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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.03.2012

Call for articles. Themenschwerpunkt: Medikalisierung und Geschlecht
AVIVA-Redaktion

Die Zeitschrift "GENDER, Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft" sucht AutorInnen zur Veröffentlichung von Beiträgen. Bis zum 01. Mai 2012 können Abstracts in deutscher oder ...



... englischer Sprache mit maximal 2.500 Zeichen für eine erste Vorentscheidung eingereicht werden.

Die Frage der geschlechtsspezifischen Medikalisierung war für Frauenbewegungen und ebenso für die Frauen- und Geschlechterforschung schon zu ihren Anfängen ein zentrales Thema. In den 1970er und 1980er Jahren wurden vor allem die negativen Auswirkungen auf Frauen – z.B. in den Themenfeldern Gynäkologie, Verhütung, später auch Reproduktionsmedizin – in den Vordergrund gestellt. In den Beiträgen dieses Schwerpunktes soll gefragt werden, wie sich das heutige Verhältnis von Medikalisierung und Geschlecht aus der Perspektive verschiedener Disziplinen beschreiben lässt – der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, aber auch der Medizin, Gesundheitswissenschaften und angrenzenden Disziplinen.

Konzeptioneller Ausgangspunkt ist die Differenzierung des Medikalisierungsbegriffs, insbesondere im Anschluss an die neuere angloamerikanische Medizinsoziologie. Medikalisierung lässt sich etwa mit dem US-amerikanischen Soziologen Peter Conrad als ein Prozess der Ausweitung medizinischer Zuständigkeit fassen, der sich auf verschiedenen Ebenen vollzieht und in dem sich verschiedene Grade der Medikalisierung unterscheiden lassen. Zugleich kann man unterschiedliche AkteurInnen der Medikalisierung beschreiben: Neben den ÄrztInnen und medizinischen Institutionen lassen sich so auch Pharmaindustrie, Selbsthilfegruppen sowie PatientInnen in den Blick nehmen. Parallel zu einer Ausweitung des medizinischen Zuständigkeitsbereichs ist eine zunehmende Gesundheitsorientierung oder "Gesundheitisierung" beobachtbar, in der die Einzelnen als Verantwortliche für ihre eigene Gesundheit und ihren Körper angerufen werden: Beispiele hierfür sind die Privatisierung von Gesundheitsleistungen (Private Vorsorge, IGeL-Leistungen etc.), aber auch Schönheitschirurgie, Enhancement sowie Fit- und Wellnesspraktiken. Vor dem Hintergrund dieser gesellschaftlichen Veränderungen ermöglicht eine offenere analytische Perspektive auf Medikalisierung auch einen differenzierten Blick darauf, wann und wie Geschlecht relevant ist und relevant gemacht wird.

Mögliche Fragestellungen der Beiträge können sein:

  • Wie lässt sich das Verhältnis von Medizin und Geschlecht heute bestimmen? Wo haben Verschiebungen stattgefunden?
  • Welche Entwicklungen lassen sich in der geschlechtsspezifischen medizinischen Forschung und Praxis beobachten (z. B. geschlechtsspezifische Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung und Vorsorge; geschlechtsspezifische Medikamentenentwicklung, neuere Entwicklungen in Gynäkologie und Andrologie)?
  • Wie greifen die Entwicklungen von Medikalisierung und neue Gesundheitsmoral geschlechtsspezifisch ineinander (z. B. Adressierung von Gesundheitsverhalten von Frauen und Männern)?
  • Geschlecht und medizinische Verbesserungstechniken (z.B. Schönheitschirurgie, Neuro-Enhancement)
  • Geschlechtsspezifische Medikalisierung der Kindheit und Jugend (z. B. ADHS, HPV, Übergewicht) und des Alters
  • Welche geschlechtsspezifischen Entwicklungen lassen sich in der Ausweitung der Biomedizin beobachten (z. B. Gentechnik, Reproduktionsmedizin, Organtransplantation)?
  • Welche Aushandlungs- und Aneignungsstrategien – zwischen Selbstzwängen und Selbstermächtigung – lassen sich empirisch beobachten (Frauen- und Männergesundheitsbewegungen, PatientInnengruppen, Frauengesundheitszentren)?

    Zum Verfahren: Ein Abstract kann nach Registrierung und Anmeldung als AutorIn für die Zeitschrift GENDER auf der Seite www.budrich-journals.de
    hochgeladen und eingereicht werden. Sie erhalten im Falle einer positiven Einschätzung des Abstracts von der Redaktion die Anfrage, einen Beitrag bis zum 15. August 2012 zu schreiben, der max. 50.000 Zeichen (inkl. Fußnoten und Leerzeichen) umfasst. Der eingereichte Aufsatz wird nach Prüfung und Annahme durch die Redaktion extern anonym begutachtet, bevor er endgültig angenommen wird. Die Hinweise zur Erstellung von Manuskripten finden Sie unter:www.gender-zeitschrift.de.

    Hiweis: GENDER verwendet das Online-Redaktionssystem OJS. Einen Leitfaden zum Umgang mit OJS finden Sie www.netzwerk-fgf.nrw.de.

    Hinweis von AVIVA-Berlin: Leider konnten wir keinerlei Angaben zum Honorar in Erfahrung bringen.

    Über GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
    "GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft" ist eine 2009 gegründete Zeitschrift, die der Frauen- und Geschlechterforschung sowie den Gender Studies ein übergreifendes Forum für wissenschaftliche Debatten, aber auch für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis bietet. Die Zeitschrift erscheint dreimal jährlich jeweils mit einem thematischen Schwerpunkt und einem Jahresumfang von rund 480 Seiten.

    GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
    Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
    Dr. Beate Kortendiek
    Universität Duisburg-Essen
    Berliner Platz 6-8
    45127 Essen
    Bei Nachfragen und für weitere Infos wenden Sie sich bitte per E-Mail an:
    Dr. Beate Kortendiek: beate.kortendiek@netzwerk-fgf.nrw.de
    Dr. des. Charlotte Ullrich, charlotte.ullrich@rub.de
    und redaktion@gender-zeitschrift.de

    Tel.: 0201-183-6134
    Fax: 0201-183-2118
    www.gender-zeitschrift.de
    www.netzwerk-fgf.nrw.de

  • Women + Work Beitrag vom 26.03.2012 AVIVA-Redaktion 

       




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