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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 17.12.2007

NachwuchswissenschaftlerInnenpreis des Landes Brandenburg
Franziska Eva-Maria Steier

Der erstmalig vergebene NachwuchswissenschaftlerInnenpreis des Landes Brandenburg wurde 2007 an Prof. Dr. Ulrike Herzschuh, Ann-Kristin Reyels und Tobias Kiertscher verliehen.



Durch die Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka wurde am 11. Dezember 2007 in Potsdam der NachwuchswissenschaftlerInnenpreis des Landes Brandenburg in den Kategorien "post doc" und "Absolventen" vergeben.

Ministerin Wanka sagte in ihrem Gru├čwort: "Mit dem Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg wollen wir Leistungsorientierung und Exzellenz des wissenschaftlichen Nachwuchses in unserem Lande f├Ârdern. Wir setzen mit dem Preis gezielte Leistungsanreize und erhoffen uns daraus eine weit ausstrahlende Wirkung. Der Preis ist eingebettet in ein ganzes Ma├čnahmenpaket des Wissenschaftsministeriums, das die brandenburgische Jugend verst├Ąrkt zur Teilnahme an Hochschulausbildung und Wissenschaft anregen soll. Breitenwirkung, also Steigerung der Studierbereitschaft, und Elitenbildung sind uns dabei gleicherma├čen wichtig. Der Preis soll aber auch den Preistr├Ągern den Eintritt in die wissenschaftliche Community erleichtern."

Der Preis in der Kategorie "post doc", der mit 20.000 Euro dotiert ist, ging an Prof. Dr. Ulrike Herzschuh vom Alfred-Wegener-Institut f├╝r Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam f├╝r die Arbeit "Palaeo-moisture evolution in monsoonal Central Asia during the last 50.000 years". Die heute 32-j├Ąhrige Wissenschaftlerin wurde gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut 2004 als Juniorprofessorin an die Universit├Ąt Potsdam berufen. Ihr Aufsatz, der in der "Quarternary Science Reviews", einer der international f├╝hrenden Fachzeitschriften, ver├Âffentlicht wurde, befasst sich mit der Klimageschichte der letzten 50.000 Jahre der monsunal beeinflussten Regionen Zentralasiens, die eine Schl├╝sselregion f├╝r die Rekonstruktion der eurasischen kontinentalen Klimageschichte darstellt. Die Jury lobt die Arbeit mit ihren neuen methodischen Ans├Ątzen als originell und innovativ. Sie schreibt ihr ├╝berregionale Bedeutung zu und meint, sie werde sicherlich zu analogen Studien in anderen klimatischen Schl├╝sselregionen der Erde f├╝hren.

Der Pr├Ąsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Mitglied der Jury, hob in seiner Laudatio dar├╝ber hinaus die beeindruckende Liste von wissenschaftlichen Publikationen von Prof. Herzschuh hervor: "Dies ist ohne Zweifel eine herausragende Leistung in ihrem Fach ÔÇô sowohl im nationalen wie im internationalen Ma├čstab. Die Forschungsergebnisse sind von gro├čer Bedeutung f├╝r die globale Community der Pal├Ąoklimaforscher." Prof. Kleiner hob weiter hervor, dass es der Wissenschaftlerin in sehr kurzer Zeit gelungen sei, eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen, um bereits die n├Ąchste Generation von talentierten Geowissenschaftlerinnen und ÔÇôwissenschaftlern an die Pal├Ąo-Umweltforschung heranzuf├╝hren.

Der Preis in der Kategorie "Absolventen", der mit 5.000 Euro dotiert ist, wurde entgegen der urspr├╝nglichen Planung doppelt verliehen, da gleich zwei Arbeiten von der Jury als herausragend eingestuft wurden. Er geht an Ann-Kristin Reyels von der Hochschule f├╝r Film und Fernsehen "Konrad Wolf" f├╝r ihren Diplomfilm "Jagdhunde", dessen Darstellerin Louise Berndt bereits den FIRST STEPS Award 2007 erhielt, sowie an Tobias Kiertscher f├╝r seine Diplomarbeit "Entwurf und Implementierung eines Flussgraphen-basierten visuellen Programmiersystems zur parallelen Ausf├╝hrung auf Mehrprozessorsystemen" an der Fachhochschule Brandenburg.

F├╝r den post-doc-Preis, der f├╝r geistes- und sozialwissenschaftliche und natur- und ingenieurInnenwissenschaftliche Arbeiten vergeben werden kann, k├Ânnen sich die WissenschaftlerInnen j├Ąhrlich unter anderem mit Ver├Âffentlichungen in namhaften Zeitschriften, Patenten/technologischen Entwicklungen, der Habilitationsschrift oder vergleichbaren Leistungen bewerben.

F├╝r den AbsolventInnenpreis nominieren die brandenburgischen Hochschulen die oder den jeweils beste/n Absolventen/in eines Jahrgangs. Aus den f├╝nf besten BewerberInnen dieses Jahres, die ihre Arbeiten bei der Veranstaltung live pr├Ąsentierten, w├Ąhlte die hochkar├Ątig besetzte Jury die Preistr├ĄgerInnen aus. Keine leichte Entscheidung, galt es doch, zwischen allen heute m├Âglichen Abschl├╝ssen von Bachelor ├╝ber Master und Diplom bis zum Abschlussfilm und in den unterschiedlichsten Studieng├Ąngen von Fachhochschulen und Universit├Ąten zu vergleichen und auszuw├Ąhlen.

(Quelle: Ministerium f├╝r Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg)

Women + Work Beitrag vom 17.12.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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