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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.09.2002

Renate Wielpütz
Martina Wagner

Geschäftsführerin des FrauenComputerZentrumBerlin (FCZB) und "Kopf des Monats" bei "Projekt Zukunft"im Interview mit AVIVA-BERLIN



[Foto Renate Wielpütz - (c)Sharon Adler]

Das FCZB entwickelt seit 1984 innovative Fortbildungsangebote im Bereich Informations- und Kommunikations-Technologien.
Die Angebote richten sich an Frauen mit unterschiedlichem kulturellen und beruflichen Hintergrund. Zudem leitet die Politik-Wissenschaftlerin die Expertinnen-Gruppe im "Forum Wirtschaft" (BMWi).


AVIVA-BERLIN: Warum ein FrauenComputerZentrum?
Renate Wielpütz: Wir waren die ersten in diesem Bereich. Wir wollen bewirken, dass Frauen sich damit beschäftigen und sich danach entscheiden, ob sie Technologien in den Beruf mit einbeziehen möchten - aufgrund von Kenntnissen. Und das war eine richtige Entscheidung, denn mittlerweile gibt es einen größeren Druck auf dem Arbeitsmarkt und vor allem eine höhere Akzeptanz von Technik und Computern als damals.

AVIVA-BERLIN: Gibt es Erfolgsquoten?
Renate Wielpütz: Gerade bei den Berufsrückkehrerinnen haben sich fast alle für den Arbeitsmarkt entschieden. Allerdings gibt es gerade da sehr wenig Angebote für Teilzeitarbeit und auch Telearbeit. Da hat sich leider nichts geändert. Es fehlt eine qualitative Infrastruktur gerade auch für Mütter mit Kindern. Ganz grob hatten wir bislang insgesamt über 20.000 Frauen, die wir in unserem Zentrum geschult haben.

AVIVA-BERLIN: Wie seid Ihr auf das Thema "Migrantinnen" gekommen?
[Das Hüpfkästchen ist ein 3d-Design von John Colton]Renate Wielpütz: Entscheidung von neuen Fortbildungen treffen wir aufgrund einer umfassenden Analyse des Arbeitsmarktes und wo diese Frauen arbeitslos sind. Teilweise treffen wir für die Zielgruppen auch politische Entscheidungen: in diesem Fall kommt das Argument des institutionalisierte Rasissmus. In dieser Gruppe haben die Akademikerinnen eine sehr hohe Arbeitslosenquote.
Es gab also Handlungsbedarf. Und wir wussten: es wird auch in diesem Land der Zeitpunkt kommen, wo Unternehmen nicht nur mit dem einheimischen Personal arbeiten werden. Das war ein großes NOW-Projekt (europäische Förderung). Und es hat funktioniert.

AVIVA-BERLIN: Wie sieht es allgemein mit Förderprojekten aus?
Renate Wielpütz: Wir arbeiten hochgradig mit europäischen Mitteln. Die Notwendigkeit solche Mittel zu nutzen wird angesichts der finanziellen Not-Situation in dieser Stadt wird immer größer.

AVIVA-BERLIN: Wie sieht es für Selbständige aus?
Renate Wielpütz: Da gibt es gute Förderungsmöglichkeiten über das Arbeitsamt. Und in den europäischen Projekten schließen wir an die Fortbildung Module, wo die Frauen freiberuflich abreiten können und Ideen und Tipps dazugeben. Aber die Mehrheit der Frauen möchte den sozialversicherungspflichtigen Job in einer Firma haben. Auch wenn sie alle Wissen, dass diese System marode ist. Das ist als Wunschbild in den Köpfen - auch bei den jüngeren.

AVIVA-BERLIN: Seid Ihr verlinkt mit den anderen Computer-Zentren oder ist das Konkurrenz?
[Foto Renate Wielpütz - (c)Sharon Adler]Renate Wielpütz: In Berlin gehen wir sicher am Stärksten in die neuen Bereiche. Wir gehen da sehr früh rein, die anderen in die klassischen Arbeitsamtgeförderten. Das Innovationspotential ist bei vielen Mitarbeitern des Arbeitsamtes nicht so wahnsinnig angelegt. Das hat sich aber geändert. Zu den Mainstream-Weiterbildung gibt es Konkurrenz. Da kannst Du nur durch Qualität überzeugen. Wir arbeiten viel mit Unternehmen zusammen z.B. Pixelpark, die Bahn, Lufthansa, usw. und die geben uns dann auch Feedback von den anderen Trägern. Ziemlich wichtig ist, dass die Frauen nach Projektarbeit auch ein Praktikum bekommt. Wichtig ist auch die Kundenorientierung und Konfliktmanagement. Das bieten wir als Schlüsselkompetenz mit an.

