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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.01.2013

Elianna Renner erhält den Dr.-Theobald-Simon-Preis 2012
AVIVA-Redaktion

Mit der Auszeichnung würdigte die Jury die Preisträgerin für die überzeugende Intensität ihrer multimedialen Bildfindung. In Foto, Film, Schrift- und Audio-Texten, in Performance und...



... Installation reflektiert Renner über Identität und jüdische Familiengeschichte im Zeitraum von etwa drei Generationen.

Die Medienkünstlerin Elianna Renner ist Preisträgerin des diesjährigen "Dr. Theobald Simon Preis". Der bundesweit ausgeschriebene Kunstpreis für Bildende Kunst ist mit 5.000,- Euro ausgeschrieben und mit einer Ausstellung der Preisträgerin verbunden. Die Auszeichnung wird jährlich vom Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. (GEDOK) im Wechsel zwischen der GEDOK Bonn und der GEDOK Bund verliehen.

Die Konzeptionskünstlerin Elianna Renner wurde 1977 in Zürich geboren, studierte Freie Kunst-Malerei in Bremen, Genf und Auckland und erhielt bereits 2009 den Bremer Förderpreises für Bildende Kunst. Ihre Multimedia-Installationen drehen sich um mündlich tradierte Geschichte(n) von Frauen, um Biografie und Familie und lassen die Grenzen zwischen Fiktion und Fakt, Subjektivität und Objektivität verschwimmen. Ihre letzte Ausstellung hieß "Your sister and other Bobe Mayses. Women biographies and the construction of memory"
"Bobe Mayses" lässt sich in etwa mit "Omas Erzählungen" oder auch mit "Geschichten erzählen" oder "Seemannsgarn spinnen" übersetzen und beschäftigt sich mit den Biografien von Schriftstellerinnen, Künstlerinnen und Frauenrechtlerinnen sowie mit der Konstruktion von kultureller Erinnerung im Diskurs verschiedner Machtstrukturen und –strategien.

In dem Teilprojekt "Ein Eintausendsechshundertfünfundachtzigstel" erzählt sie beispielsweise die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Nagyi Klari, einer ungarischen Jüdin, die 1944 Teil des Kasztner-Transports nach Bergen-Belsen war. In ihrer Heimatstraße in Budapest bat Renner ehemalige Nachbarinnen um einen Gruß an Nagyi Klari, die auch nach 1945 nie in ihre Stadt zurückgekehrt ist. Die Fotos mit den ungarischen Grußbotschaften entfalten ihre Wirkung jedoch erst im Zusammenspiel mit der Audioinstallation, die über Kopfhörer zugänglich ist. Für die Unfassbarkeit der Geschichte schafft sie absurd-reale Situationen und Bilder, die scheinbar gesicherte Positionen von heutigen Betrachtern und Betrachterinnen in Frage stellen. Dieses Projekt war auch Teil der Ausstellung "Der Zweite Blick", die im April 2012 im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin gezeigt wurde.

"84,4" heißt ein weiteres ihrer Projekte, denn genau 84,4 km lang ist der Weg von Renners Bremer Haustür bis an die Pforte der Gedenkstätte Bergen-Belsen. BetrachterInnen hören Audioaufnahmen verschiedener Biografien und sehen zugleich Renner selbst, die in einem dunklen Raum, umgeben von Pullovern, ein Strickwerk von Wollsträngen auftrennt und verknüpft – eine Auseinandersetzung mit verstrickten Erinnerungsfäden.

"Das Grausame und Nicht-Vergangene neu zu beleuchten, es mit subtilen Interventionen ins Lapidar-Alltägliche zu transponieren und damit zu erneuter Wahrnehmung und Betrachtung aufzufordern, ist das besondere Verdienst der jungen Medienkünstlerin Elianna Renner", so die Jury zu ihrer Entscheidung.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 11. Januar 2013, um 19 Uhr im Künstlerforum Bonn, Hochstadenring 22-24, 53119 Bonn statt.

Die anschließende Ausstellung läuft vom 12. Januar bis 10. Februar 2013 und zeigt schwerpunktmäßig die Installation "Cheerleading", in der College-Cheerleader-Teams die Namen verschiedenster Frauenrechtlerinnen eines ganzen Jahrhunderts hochleben lassen.

© Sharon Adler. Während ihrer Ausstellungseröffnung "Der Zweite Blick" im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin am 23. April 2012 fotografiert Elianna Renner die Fotografin Helga Simon


Weitere Informationen finden Sie unter:

www.eliannarenner.com

Your sister and other Bobe Mayses. Women biographies and the construction of memory

Elianna Renner: cheerleading

Ein Interview, das Eve, die Schlagzeugerin von the Isle of Klezbos (metropolitanklezmer.com) mit Elianna Renner geführt hat, unter: beyondthepale.org

GEDOK



Women + Work Beitrag vom 07.01.2013 AVIVA-Redaktion 

   




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