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AVIVA-BERLIN.de im September 2010:

Exhibitions, Art Events, TV-Tipps und Performances - von Frauen in Berlin im September, Oktober und November 2010 - Teil 2
AVIVA-Redaktion

Ein Sommer voll Frauen, Kunst und Kultur! Hier finden Sie einen Überblick über Ausstellungen und Shows von etablierten und neuen weiblichen Künstlern in Berlin – jenseits des Main- und Malestreams.



"ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! EXPEDITIONEN IN ÄSTHETIK & NACHHALTIGKEIT"
3. September – 10. Oktober 2010

Am 2. September 2010 eröffnet in den Uferhallen in Berlin-Wedding ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! EXPEDITIONEN IN ÄSTHETIK & NACHHALTIGKEIT, ein Projekt von Adrienne Goehler (Kuratorin) und Jaana Prüss (Projektleitung). Projektträger ist die Stiftung Forum der Kulturen zu Fragen der Zeit.
ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN! will dazu ermutigen, die kulturelle und ästhetische Dimension der Nachhaltigkeit ins Sinnenbewusstsein zu rücken, um so der zu beobachtenden Vernutzung des Begriffs entgegen zu wirken. Die Ausstellung mit über 37 Positionen aus Kunst, Design, Architektur und technischen Erfindungen will dafür sensibilisieren, dass Nachhaltigkeit, die sich als gestaltend versteht, nicht ohne die Künste und Wissenschaften auskommt, von ihnen ist das Denken in Übergängen, Provisorien, Modellen und Projekten zu lernen.
Die EXPEDITIONEN IN ÄSTHETIK & NACHHALTIGKEIT zeigen künstlerische Praktiken, die zur Erhaltung des Planeten beitragen und Einfluss auf bewusstes Konsumverhalten nehmen wollen. Die Ausstellung wird begleitet von Workshops mit Kindern und Jugendlichen, Panels mit VertreterInnen aus Kunst, Wissenschaft, Stiftungen, Wirtschaft und NGO´s, sowie einem ausgewiesenen Filmprogramm in Kooperation mit dem arsenal - Institut für Film- und Videokunst und dem Filmprogramm Klima.Kultur.Wandel, veranstaltet vom Goethe-Institut.
Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, bestehend aus einem Katalog, einem Lesebuch, einem Kindermalbuch und Bauanleitungen.
Veranstaltungsort: Uferhallen Berlin – Wedding
Uferstraße 8-11
13357 Berlin
Weitere Informationen finden Sie unter: www.uferhallen.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: "Verflüssigungen. Wege und Umwege vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft" von Adrienne Goehler

The Midpoint - "I Was Raised Mexican" by Sayda Trujillo (New York) and "Say Your Proud" (excerpts of a solo show) by Katinka Kraft (Berlin). Gastperformance bei English Theatre Berlin
03. September 2010, 20:00 Uhr

Draw a map of a cultural midpoint. Does it fall into international waters or the dry desert border between two countries? The Midpoint is collaboration between Guatemalan-American performer, Sayda Trujillo and German-American Spoken Word artist, Katinka Kraft. Two solo performances where stereotype meets identity, Guatemala meets Los Angeles, Berlin meets Seattle, silence meets noise, language meets translation, and national identity meets shame.
"I Was Raised Mexican" investigates the experience of acquired identity. A Guatemalan teenager finds herself identified by her community as Mexican. Visually, it is a peeling of layers, each offering a possible answer to What is Mexican? "I Was Raised Mexican" pays close attention to what the immigrant carries with him/her and what this translates to in their adopted new home/country.
"Say Your Proud" is an autobiographical account of growing up German/American, as the child of a hippie from Philadelphia (USA) and a German political science teacher from the 68´ Student Movement. A young girl choreographed her dreams of becoming a pop star in the USA in the backyard of her Berlin home, only to find herself swallowing the words "I am German" on her first day in a US middle school. As an adult Katinka finds her cultural midpoint in international waters, between rage and confusion, history and shame, trying to make sense of two national identities that she is not per say proud of.
Veranstaltungsort: English Theatre Berlin
Studio
F40
Fidicinstraße 40
10965 Berlin-Kreuzberg
www.etberlin.de
Tickets: 5 Euro
Reservierungstelefon: , Email: tickets@etberlin.de
Weitere Infos finden Sie unter: www.katinkakraft.com

Neues Kino aus Chile
03. September bis 23. September 2010

Chile wartet seit geraumer Zeit mit einer für das kleine Land erstaunlich großen Zahl an hochinteressanten Filmproduktionen auf. Das Kino Arsenal zeigt eine Auswahl aktueller Spiel- und Dokumentarfilme einer jungen Generation von FilmemacherInnen, die einen Überblick über das chilenische Kino der letzten Jahre gibt. Die meisten Filme sind erstmalig in Berlin zu sehen - mit Gästen.
Veranstaltungsort: Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
www.arsenal-berlin.de
Eintrittspreise: Gäste: 6,50 Euro, Studierende/Auszubildende: 5 Euro, Mitglieder: 4,50 Euro, Kinder: 3 Euro, Berlin-Pass: 3 Euro
Telefon: , Fax: 030-26955-111, Email: mail@arsenal-berlin.de

FACE/project von Tina Berning und Michelangelo di Battista
04. September - 30. Oktober 2010

