhaus 2
    10117 Berlin
    Mehr Infos unter: www.gorki.de

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