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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.07.2016

Duales Studium als Karrieresprungbrett für Frauen
Katrin Bergmann

Obwohl das Klischee, dass Frauen und Technik nicht zusammenpassen, längst widerlegt wurde, sind Frauen in MINT-Berufen weiterhin in der Unterzahl. Gerade höhere Positionen sind immer noch ...



... hauptsächlich von Männern besetzt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Frauen einem technischen Studium aufgrund des mangelnden Praxisbezugs eher distanziert gegenüberstehen.

Die Lösung könnte ein duales Studium sein, das neben seiner optimalen Kombination aus Theorie und Praxis noch einige weitere Vorteile gegenüber der traditionellen Hochschulausbildung bietet.

Hoher Praxisbezug und kurze Ausbildungszeit

Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis eröffnet jungen Studentinnen optimale Karrierechancen. Sie erwerben während des dualen Studiums nicht nur einen vollwertigen akademischen Hochschulabschluss, sondern zugleich auch viel Praxis- und Berufserfahrung. In ausbildungsintegrierten Studiengängen winkt zusätzlich zum Bachelor-Titel ein Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Im Gegensatz zum herkömmlichen Weg - erst Ausbildung, anschließend Studium - verkürzt sich die Gesamtausbildungszeit teilweise um mehrere Jahre. Neben anderen Vorzügen ergibt sich hieraus der Vorteil der einfacheren perspektivischen Kinderplanung.

Weitere Pluspunkte des dualen Studiums sind folgende:

  • die Studierenden beziehen ein Gehalt von ihrer Arbeitgeberin bzw. ihrem Arbeitgeber,
  • Ausbildungsbetriebe zahlen zum Teil die Studiengebühren,
  • Erwerb wichtiger Schlüsselqualifikationen wie Zeitmanagement, Selbstorganisation, Teamfähigkeit und Konfliktmanagement,
  • hervorragende Karrierechancen: Etwa 80 Prozent aller dual Studierenden werden von ihrem Ausbildungsunternehmen übernommen.

    Duales Studium vs. Vollzeitstudium - wo liegen die Unterschiede?

    Vollzeitstudiengänge spielen sich ausschließlich an einer Universität oder Hochschule ab. Praktische Erfahrung erwerben die Studierenden höchstens als WerkstudentIn, PraktikantIn oder in einem Nebenjob. Das stark wissenschaftlich ausgerichtete Studium bietet eine ideale Grundlage für eine Tätigkeit in Wissenschaft und Forschung. Für den Einstieg in andere Bereiche kann unter Umständen die mangelnde Praxiserfahrung häufig einen Hemmschuh darstellen.

    Im dualen Studium wechseln die TeilnehmerInnen regelmäßig, üblicherweise im Drei-Monats-Rhythmus, zwischen Hochschule und Ausbildungsbetrieb. So können sie ihr theoretisch erworbenes Wissen direkt in der Praxis anwenden, während sich die praktische Erfahrung im theoretischen Teil als nützlich erweist. Allerdings bleibt kaum Zeit für eine wissenschaftliche Vertiefung der theoretischen Kenntnisse. Für Studentinnen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist das klassische Vollzeitstudium die bessere Alternative.

    Hoher Frauenanteil in Mathematik, Ingenieur- und Naturwissenschaften

    Einer Onlinebefragung des IAQ (Institut Arbeit und Qualifikation) zufolge stellen die Bereiche Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften die Mehrzahl der dualen Studiengänge. Besonders beliebt bei Frauen sind die Ingenieurwissenschaften mit einem Frauenanteil von76,4 Prozent sowie die Bereiche Mathematik und Naturwissenschaften mit einer Frauenquote von 79,2 Prozent. Duale Studiengänge werden außerdem in den Fachgebieten Informatik/Wirtschaftsinformatik, Pflege und Sozialwesen sowie erneuerbare Energien angeboten, wobei Letztere als besonders zukunftsweisend gelten.

    Potentiale des dualen Studiums

    Ein duales Studium ist äußerst arbeitsintensiv und durch die Doppelbelastung auch wesentlich stressiger als das herkömmliche Vollzeitstudium. Vor allem mit dem ständigen Wechsel zwischen Vorlesungszeiten und Praxisphasen haben viele Studierende zu kämpfen. Prüfungen, Klausuren, Hausarbeiten - vieles ist parallel zur praktischen Ausbildung zu erledigen. Für gemeinsame Unternehmungen mit Freunden oder Hobbys bleibt nur wenig Zeit, zumal es beim dualen Studium keine Semesterferien gibt.

    Die größte Herausforderung dualer Studiengänge stellt die Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb dar. Die Studierenden sind hierbei meistens auf sich allein gestellt. Eine Sonderstellung nimmt die private Hochschule IUBH ein, die neben ihrem Standort in Berlin auch bundesweit vertreten ist und Studienfächer wie BWL, Gesundheitsmanagement, Tourismuswirtschaft und Marketing Management anbietet. Die Internationale Hochschule Bad Honnef (IUBH) unterstützt ihre Studentinnen umfassend dabei, ein für das Studienziel geeignetes Praxisunternehmen zu finden.

    Duales Studium immer beliebter

    Duale Studiengänge erfreuen sich nicht nur bei Frauen einer zunehmenden Beliebtheit. Derzeit gibt es in Deutschland über 1.500 duale Studienangebote mit circa 95.000 Studierenden - und es werden immer mehr. Auch die Zahl der teilnehmenden Unternehmen steigt kontinuierlich. Für junge Frauen, die Karriere machen wollen, lohnt es sich in jedem Fall, sich näher mit dieser Ausbildungsform zu befassen.

    Weitere Informationen zum Dualen Studium finden Sie unter:

    www.wegweiser-duales-studium.de
    www.duales-studium.de

    Informationen zu MINT-Berufen für Frauen

    www.komm-mach-mint.de

  • Women + Work Beitrag vom 26.07.2016 AVIVA-Redaktion 

       




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