In der Ausstellung werden über 30 Arbeiten gezeigt, darunter größtenteils Unikate. Tina Berning und Michelangelo Di Battista verwischen in ihrer Zusammenarbeit die Grenzen zwischen Modefotografie, Zeichnung und Malerei. Die Manipulationsmöglichkeiten des Computers ignorierend, verbinden sie ihre Arbeitsfelder Fotografie und Zeichnung anachronistisch auf analoge Weise.
Tina Berning ergänzt mit ihren Anwendungen, Kommentaren und Zeichnungen Michelangelo Di Battistas Frauenportraits, die wie eine Bestandsaufnahme und Untersuchung von weiblicher Schönheit in der Gegenwart wirken. Unter den portraitierten Frauen finden sich Models wie Claudia Schiffer, Amber Valetta oder Julia Stegner. Die Zeichnungen greifen in die Fotografien ein und lassen die Abbildungen zu komplexen Abzügen des Wesens werden.
Auf den Bildern erlangen die Frauen eine herausfordernde zugleich sublime Ausstrahlung. Sie lösen sich aus den medialen Abbildungen, um sich jedoch genau durch diese neu zu konstituieren, um kraftvoll und sinnierend, sensibel und wunderschön, erwachsen und selbstbestimmt zu sein.
Das Projekt wird unterstützt von VOGUE ITALIA und Estée Lauder.
Veranstaltungsort: Galerie CAMERA WORK
Kantstraße 149
10623 Berlin
Fon: 030 31 00 773
Öffnungszeiten: Di – Sa 11.00 – 18.00 Uhr
Weitere Infos finden Sie unter:
www.camerawork.de
www.tinaberning.de
www.jozopr.com

"Fest der Künste" Im Rahmen des Atelier- und Galerienrundgangs "Art Kreuzberg" in Riehmers Hofgarten
04. September – 5. September 2010, 14 - 21 Uhr

Das historische Bauwerk Riehmers Hofgarten, das ein verborgener Ort von Kunst und Kultur ist, und zu Berlins 100 bedeutendsten Bauwerken gehört, präsentiert sein kreatives Potential nun durch zeitgenössische Kunst. Hier werden verschiedene künstlerische Disziplinen von regionalen und internationalen KünstlerInnen unter einem Dach ausgestellt. KünstlerInnen aus dem Kiez präsentieren in einer Gruppenausstellung die Vielfältigkeit des urbanen Kreuzbergs. Weitere bildende KünstlerInnen stellen ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten des Riehmer Hofgartens aus, während der Innenhof durch Pantomime, Tanz, Schauspiel, Musical und Artistik in Szene gesetzt wird.
Veranstaltungsort: Fine Art Riehmers Hofgarten
Haupteingang Yorckstraße 84 oder Galerieneingang Großbeerenstraße 56
10965 Berlin
grossbeeerenstrasse.blogspot.com
Weitere Informationen finden Sie unter: www.fest-der-kuenste.de

"Nachbarn: Israel/Palästina"
07. September bis 31. Oktober 2010
Vernissage: Sonntag, 5. September, um 12 Uhr.
Sprechen werden Reviva Regev, Kuratorin der Ausstellung und Doreet LeVitte Harten, Kunsthistorikerin.
An der Ausstellung beteiligte KünstlerInnen werden anwesend sein.

Die Ausstellung untersucht das Thema "Identität und Raum" am Beispiel der nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung in Israel/Palästina. Das Heimatland beider Bevölkerungsgruppen ist mit verschiedenen, oftmals gegensätzlichen Darstellungen von Geschichte, mit ideologischen Sehnsüchten und nationalen Ambitionen belastet. "Nachbarn: Israel/Palästina" gibt einen kleinen Überblick ausgehend von den 1970er Jahren bis heute über künstlerische Arbeiten von jüdischen und palästinensischen Israeli, die sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzen.
Veranstaltungsort: Galerie im Körnerpark
Schierker Straße 8
12051 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10-18 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter: kultur-neukoelln.de/galerie-im-koernerpark
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: zu Doreet LeVitte Harten Die Neuen Hebräer - 100 Jahre Kunst in Israel und zu Micha Ullman, einem der ausstellenden KünstlerInnen: Protest gegen die Ausrichtung der Mercedes Fashion Week auf dem Berliner Bebelplatz und dem Denkmal Bibliothek

Yoko Ono: Das Gift
10. September bis 13. November 2010

Die Ausstellung zeigt neue Versionen wegweisender Arbeiten wie Shadow Film, Smile Film, Helmets and Centipedes. Mit zwei Arbeiten, die erstmals gezeigt werden, lädt Yoko Ono das Berliner Publikum ein, interaktiv Teil des schöpferischen Prozesses der Ausstellung zu werden.
1933 in Tokio, Japan geboren, zählt Yoko Ono zu den einflussreichsten Konzeptkünstlerinnen unserer Zeit. Sie war eng verbunden mit der Fluxus-Bewegung und ist bekannt als Künstlerin und Aktivistin.
In 2009 wurde Yoko Ono auf der Kunst-Biennale in Venedig mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. 2008 hatte sie große Überblicksausstellungen in der Kunsthalle Bielefeld und im BALTIC Centre for Contemporary Art. 2007 zeigte die Künstlerin eine Einzelausstellung in der Kunsthalle Bremen. Sie nahm an verschiedenen internationalen Ausstellungen und Biennalen teil, wie z.B. der Liverpool Biennale, der Moskau Biennale, der Biennale von Sydney und der Biennale in Bukarest.
Veranstaltungsort: Haunch of Venison Berlin
Heidestraße 46
10557 Berlin
Tel. 030 39 74 39 63
www.haunchofvenison.com
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:
Yoko Ono Talking

Dokumentarfilm: Estoy contigo – Ich bin mit dir
Freitag, 10. September 2010, 19 Uhr

Eine Chilenin besucht nach 20 Jahren ihre Familie in Chile. Dieser Besuch bedeutet für die Beteiligten eine Konfrontation mit der Vergangenheit und mit der Gegenwart. Inés trifft Lucio, den Vater ihrer Tochter wieder. Die gemeinsame Tochter musste sie alleine aufziehen. Denn Lucio ist und war verheiratet, und für die konservativ katholische Familie von Inés bedeutete dieses ehebrecherische Verhältnis eine Schande. Es kommt die Erinnerung an den sexuellen Missbrauch, der ihr und auch der jüngeren Schwester angetan worden war, und letztendlich das Geständnis vor der Familie: Inés liebt jetzt Frauen.
(Preview, 60 min, Regie und Kamera: Andrés Fuentes Cannobbio, Deutsch/Spanisch mit UT). Nach der Vorführung stehen die Protagonistin und der Autor des Films für Gespräche zur Verfügung.
Veranstaltungsort: Interkulturelles Frauenzentrum S.U.S.I.
Linienstr. 138
10115 Berlin
(Nähe U-6 Oranienburger Tor)
Eintritt frei
Weitere Infos finden Sie unter: www.susi-frauen-zentrum.com