AVIVA-BERLIN: Wie kamst Du zu Deinem jetzigen Job?
Renate Wielpütz: ...über eine Kollegin, die diese Idee aus Amerika brachte. Ich bin zuständig für Acquise, Marketing, Transnationalität. Ich kann nicht programmieren. Es reicht, dass ich weiß, wie es geht. Ich habe zwei Jahre nach dem Studium an der FU gearbeitet und habe dann wissenschaftlich begeleitete Modellprojekte gemacht. Und das ging schon in die Richtung "Frauen in Männerberufen". Da habe ich mich dann auch in Computer eingearbeitet. Ich habe hier ein sehr gutes Team mit Expertinnen. Es gibt da auch recht spannende Diskussionen über Technikeinsätze. Für mich ist interessant zu sehen, wie Systemadministratorinnen argumentieren und ich mir angucke, was bedeutet das für die Organisation? Ist das sinnvoll?

AVIVA-BERLIN: Was machst Du sonst noch?
Renate Wielpütz: Ich bin Sprecherin der Arbeitsgruppe "Forum Informationsgesellschaft". Das ist eine Menge Lobbyarbeit, Gespräche mit Förderinstitutionen und politische Impulse geben.

AVIVA-BERLIN: Es gibt sehr wenig Frauen in diesem oberen Managementbereich. Warum?
Renate Wielpütz: Wir hatten ein Projekt mit einer Datenbank von IT- und Telekommunikationsunternehmen und europaweit verglichen. Allen Mitgliedsstaaten haben Anteile bei den staatlichen Betreiben Anteile von 15-20 Prozent in den Aufsichtsräten (häufig Gewerkschaftlerinnen) - während bei den Konkurrenten sieht es schlecht aus. Bei den Multimedia-Unternehmen und den Verbänden gibt es keine Zahlen, keine Statistiken. Das ist zu aufwendig.

[Foto Renate Wielpütz - (c)Sharon Adler]AVIVA-BERLIN: Ist da zu wenig Interesse seitens der Frauen?
Renate Wielpütz: Viele fangen in kreativen Bereichen an und wollen nicht in die Verwaltung oder ins Management. Das ist eine Ebene. Außerdem verteidigen die Jungs die Bastion. Und es gibt auch familiäre und private Gründe bei Frauen, sich dagegen zu entscheiden.

AVIVA-BERLIN: Womit beschäftigt Ihr Euch aktuell?
Renate Wielpütz: E-Learning ist ein Bereich. Wir haben ein Programm, dass wir entwickeln und holen uns auch Input von außen. Ich arbeite momentan an dem europäischen Projekt "equal" - da geht es um Entwicklungspartnerschaften mit allen key actors. Das, was dort entwickelt wird, hat ein Transfer in die jeweilige Institution. Wir planen das mit "Frauen und IT".

AVIVA-BERLIN: Standort Berlin. Wie seht ihr die Lage?
Renate Wielpütz: Frauen bietet Berlin als Medienstandort gute berufliche Perspektiven, auch im Bereich Existenzgründung.
Allerdings wurde in der Vergangenheit auf die andersgelagerten Bedürfnisse von Frauen nicht eingegangen (z.B. Kinderbetreuungs-Infrastruktur, Ganztagsschulen). Wir kriegen ja auch eine Basisfinanzierung vom Senat, stehen aber sicherheitshalber auf mehren Standbeinen. Wir hoffen, dass die neue Berliner Regierung die europaweit beschlossene "gender mainstreaming" ernster nimmt - zumindest in den öffentlichen Institutionen.

Women + Work Beitrag vom 29.09.2002 AVIVA-Redaktion 

   




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