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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 06.06.2008

Studie zur Umsetzung von Teilzeitberufsausbildung junger Mütter
AVIVA-Redaktion

Bildung ist Armutsprävention, deshalb muss eine Berufsausbildung auch jungen Eltern ermöglicht werden. Der Bildungsdienstleister LIFE e.V. hat im Auftrag des Senats Handlungsempfehlungen für...



... Berlin entwickelt.

Junge Mütter wollen lernen

Die Studie hat die Situation junger Mütter unter 25 Jahren speziell im Bereich der beruflichen Bildung untersucht. Dabei wurde deutlich: Das weit verbreitete Bild von der alleinerziehenden Teenager-Mutter, die höchstens über einen Hauptschulabschluss verfügt, ist überholungsbedürftig. Von den rund 24.750 jungen Müttern leben die meisten in einer Partnerschaft und haben gute Schulabschlüsse. Allerdings sind darunter auch knapp 4.000 junge Mütter ohne Schulabschluss.
Ein knappes Drittel (29 %) der jungen Frauen hat es geschafft, trotz früher Mutterschaft einen berufsqualifizierenden Abschluss zu erreichen, vier Prozent studieren, 10,5 Prozent machen eine Berufsausbildung und ein Prozent geht noch zur Schule. Viele dieser jungen Mütter sind trotz starker Belastung hoch motiviert und erfolgreich, weil sie sich eine tragfähige Zukunft aufbauen und ihren Kindern ein gutes Vorbild sein wollen. Aber: Es bleiben immer noch rund 13.700 - das ist mehr als die Hälfte - junge Mütter unter 25 Jahren, die keine abgeschlossene Berufsausbildung haben.

Eine qualifizierte Berufsausbildung für junge Mütter und Väter zu fördern, ist direkte Armutsprävention. Durch verkürzte Arbeitszeiten kann es jungen Eltern gelingen, Berufsausbildung und Familienpflichten besser zu vereinbaren. Bisher findet Teilzeitberufsausbildung in Berlin fast ausschließlich als außerbetriebliche Ausbildung für sogenannte benachteiligte junge Mütter statt. Berlinweit werden auf diese Weise ca. 90 Teilzeitausbildungsplätze vor allem über einzelne Jobcenter oder Jugendämter finanziert. Deshalb gibt die Studie Handlungsempfehlungen, wie in Berlin mehr Teilzeitberufsausbildungsplätze entstehen können. Die in der Studie interviewten Betriebe und Kammern zeigten sich offen für eine zukünftige Umsetzung von Teilzeitausbildung insbesondere mit Blick auf den schon jetzt in einigen Branchen drohenden Fachkräftemangel.

Die Studie wurde von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Herausgeber ist der Bildungsdienstleister LIFE e.V.

Druckexemplare können bei LIFE e. V. bzw. bei der Senatsverwaltung unter Tel. 9013-8906 bestellt oder als Download im PDF-Format heruntergeladen werden:
Studie zur Teilzeitberufsausbildung in Berlin

Lesen Sie auch das Interview mit Martina Battistini-Kretschmann, Autorin der "Studie zur Umsetzung von Teilzeitberufsausbildung in Berlin" und zurzeit Projektleiterin beim Projektverbund LiLA.

Women + Work Beitrag vom 06.06.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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