Anna Oppermann
11. September bis 30. Oktober 2010

Gezeigt wird Anna Oppermanns (1940 - 1993) Ensemble "Künstler sein (Zeichnen nach der Natur, zum Beispiel Lindenblütenblätter), 1969-1985", welches auf der documenta 6 in 1977 gezeigt wurde. Oppermanns "Ensembles", ihre über Jahre entwickelten, streng methodischen und raumgreifenden Bildinstallationen sind exemplarisch und doch einzigartig für die Kunst der 1970er Jahre. Sie wiesen schon früh auf aktuelle künstlerische Praktiken hin, die Prozess-, Konzept-, Bild- und Raumkunst verbinden sowie auf die Teilnahme der BetrachterInnen setzen.
Veranstaltungsort: Galerie Barbara Thumm
Markgrafenstraße 68
10969 Berlin
www.bthumm.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 18 Uhr

beRUF Künstlerin – ein Paradigmenwechsel, Doppelausstellung Berlin – Bonn 2010
12. September 2010 bis 29. Oktober 2010
Vernissage: Samstag, 11. September 2010, 17:00 Uhr

Künstlerinnen in ihrer Rolle als Seismographinnen einer Gesellschaft sind Wegbereiterinnen gesellschaftlichen Wandels. In der heutigen Welt der Ratlosigkeit und der verstörenden Erfahrung vom Umbruch vertrauter Gewissheiten werden sie zu Protagonistinnen für eine Existenz zwischen Kreativität und Existenzangst. Sie, die in keiner Erwerbslosenstatistik auftauchen und oft am Rande des Existenzminimums leben, sind gefordert ihr Verhältnis zu ihrem Beruf als Überlebensstrategie neu zu entwerfen.
Die Doppelausstellung Berlin - Bonn präsentiert 13 künstlerische Positionen, in die internationale wie bikulturelle Hintergründe als auch der Dialog mit DDR-Sozialisationen eingebunden sind. Beteiligte Künstlerinnen: ALICE BAHRA, DORIS HINZEN-RÖHRIG, ANNA S. von HOLLEBEN, JINRAN KIM, LIZ MIELDS-KRATOCHWIL, VERENA KYSELKA, MONIKA ORTMANN, RAHA RASTIFARD & MEHRAN TIZKAR, CORINNA ROSTECK, SABINE SCHNEIDER, HILDEGARD SKOWASCH, SOOKI.
Konzept, Kuratierung, Künstlerische Leitung Berlin: Uta Koch-Götze, M.A. - galerie futura. Künstlerische Leitung Bonn: Marianne Pitzen - Frauenmuseum Bonn. Veranstaltungsort: galerie futura
Wiesbadener Str. 83
12161 Berlin-Friedenau
www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de

Anne Lindner: "Beinfreiheit"
11. September bis 29. Oktober 2010
Vernissage: Samstag, 11. September 2010, 19 Uhr

Ausstellung und kommunikative Plattform: Die Künstlerin kommuniziert Fragen zum Thema Körperhaar im Rahmen des Mail-Art Projekts "Beinfreiheit". Auf Postkarten können eigene Gedanken, Assoziationen sowie Fragen zum Thema formuliert werden.
Dies ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen.
Veranstaltungsort: Frauenzentrum EWA e.V.
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin
www.ewa-frauenzentrum.de

Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?
Fritzi Massary und die Männer
15., 17., 18., 27., 28. September 2010, Beginn: 20 Uhr
Uraufführung: Freitag, 27. August 2010, 20 Uhr

Die "wilden Zwanziger" in Berlin: Schnürkorsetts sind passé. Nackttanzrevuen und Varietés machen der verstaubten Operette Konkurrenz. Die regierende Königin der Operette in Berlin war die Sängerin Fritzi Massary: kess, gewagt - und unnachahmlich elegant. Wenn Fritzi Massary eine Schlüpfrigkeit auf der Bühne aussprach, dann war es bei ihr eine höchst raffinierte, spöttische Frivolität. Sie servierte das Ordinäre als Delikatesse und drapierte die Erzgemeinheit mit der leichten Feinheit eines zweideutigen "Trallala". Zusammen mit ihrem Mann, dem genialen Schauspieler Max Pallenberg, waren sie in ihrer Zeit das unumstrittene Herrscherpaar der Berliner Theaterszene. Dabei war die Männer betörende Massary – gespielt von Agnes Hilpert – im Privatleben eher die betrogene Ehefrau. Über 20 bekannte Massary-Lieder lassen den Geist der "Königin der Zweideutigkeit" wieder auferstehen.
Veranstaltungsort: Kleines Theater
Südwestkorso 64
12161 Berlin
Telefon 030 – 821 20 21
Weitere Infos finden Sie unter: www.kleines-theater.de
www.berlin-buehnen.de

Ausstellungsbesuch mit Führung: Verzaubert in Nord-Ost
Mittwoch, 15. September 2010, 16:00 Uhr

Die Geschichte der Lesben, Schwulen und Trans* in Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee hautnah erfahren. Besuch der Ausstellung mit einer Exklusiv-Führung von Christiane Seefeld, Aktivistin der Ostberliner Kunst- und Kulturszene.
Dies ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen.
Eintritt frei. Anmeldung bis 13.08. erforderlich.
Treffpunkt: Frauenzentrum EWA e.V.
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin
www.ewa-frauenzentrum.de

Ich bin weder Mann noch Frau – ich bin ich
Donnerstag, 16. September 2010, 19:00 Uhr

Blanche Kommerell stellt die Malerin Marianne von Werefkin vor. Im August jährte sich der Geburtstag Marianne von Werefkins zum hundertfünfzigsten Male. Anlass genug, sich an diese Vordenkerin des Expressionismus zu erinnern. Sie begann als begabte Schülerin des russischen Malers Ilja Repin, gehörte zum Kreis der Maler des "Blauen Reiters" und beendete ihr Leben 1938 in Askona.
Veranstaltungsort: BEGINE - Treffpunkt für Kultur und Frauen e.V.
Potsdamer Str. 139
10783 Berlin
www.begine.de

Nach Moskau! Nach Moskau! - Ein Schauspiel nach Anton Tschechows "Drei Schwestern"
Donnerstag, 16. September 2010, Samstag, 18. September 2010 und Freitag, 24. September 2010, jeweils 19:30 Uhr

"Drei Schwestern" zeigt die bürgerliche Welt um 1900 in ihrer Erstarrung. Noch sind die Verhältnisse stabil, das Land und die Privilegien oligarchisch aufgeteilt. Aber ein Gefühl der Nutzlosigkeit hat sich breitgemacht. Die Schwestern wollen arbeiten und an der Zukunft teilnehmen, aber es fehlt an Praxis. Ihre Sehnsüchte gehen in die Ferne: "Nach Moskau, nach Moskau".
Veranstaltungsort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Großes Haus
Linienstraße 227
10178 Berlin
www.volksbuehne-berlin.de
Informationstelefon: 030-24 065 5, Email: info@volksbuehne-berlin.de
Billettkassen: 030-24 065 777 (tgl. 12-18 Uhr), Email: ticket@volksbuehne-berlin.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin Drei Schwestern. Eine Inszenierung von Amina Gusner

Themenabend: Das kurze Leben der Frida Kahlo
Donnerstag, 16. September 2010, 20 Uhr

Frida Kahlo (1907-1954) ist bis heute eine der bedeutendsten Künstlerinnen Mexikos. Thema des Abends ist das kurze Leben aber nachhaltige Wirken dieser großen Identifikationsfigur der lateinamerikanischen Kunst.
Dies ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen.
Veranstaltungsort: Frauenzentrum EWA e.V.
Prenzlauer Allee 6
10405 Berlin
www.ewa-frauenzentrum.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:"Die Farben meiner Seele. Die Lebensgeschichte der Frida Kahlo" von Maren Gottschalk
"Frida Kahlo - Das private Adressbuch" von Christine Fischer-Defoy
Frida-Kahlo-Museum in Mexiko-Stadt bittet um Hilfe zur Rettung und Erhaltung der Sammlung

Gespräch mit Karin Baal und Filmvorführung
Sonntag, 19. September 2010, ab 17 Uhr

Selten kam eine unbekannte fünfzehnjährige Schülerin ohne Schauspiel-Ambitionen so schnell und so dauerhaft zu Ruhm wie Karin Baal. Mehr aus Zufall als Partnerin für Horst Buchholz in Georg Tresslers Film "Die Halbstarken" (D 1956) ausgewählt, blieb sie für Jahre die Inkarnation des frechen, selbstbewussten und respektlosen Mädchens. Nachdem sie 1980 in Rainer Werner Fassbinders "Lili Marleen" die Rolle der Widerstandskämpferin Anna Lederer verkörperte, wurde sie von den RegisseurInnen des Jungen Deutschen Films wiederentdeckt. Selbst kleinen Nebenrollen, wie etwa in den Filmen von Reinhard Hauff oder Thomas Brasch, gab sie Kontur und Charakter. Eintritt frei
Um 19 Uhr wird im Kino Arsenal im 2. UG der Film "Im Kreise meiner Lieben" (D 1991, Regie: Hermine Huntgeburth) gezeigt. Mit Karin Baal, Barbara Auer, Ruth Hellberg, Burghart Klaußner, Edgar Selge. In Hermine Huntgeburths Drei-Generationen-Film verkörpert Karin Baal die mittlere Generation. Großmutter, Mutter und Enkelin pflegen ein sehr spezielles Verhältnis zum anderen Geschlecht.
Eintritt 6,50 Euro Gäste / 4,50 Euro Mitglieder.
Veranstaltungsort: Filmhaus am Potsdamer Platz
Veranstaltungsraum der Deutschen Kinemathek, 4. OG
Potsdamer Platz 2
10785 Berlin

Ausstellung: Herta Müller. Der kalte Schmuck des Lebens
17. September bis 21. November 2010

Zum ersten Mal wird der rumäniendeutschen Schriftstellerin und Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller eine Ausstellung gewidmet. Gezeigt werden bisher unveröffentlichte Dokumente und Fotografien aus dem Familienbesitz Herta Müllers, in Filmausschnitten sieht man u.a. das historische und das heutige Banat. WeggefährtInnen wie die AutorInnen der "Aktionsgruppe Banat" kommen zu Wort. Auszüge aus Securitate-Akten berichten von einem rigorosen und menschenfeindlichen politischen System. Originalmanuskripte, ein Arbeitsbuch zu "Atemschaukel" und andere literarische Zeugnisse sind zu sehen.
Herta Müllers Collagen, die seit Ende der 80er Jahre entstanden sind, werden im Original präsentiert.
Die Ausstellung folgt den Spuren der Autorin: angefangen bei ihrer Kindheit im schwäbischen Banat bis hin zur Verleihung des Literaturnobelpreises in Stockholm im Winter 2009.
Ausstellungsbegleitend findet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm statt, das bereits am 16. September 2010 mit einer Lesung von Herta Müller, moderiert von Ernest Wichner, im Berliner Ensemble beginnt. Zur Finissage am 17. November 2010 präsentieren Sanda Weigl & Band zusammen mit Herta Müller die legendäre rumänische Sängerin Maria Tãnase (1913–1963).
Veranstaltungsort: Literaturhaus Berlin
Fasanenstraße 23
10719 Berlin
www.literaturhaus-berlin.de
www.literaturhaus.net
Ausstellungsbegrüßung: Freitag, 17. September 2010, 18 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, Feiertag 11 bis 19 Uhr / Donnerstag: 11 bis 21 Uhr
Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro (inklusive Audioguide)

Frühe Interventionen: SUFFRAGETTEN - EXTREMISTINNEN DER SICHTBARKEIT
23. - 27. September 2010

