Nominierungen für den Felix-Rexhausen Journalistinnenpreis - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft Gründerinnenzentrale
Aviva-Berlin > Women + Work
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.01.2008

Nominierungen für den Felix-Rexhausen Journalistinnenpreis
Anna Tremper

Die Jury nominiert Nail Al Saidi, Ted Anspach und Roland Kirbach für den Medienpreis des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen - Kerstin Kilanowski erhält Sonderpreis



Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises hat drei Einsendungen für den Medienpreis nominiert: Nail Al Saidi mit seinen Radio-Beiträgen: "DASDING der Woche: Lesbisch und schwul" aufgefallen. Gesendet wurde der Beitrag im Jugendprogramm "DASDING" des Südwestrundfunks in der Zeit vom 27.11. bis 01.12.2006. Mögen eigentlich alle Lesben Fußball und warum werden alle Schwulen Friseur? "DASDING der Woche" ist eine Beitragsreihe im SWR-Jugendprogramm, in der junge RadiomacherInnen junge RadiohörerInnen zu Wort kommen lassen - und genau das hebt, laut Jury, die kurzen Beiträge von Nail Al Saidi von der Masse der medialen Berichterstattung über Coming-out & Co ab: unverstellt, authentisch, dabei informativ und zielgruppengerecht. Und dann bleibt auch noch das eine oder andere Klischee auf der Strecke.

Ted Anspach ist mit seiner Fernseh-Dokumentation "Homosexualität - Genetisch bedingt?" im Rennen um den Preis dabei. Gesendet wurde sein Beitrag am 13.02.2007 auf arte. Ist Homosexualität vererbt oder erworben? Diese Frage scheint längst überholt, sie lässt sich nicht beantworten und hilft Homosexuellen in der Gestaltung ihres Lebens auch gar nicht weiter. Dass uns diese Fragestellung trotzdem beschäftigen muss, macht Ted Anspachs sehr differenzierte Dokumentation auf eindringliche Weise deutlich. Der Journalist portraitiert ein Lesbenpaar mit einer lesbischen Tochter, berichtet von schwulen Pinguinen, verliert dabei aber niemals die politische Brisanz des Themas aus dem Blick. Und darum geht es ihm. Seit dem 19. Jahrhundert wurde die medizinische Forschung immer wieder dazu missbraucht, um Homosexuelle auszugrenzen oder gar zu töten, wie etwa im Dritten Reich. Dass ein solches Denken auch heute noch nicht aus der Welt ist, zeigt Ted Anspach mit kenntnisreichem Blick auf die USA.

Roland Kirbach hat es mit seinem Dossier "Schwulsein heute - ganz normal?" in der Wochenzeitung "Die ZEIT" vom 21.06.2007 geschafft. "Die Zeit der Klammheimlichkeiten, der Selbstverleugnung scheint vorüber, ebenso wie die bewegte Kampfzeit, die darauf folgte", schreibt Roland Kirbach in seinem bemerkenswerten Dossier. Homosexuelle haben Erfolg in Kultur und Politik. Sie prägen ganze Branchen und Stadtviertel. Aber die gesellschaftliche Realität in der Bundesrepublik ist komplizierter - und bisweilen hochproblematisch, wie Kirbach bei seinen ausführlichen Recherchen von der Schule bis zum Sportplatz, vom Kiez bis zur Theaterbühne feststellen musste. Kirbach vermeidet jeglichen boulevardesken Alarmismus und ist nachdrücklich um Differenzierung bemüht. Und doch ist sein ausgezeichneter Beitrag eine eindringliche Warnung vor falscher Selbstsicherheit.

Welcher der drei Beiträge den Preis erhält, wird bei der offiziellen Preisverleihung in Köln bekannt gegeben. Bereits jetzt steht die Trägerin des Sonderpreises fest: Kerstin Kilanowski wird ausgezeichnet für ihr dreistündiges Radio-Feature "Tanz auf der Grenze - Was ist Mann, was ist Frau?" , das am 30.06.2007 auf WDR3 gesendet wurde.
Weitere Informationen zu Kerstin Kilanowski finden Sie unter: www.k-kilanowski.de

Der lesbisch-schwule Medienpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Die Preisverleihung findet am 26. Januar 2008 anlässlich der Bundesversammlung des BLSJ in Köln statt.

Felix Rexhausen, der Namenspatron des Preises, wurde 1932 in Köln geboren und starb 1992 in Hamburg. Er war Mitbegründer der deutschen Sektion von amnesty international und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.felix-rexhausen-preis.de

Women + Work Beitrag vom 11.01.2008 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken