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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.09.2011

AVIVA-Berlin trauert um Wangari Maathai
Julia Rohrbeck

Die kenianische Umweltschützerin und Frauenrechtlerin Wangari Maathai ist am 25. September 2011 gestorben. Die als "Mutter der Bäume" bekannte Biologin und Veterinärmedizinerin erlag im Alter...



... von 71 Jahren einer Krebserkrankung.

Maathai wurde im Oktober 2004 für ihre Arbeit mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Im selben Jahr erhielt sie außerdem den internationalen Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung für ihre tragende Rolle in der afrikanischen Politik, für ihr Engagement für die grüne Bewegung Afrikas und für ihr Lebenswerk. Ihre Botschaft beeindruckt: Umweltschutz ist Friedenspolitik.

Bisher wurden zehn Frauen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Sie beschlossen, sich für ihre Ideale einzusetzen, ohne sich mit Angst, Gewalt und Brutalität zu identifizieren. Mit bewundernswertem Engagement traten sie für friedliche Konfliktlösungen und Menschenrechte ein.

Jetzt wurde eine weitere Frau zur Preisträgerin: Die Wahl Wangari Maathais zeigt, wie wichtig der Umweltschutz gerade in einer globalisierten Welt ist. Umweltschutz ist keine Luxuspolitik nur für wohlhabende Länder, sondern existenziell für diese Welt.

Sie ist die Gründerin der Organisation "Green Belt Movement", einer langjährigen Partnerorganisation der Heinrich Böll Stiftung. Schon früh hat sie erkannt, dass der Erhalt der Umwelt auch Voraussetzung für die Bekämpfung der Armut ist. Die kenianische Vizeumweltministerin Maathai kann als erste afrikanische Grüne in Regierungsverantwortung die Umweltpolitik in Afrika
vorantreiben.

Die Wahl Maathais war auch ein ermutigendes Zeichen für alle Frauen inAfrika. Ihre Organisation "Green Belt Movement" entspringt der kenianischen Frauenbewegung. Maathai selbst war die erste Frau in Ost-und Zentralafrika, die einen Doktorgrad erhielt.

Im April 2004 erschien im Piper-Verlag das Buch "Frauen leben für den Frieden". Angelika U. Reutter und Anne Rüffer haben in diesem Band die Lebenswege von den bewundernswerten Frauen nachgezeichnet, die sich auf ihre ganz persönliche Art gegen Gewalt stark machten und dafür mit dem Friedensnobelpreis belohnt wurden:

1905: Bertha von Suttner
1931: Jane Addams
1946: Emily Greene Balch
1977: Betty Williams und Mairead Corrigan
1979: Mutter Teresa
1982: Alva Myrdal
1991: Aung San Suu Kyi
1992: Rigoberta Menchú Tum
1997: Jody Williams
2003: Schirin Ebadi
2004: Wangari Maathai

Angelika U. Reutter und Anne Rüffer
Frauen leben für den Frieden

Die Friedensnobelpreisträgerinnen von Bertha von Suttner bis Schirin Ebadi
ISBN/EAN: 3-492-24209-X
Auflage: Erw. Ausgabe von "Frauen mit Idealen"
Piper Verlag, erschienen: April 2004
Seitenzahl: 355, Illustrationen: 15 Abbildungen
9,90 Euro

Weitere Informationen finden Sie unter:

Journalistin Britta Erlemann schrieb im "Watch-Salon": Friedensnobelpreisträgerin Maathai gestorben

The Green Belt Movement

Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Peace Women - Frauen mit dem Friedensnobelpreis

Women + Work Beitrag vom 26.09.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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