Anfang des 20. Jahrhunderts eroberte die Bewegung für das Frauenwahlrecht, die Suffragettenbewegung, auch das Kino. Auf den Straßen der großen Städte Europas und Amerikas war eine Kraft spürbar geworden, die Ängste provozierte und nicht mehr zähmbar schien: Da organisierten sich doch tatsächlich Frauen, noch dazu oft die wohlbehüteten des Bürgertums, und reklamierten ihr Recht der Mitwirkung am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft! 1913 saßen schon mehr als 1.000 Suffragetten wegen ihrer politischen Aktionen im Gefängnis.
Die Film- und Vortragsreihe "Frühe Interventionen" präsentiert vom 23. bis 27. September 2010 im Berliner Zeughaus Kino 77 Filme zwischen einer Minute und einer Stunde über, für und gegen die Suffragetten, frühe Fundstücke und Dokumente zu weiblicher Arbeit und Klassenverhältnissen, zu Geschlechter-Inszenierungen, Hysterie und androgynem Ungehorsam, zu frühen Stars und Komikerinnen, zu aufmüpfigen Backfischen, rebellischen Dienstmädchen und athletischen Artistinnen. Einführungen und Vorträge vertiefen das Spektakel der wild gewordenen streikenden Frauen im öffentlichen Raum, die Erscheinung der undisziplinierten Massen, gehen den Parallelen zwischen Frauen- und Arbeiterbewegung nach, beleuchten Frauen-Alltag und Sexismus nach 1900, stellen die Bildproduktion der Suffragetten-Gegner vor oder thematisieren Kampagnen der frühen radikalen Frauenbewegung und die unterschiedlichen Aspekte weiblicher Selbstverteidigung.
Kuratorinnen: Madeleine Bernstorff, Mariann Lewinsky
Veranstaltungsort: Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin
www.dhm.de
Weitere Informationen und das ausführliche Programm finden Sie unter: www.dhm.de

Die Chinesin
Donnerstag, 23. September 2010 (Premiere), Samstag, 25. September 2010 und Donnerstag, 30. September 2010, jeweils 19:30 Uhr

"Du lügst" entgegnet eine Figur Godards einer anderen, die gerade gesagt hat: "Ich sehe..." - "Sag, was du wirklich siehst", fordert sie. Ein Jahr vor den Unruhen von ´68 stellt Godard in "Die Chinesin" seinem gewohnten Außenseiterpersonal - Kriminelle, Intellektuelle, Prostituierte, brutal hohle Archetypen der Moderne - ein Kunst-Polit-Kollektiv entgegen, das sich Mao auf seine Fahnen geschrieben hat. Aufbruchsfrohe idealistische StudentInnen revolutionieren ihr Leben, durchpflügen politische Ideologien und erforschen ihre Beziehungen. Irgendwann steht die böse Frage im Raum, ob der Diskurs des Marxismus-Leninismus für die Gruppe nicht dasselbe sei wie das Blöken der Schafe für die Kinder eines ägyptischen Sprach-Experiments: zufällig die einzigen Laute, die sie jemals gehört hatten. Die Gruppe zerfällt in die Erzählungen Einzelner, bald tauchen die Figuren wieder ein in den Alltag und die Härte der Großstadt. An diesem Punkt verknüpft sich "Die Chinesin" mit anderen Werken Godards.
Veranstaltungsort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Großes Haus
Linienstraße 227
10178 Berlin
www.volksbuehne-berlin.de
Informationstelefon: 030-24 065 5, Email: info@volksbuehne-berlin.de
Billettkassen: 030-24 065 777 (tgl. 12-18 Uhr), Email: ticket@volksbuehne-berlin.de

Real-Time-Nomads
25. September bis 20. November 2010
Eröffnung: Freitag, 24. September 2010 um 19 Uhr

Die Künstlerin Maja Weyermann zeigt im Rahmen des 04. Europäischen Monats der Fotografie Berlin im Kunstraum uqbar und an verschiedenen Orten in Berlin ihre aktuelle Arbeit Real-Time-Nomads. Das interdisziplinäre Projekt vereint eine Ausstellung mit Fotoprints, einen "Citywalk" mit Sound-Collagen und Videoarbeiten. Die Geschäftsräume von EinzelhändlerInnen unterschiedlicher Herkunft dienen der Künstlerin Maja Weyermann als Stationen einer aufregenden Reise. Im Verlauf dieser Tour findet eine Reflexion der zunehmenden Vermischung von fiktiven, virtuellen und realen Räumen statt. Basierend auf Gesprächen mit den LadenbesitzerInnen hat Weyermann Räume aus deren Kindheit in 3-D simuliert. Auf diese Weise entstehen virtuelle Orte in denen sich die Erinnerungen der ErzählerInnen und die Vorstellungen der Künstlerin überlagern.
Veranstaltungsort: uqbar
Schwedenstr. 16
13357 Berlin
www.real-time-nomads.com
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 14 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung
Weitere Infos zum 04. Europäischen Monats der Fotografie Berlin unter:
www.mdf-berlin.de

Margarita Tsomou - "Nackte Agitation: Eine Nummernfolge" und Tim Stüttgen - Post/Porn/Politics
Samstag, 25. September, 21:00 Uhr

Margarita Tsomou und Tim Stüttgen präsentieren ihre jüngsten Arbeiten in Performance und Theorie zu Pornografie und Sex-Arbeit. In "Nackte Agitation: Eine Nummernfolge" reflektiert Tsomou feminine Körperpraktiken als Gleichungen zwischen Arbeit und Konsum, Blickregime, Pro-Sex-Feminismus und der Normalisierung des Obszönen. Tim Stüttgens Buch Post/Porn/Politics verhandelt queer-feministische Positionen zu Pornografie. Der Herausgeber stellt Beispiele von Diskursen und performativen Praktiken um Sex und Politik seit 1968 vor.
Veranstaltungsort: Roter Salon an der Volksbühne
Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin
www.roter-salon-berlin.de
Telefon: 030-240 65 806
Weitere Infos finden Sie unter:
www.volksbuehne-berlin.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Kate Nash und mehr in der aktuellen Missy

