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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 28.04.2003

Anja Naumann-Jenssen
Sharon Adler

"what is the secret"?



[Foto Anja Naumann-Jenssen- Copyright: all-around-music.berlin]

Anja Naumann-Jenssen

AVIVA-BERLIN im Gespr├Ąch mit der Gr├╝nderin der Medienservice Agentur all around music.berlin.

Nach einer schweren Gehirnblutung k├Ąmpft sie darum, ihren Traum weiter verwirklichen zu k├Ânnen, wieder auf die Beine zu kommen und alles von ihr Geschaffene zu erhalten. Nach zw├Âlf Jahren Presse-Promotion f├╝r PolyGram in der Funk- und TV- Branche, und als Event- und Musikredakteurin bei Radio Eins hat sie sich 1999 zwei Fahrgastschiffe gekauft. Sie baute dort B├╝ros, ein High-Quality Tonstudio und ein Eventdeck ein und startete mit dem Musikverlag all around music.berlin.

[Foto: Anja Naumann-Jenssen - Copyright: all around music.berlin]Vor einem Jahr, genauer am 8. Mai 2000 ist sie morgens nicht mehr aufgewacht. Diagnose: Subarachnoidalblutung aufgrund von Aneurisma, einfacher: Gehirnblutung. Besonders Frauen zwischen 20 und 40 Jahren sind von der Krankheit betroffen. Sie lag sechs Wochen im Koma und erwachte schlie├člich ohne Ged├Ąchtnis, halbseitig gel├Ąhmt und konnte nicht mehr sprechen.Die folgenden sieben Monate verbrachte sie in Krankenh├Ąusern und Rehakliniken.
Mit ungeheurer Willenskraft lernte sie wieder laufen und sprechen. Heute noch hat sie eine starke Wortfindungsst├Ârung (Aphasie) und ben├Âtigt eine st├Ąndige logop├Ądische Betreuung, Ergotherapie und Krankengymnastik. Da sie, wie so viele Start-Ups nicht ausreichend versichert war, muss sie heute mit Krankenkassen, Rententr├Ągern und Gesundheitspolitik um ihre Existenz k├Ąmpfen.
[Foto/Copyright: all around music.berlin]Das selbstlose Team um Anja Naumann-Jenssen hat sie vor dem sozialen Abstieg bewahrt und wurde durch den ersch├╝tternden Vorfall noch st├Ąrker zu einer big family verbunden.

Lesen Sie die bewegende Geschichte von Anja Naumann-Jenssen, einer toughen Frau, die nicht aufgibt, Ideen zu produzieren, und erfolgreich damit ist.


[Foto/Copyright: all around music.berlin] AVIVA-BERLIN: Frau Naumann-Jenssen, was haben Sie gef├╝hlt, als Sie zum ersten Mal den Sampler geh├Ârt haben, der f├╝r Sie komponiert wurde?
Anja Naumann-Jenssen: Ich habe geweint. Ich wollte schon immer ein Label gr├╝nden, und jetzt hat mein Team es f├╝r mich gemacht.

AVIVA-BERLIN: Sie haben viel geschafft und erlebt. Es war keine leichte Zeit f├╝r Sie. Wie f├╝hlen Sie sich heute?
Anja Naumann-Jenssen: Es ist eine neue Chance.

[Foto/Copyright: all around music.berlin] AVIVA-BERLIN: Sie haben zw├Âlf Jahre bei PolyGram in der Funk- TV- und Presse-Promotion, danach beim Rundfunk als Event- und Musikredakteurin gearbeitet. Was hat Sie damals dazu veranlasst, sich mit all around music. Berlin selbst├Ąndig zu machen?
Anja Naumann-Jenssen: Weil ich dachte, dass es besser ist. Ich habe Start Up gemacht. Ich war auch ├╝berzeugt, dass ich was Gutes auf die Beine stelle.

AVIVA-BERLIN: Was ist Ihnen heute, nach der Gehirnblutung, nach Koma und Krankenhaus das Wichtigste?
Anja Naumann-Jenssen: Wieder gesund zu werden und dann ordentlich zu feiern.

[Foto/Copyright: all around music.berlin] AVIVA-BERLIN: Wie sieht heute fast ein Jahr nach der Gehirnblutung Ihr Alltag aus?
Anja Naumann-Jenssen: Dienstags und donnerstags gehe ich ins Zentrum f├╝r ambulante Rehabilitation, zum Sport und Computerkurs, zur Aphasiker-Gruppe, dann noch zur Logop├Ądin und zur Ergotherapie. Hinzu kommen noch viele Arzttermine. Am meisten nervt mich, dass ich nicht Auto fahren kann.
Heute ist alles 50 mal schwerer als fr├╝her...

AVIVA-BERLIN: Woher nehmen Sie Ihre Kraft?
Anja Naumann-Jenssen: Ich habe sie eben. Ich wei├č nicht, woher sie kommt.

[Foto/Copyright: all around music.berlin] AVIVA-BERLIN: Wie sollte Ihrer Meinung nach die Gesundheitspolitik ge├Ąndert werden?
Anja Naumann-Jenssen: Es m├╝sste Extra-Versicherungen f├╝r Start-Ups geben.
Am schlimmsten sind die Kontingentierungen f├╝r Rezepte, ich bekomme drei mal eine halbe Stunde Logop├Ądie und k├Ânnte zehn mal soviel gebrauchen, damit sich alles wieder entwickelt.

AVIVA-BERLIN: Haben Sie jemals vor der Gehirnblutung k├Ârperliche Probleme gehabt?
Anja Naumann-Jenssen: Nein, gar nicht.

AVIVA-BERLIN: Was w├╝rden Sie heute anders machen?
Anja Naumann-Jenssen: Ich habe ein typisches Managerinnenleben gef├╝hrt, ca. 60 Zigaretten am Tag geraucht und an die 20 Stunden gearbeitet. Das war zuviel. Heute rauche ich nicht mehr...

AVIVA-BERLIN: Wie sehen Ihre Pl├Ąne f├╝r die Zukunft aus. Wie geht es weiter und was m├Âchten Sie am liebsten als n├Ąchstes tun?
Anja Naumann-Jenssen: Erst mal eine Intensiv-Sprechtherapie. Und danach sieht bestimmt alles wieder etwas besser aus.


AVIVA-BERLIN w├╝nscht Anja Naumann-Jenssen alles Gute!

Women + Work Beitrag vom 28.04.2003 Sharon Adler 

   




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