Moving Politics – Cinemas from India
26. September bis 29. September

Mit dem Titel "Family Ties/Familienbande" rücken im dritten Teil der Film- und Gesprächsreihe die vielseitigen Beziehungen zwischen den realen Verwandtschaftsverbänden und ihren fiktiven Counterparts in den Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit Deutsche Guggenheim Berlin anlässlich der Ausstellung "Being Singular Plural: Moving Images from India".
Veranstaltungsort: Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
www.arsenal-berlin.de
Eintrittspreise: Gäste: 6,50 Euro, Studierende/Auszubildende: 5 Euro, Mitglieder: 4,50 Euro, Kinder: 3 Euro, Berlin-Pass: 3 Euro
Telefon: 030-26955-100, Fax: 030-26955-111, Email: mail@arsenal-berlin.de

Hitlerine von Anne Tismer
Montag, 27. September 2010, 20:00 Uhr

Hitlerine ist eine radikalmilitante, eitle Egoistin, ausgestattet mit einem beinahe postmodernen Bewusstsein, verkörpert von Aktionskünstlerin Anne Tismer. Irgendwo in Afrika steckt sie fest in einer parallelen Geschichte, in der Adolf nicht vorkommt, aber anderes Schlimmes schon, etwa die Völkermorde zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf dem schwarzen Kontinent. Ihre AnhängerInnen sind die kakka-produzierende Ameise Angelika, der sexy Schwarzafrikaner Marcel, das Bonobo Felix - verkörpert durch Puppen und Mitspieler. Ziel der Gruppe ist es, die Zeit anzuhalten, 1913, als Deutschland noch im Besitz seiner überseeischen Kolonien ist. Gemeinsam will man die Wüstenanholzung Farmville aufbauen und aus den gigantischen Kakka-Fäden der Ameise eine unerschöpfliche Düngerressource erschließen. Aber wie ist es zu schaffen auf derart karrierefeindlichem und entwicklungsunwilligem Terrain?
Veranstaltungsort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Großes Haus
Linienstraße 227
10178 Berlin
www.volksbuehne-berlin.de
Informationstelefon: 030-24 065 5, Fax: 030-24 065 642, Email: info@volksbuehne-berlin.de
Billettkassen: 030-24 065 777 (tgl. 12-18 Uhr), Fax: 030-24 065 631, Email: ticket@volksbuehne-berlin.de
Weitere Infos finden Sie unter: www.annetismer.de
Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Nachmittag und Mein langsames Leben von Angela Schanelec

"Mein Traum, meine Liebe, meine Hoffnung"
Dienstag, 28. September 2010, 18:00 Uhr

In Martina Flucks Film "Mein Traum, meine Liebe, meine Hoffnung" von 1992/93 führt die in Deutschland geborene Eva Siao als damals 80jährige durch die wichtigsten Stationen ihres bewegten Lebens. 1911 als Tochter eines jüdischen Arztes in Breslau zur Welt gekommen, begegnete Eva Sandberg 1934 in der Sowjetunion ihrer großen Liebe, dem chinesischen Schriftsteller Emi Siao und folgte ihm nach China. Eva Siao arbeitete als Fotografin, drehte Filme und hatte Erfolg. Während der Kulturrevolution wurden Eva und Emi Siao wegen Spionageverdachts verhaftet. Aus der Sicht einer neugierigen, lebenshungrigen Fotografin wird das revolutionäre China des 20. Jahrhunderts mit all seiner Schönheit und Exotik aber auch mit seinen Umbrüchen und Gefahren gezeigt.
Die Filmemacherin wird anwesend sein.
Eintritt: 5,00,- Euro, ermäßigt 4,50,- Euro
Veranstaltungsort: Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77
10435 Berlin
www.lichtblick-kino.org
Weitere Informationen finden Sie unter: www.yucca-filmproduktion.de

Gob Squad´s Kitchen (You´ve Never Had it So Good) - Gob Squad´s interaktives Live-Film-Event
Mittwoch, 29. September 2010, 20:00 Uhr

"If tomorrow I find somebody who is pretty much like me and I put her here to sing, she can be Nico while I go and do something else."(Nico)
Gob Squad geht zurück zum Anfang. 1963 richtete Andy Warhol eine 16mm-Filmkamera auf seinen Freund, während dieser schlief. Der daraus entstandene 8-Stunden-Film "Sleep" war der erste in einer Reihe von Filmen, die Alltagsaktivitäten auf Zelluloid bannten: "Eat", "Drink", "Kiss", "Couch" etc. Andy Warhols Filme, in denen "Superstars" ganz normale Dinge tun, sind die Inspiration für Gob Squads neues interaktives Live-Film-Event Gob Squad´s Kitchen, einer Zeitreise durch Video, Performance, Tanz und Soziokultur - hinein in die New Yorker Kunst- und Underground-Szene der 60er Jahre.
Das Projekt nimmt Warhols Film "Kitchen" zum Ausgangspunkt. Der erste Tonfilm von Andy Warhol spielt im Jahr 1965 und zeigt Menschen, die in einer Küche abhängen, viel mehr passiert nicht. Worüber haben die Leute 1965 geredet? Wie haben sie getanzt? Gab es schon Feminismus? Oder waren wir kurz davor? Gob Squad versucht jeden Abend aufs Neue, "Kitchen", "Sleep" und andere frühe Warhol-Filme zu rekonstruieren.
Eine Gob Squad-Produktion, koproduziert von der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, dem donaufestival Niederösterreich, Nottingham Playhouse und Fierce!
Veranstaltungsort: Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz
Großes Haus
Linienstraße 227
10178 Berlin
www.volksbuehne-berlin.de
Informationstelefon: 030-24 065 5, Fax: 030-24 065 642, Email: info@volksbuehne-berlin.de
Billettkassen: 030-24 065 777 (tgl. 12-18 Uhr), Fax: 030-24 065 631, Email: ticket@volksbuehne-berlin.de
Weitere Infos finden Sie unter: www.gobsquad.com
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Factory Girl - ab 6. August 2008 im Kino

Pong Hoch Fünf - Ein Eiertanz in acht Bildern nach der Erzählung "Pong" von Sibylle Lewitscharoff
30. September (Premiere) bis 03. Oktober 2010, 20:00 Uhr

Warum einem Verrückten die Welt gefällt wie sie ist und manchmal nicht. Pong - Fool on the Hill, Heiliger Franz K. und Denkakrobat – versteht sich darauf, die Geheimnisse der Welt zu ergründen. Bedürftige werden beglückt, die Dummheit vertrieben, Tiere befreit. Im Phantasiegestöber seiner Kopfgeburten trotzt Pong Heikelräumen, dem Zwing-Ei und schwarzseidener Melancholie. Sein Universum entsteht jeden Tag neu und seine Mitmenschen bringt er dazu, aus ihrem "gehabten Leben auszuwandern, drei Schritte neben dem gewohnten Pfad zu gehen."
Regie: Martha Hölters-Freier. Produktion: Theater Zentrifuge, eine der ältesten Freien Theatergruppen Berlins, gegründet 1969 von jungen SchauspielerInnen und PantomimInnen als "Arts Laboratorium", das mit offenen Spielformen, Straßen- und Mitspieltheater experimentiert.
Gastspiel Theater Zentrifuge.
Veranstaltungsort: Theater Thikwa
Große Bühne
F40
Fidicinstraße 40
10965 Berlin-Kreuzberg
www.thikwa.de
14 Euro / 8 Euro ermäßigt / 3-Euro-Kulturticket / Gruppenrabatt
Reservierungstelefon: 030-69 50 50 922, Email: tickets@thikwa.de
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Sibylle Lewitscharoff erhält Berliner Literaturpreis 2010, Sibylle Lewitscharoff - Apostoloff

Claire Denis - Retrospektive
01. Oktober bis 31. Oktober 2010

Das Kino Arsenal präsentiert das Gesamtwerk (Spiel-, Dokumentar- und kurze Filme) von Claire Denis, die voraussichtlich am Eröffnungswochenende (1. Oktober bis 3. Oktober) zu Gast sein wird. Die französische Filmemacherin zieht mit ihren eigensinnigen Arbeiten eine ganz autonome Spur durch das zeitgenössische Kino. Doch nur wenige ihrer Filme kommen in die deutschen Kinos.
Claire Denis wurde 1948 in Paris geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie bis zu ihrem 14. Lebensjahr in Französisch-Westafrika. Nach ihrem Abitur arbeitete sie als Trainee in einer Firma, die Lehrfilme produziert. Sie studierte am Institut des Hautes-Etudes Cinématographique in Paris Film. Nach ihrem Abschluss 1972 war sie für das Theater und für den Film tätig, u.a. als Regieassistentin bei Costas Gavras, Wim Wenders, Jim Jarmusch und Jacques Rivette.
Ernsthaft und ohne Larmoyanz erfassen ihre Filme die emotionalen und sozialen Effekte von Rassismus und Kolonialismus. Ihre Filme sind "eine komplexe Untersuchung von ambivalenten, bisweilen undechiffrierbaren postkolonialen Identitäten." (Claire Denis).
Veranstaltungsort: Kino Arsenal
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin
www.arsenal-berlin.de
Eintrittspreise: Gäste: 6,50 Euro, Studierende/Auszubildende: 5 Euro, Mitglieder: 4,50 Euro, Kinder: 3 Euro, Berlin-Pass: 3 Euro
Telefon: 030-26955-100, Fax: 030-26955-111, Email: mail@arsenal-berlin.de
Weitere Infos finden Sie unter:
www.deutsches-filminstitut.de, www.imdb.com
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35 Rum

05. Oktober bis 22. November 2010
Emma Trosse, verheiratete Külz - Lehrerin, Leiterin, Autorin
Eröffnung: Montag, 04. Oktober 2010, 19 Uhr

Emma (Külz-)Trosse (1863-1949) - Pädagogin und autodidaktische Medizinautorin - ist weltweit die erste Frau, die eine eigenständige Abhandlung zu weiblicher Homosexualität vorgelegt hat. Ihr Buch mit dem Titel "Ein Weib? Psychologisch-biographische Studie über eine Konträrsexuelle" erschien im Jahr 1897 im Leipziger Verlag von Max Spohr. Das Schwule Museum würdigt die Vorreiterin der homosexuellen-emanzipatorischen Publizistik mit einer biographischen Ausstellung im Kabinett.
Sie hat zu diesem Thema zeitlich vor Johanna Elberskirchen und Theo Anna Sprüngli (aka Anna Rüling) publiziert, die sich beide im Jahr 1904 outeten. Eine erste Publikation von Trosse über das gesellschaftliche Phänomen der gleichgeschlechtlichen Liebe, "Der Konträrsexualismus in Bezug auf Ehe und Frauenfrage", war bereits 1895 bei Spohr erschienen - dort noch vor den Schriften des bekannten Berliner Sexualforschers Magnus Hirschfeld (1868-1935).
Emma Trosse versteht Konträrsexualität als angeborene Veranlagung, daher als "natürlich" und historisch schon immer existent. Auf dieser Grundlage spricht sie sich für eine Entpathologisierung und gegen Kriminalisierung von Männern durch den Paragraphen 175 RStGB aus. Äußerst früh und scharf prangert sie darüber hinaus Formen gesellschaftlicher Diskriminierung von homosexuellen Frauen und Männern an. Innovativ sind auch Emma Trosses Überlegungen zu Menschen "ohne Sinnlichkeit", worunter wohl Personen ohne sexuelle und erotische Interessen zu verstehen sind. Als einen solchen Menschen versteht Emma Trosse sich selbst. Ihre Schriften über Konträrsexualität und "freie Liebe" werden in verschiedenen Ländern verboten.
Veranstaltungsort: Schwules Museum
Mehringdamm 61
10961 Berlin (1. Hof, EG, Kabinett)
Weitere Infos: www.schwulesmuseum.de

Weil Morgen Gestern War
14. Oktober bis 16. Oktober 2010, 20:00 Uhr und 28.Oktober bis 30.Oktober 2010, 20:00 Uhr

Alt sein ist die Zukunft. Die Angst vorm Älterwerden wächst wie die Zahl der Alten. Auf ein allgegenwärtiges und sich doch ständig entziehendes Thema wird ein persönlicher Blick geworfen. Eine theatrale Bestandsaufnahme fügt sich zusammen aus erzählten Erinnerungen, Gedankenspielen und Momentaufnahmen.
Auf der Bühne sind Dominik Bender (50), Maria Gräfe (58) und Hannelore Wüst (80). Der Text besteht aus Interviewausschnitten mit Berliner älteren Damen zwischen 68 und 78 und sehr viel jüngeren FreundInnen vom Theater Thikwa, die jeweils ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge darlegen. Dazu kommen Auszüge aus drei sehr unterschiedlichen Werken: der literarische Ansatz von Friederike Mayröcker, die in Und ich schüttelte einen Liebling ihre letzten Jahre mit Ernst Jandl und die Zeit allein nach seinem Tod beschreibt, der dokumentarische Ansatz von Claudia Wolff, die in Letzte Szenen mit den Eltern mit schonungsloser Klarheit schildert, wie schwer es sein kann, diese Szenen auszuhalten und der philosophische Ansatz von Jean Améry, der in Über das Altern. Revolte und Resignation die theoretische Analyse des Phänomens vor allem in seiner Wechselwirkung zwischen Subjekt und Gesellschaft ausbreitet.
Gastspiel Theater zum westlichen Stadthirschen.
Veranstaltungsort: Theater Thikwa
Studio
F40
Fidicinstraße 40
10965 Berlin-Kreuzberg
www.thikwa.de
Tickets: 14 Euro / ermäßigt 8 Euro / 3-Euro-Ticket
Reservierungstelefon: 030-69 50 50 922, Email: tickets@thikwa.de
Weitere Infos finden Sie unter: www.stadthirsch.de
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Friederike Mayröcker mit Peter-Huchel-Preis 2010 ausgezeichnet

4. Europäischer Monats der Fotografie - Modernes Leben, Neue Bilder"
15. Oktober bis 28. November 2010
Eröffnung am 14. Oktober 2010 um 19 Uhr in der Berlinischen Galerie

6 Wochen lang präsentiert sich Berlin im Herbst als Fotometropole und zeigt in Berlin und Potsdam 150 Ausstellungen mit 500 internationalen FotografInnen und mehr als 10.000 Motiven. Die Berliner Ausgabe des Europäischen Monats der Fotografie (MdF) nimmt in ihrem vierten Jahr die Neuigkeiten aus der Welt der visuellen Medien zum Anlass, nach der Rolle der Fotografie bei der Modernisierung unserer Lebenswelten zu fragen.
Der Fotomonat bietet der internationalen Fotoszene und dem Publikum eine Plattform für Gespräche im Rahmen von Ausstellungen, Veranstaltungen, Symposien und Workshops.
Im Fokus aller Ausstellungen befinden sich fotografische Positionen aus internationaler Perspektive, die großstädtische Lebensweisen aus drei Jahrhunderten einfangen und neue Blickwinkel auf die Stadt und die Moderne ermöglichen.
Auf vier Feldern thematisiert der 4. MdF Berlin: Urbanisierung und Street Photography, Modefotografie, Fotografie in den Wissenschaften, Neue Bildwelten / neue Techniken in der modernen und in der zeitgenössischen Fotografie.
Weitere Infos: www.mdf-berlin.de

Susanne Kriemann - Gewinnerin des GASAG Kunstpreises 2010 stellt in der Berlinischen Galerie aus
30. Oktober 2010 - 31.Januar 2011
Eröffnung: Freitag, 29. Oktober 2010, 19 Uhr

Die 1972 geborene Susanne Kriemann erhält den erstmals in Kooperation mit der Berlinischen Galerie vergebenen GASAG Kunstpreis. Mit dem neu ausgerichteten Preis wird alle zwei Jahre eine künstlerische Position an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technik geehrt. Susanne Kriemann überzeugte die Jury aufgrund ihrer rechercheintensiven Arbeitsweise und der Komplexität ihrer Darstellungsformen. Seit Jahren erkundet Kriemann in ihren komplex eingerichteten Installationen den Einfluss von Dokumentation und Archivierung auf unsere Wahrnehmung der Realität. Für die Ausstellung in der Berlinischen Galerie entwickelt sie eine eigene Arbeit, für die sie das Material ihres jüngsten Werks "Ashes and broken brickwork of a logical theory" arrangiert. Fremde und eigene Fotos von archäologischen Grabungsstätten ergänzen sich zu einer Recherche nach dem Zusammenhang zwischen Archäologie und Moderne.
Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
www.berlinischegalerie.de
Weitere Infos zu Susanne Kriemann finden Sie unter: www.susannekriemann.info

Nan Goldin - Berlin Work. Fotografien 1984 bis 2009
20. November 2010 – 28. März 2011
Eröffnung: 19. November 2010, 19 Uhr
Künstleringespräch mit Nan Goldin: 20. November, 15 Uhr

Nan Goldins Fotografien sind Bilder ihres Lebens. Sie zeigen in unerschöpflicher Fülle die "Familie" Goldins – ihre FreundInnen und LiebhaberInnen. Seit sie mit 14 Jahren ihr Elternhaus verließ, lebte sie in einer Subkulturszene von Drag Queens, Transvestiten und Homosexuellen zuerst in Boston und ab 1978 in New York. 1991 kam sie durch ein DAAD-Stipendium nach Berlin und blieb hier mit kurzen Unterbrechungen bis 1994. Seither ist sie immer wieder zurückgekehrt. Die Ausstellung gibt mit 80 teils noch nie gezeigten Fotografien einen umfassenden Überblick der in Berlin entstandenen Arbeiten. Thematisch und chronologisch präsentiert gewähren KünstlerInnen- und Selbstporträts, Interieurs und Stillleben einen Einblick in die Person und das Umfeld der Künstlerin. Vier Bildtableaus, die so genannten "grids", leisten als narrative Sequenzen einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Goldins Berlin-Bild und zeigen die Stadt in ihrer Bedeutung als Ort künstlerischer Kreation und Transition.
Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin
www.berlinischegalerie.de
Lesen Sie auch unsere Rezension zu "Female Trouble", den Katalog zur gleichnamigen Ausstellung mit provozierenden Fotografien von Künstlerinnen wie Grete Stern, Ellen Auerbach, Cindy Sherman und Nan Goldin



Veranstaltungen > Exhibitions erstellt: 28.03.2010



 
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