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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.04.2009

ADKV-ART COLOGNE 2009 für Dr. Jennifer Allen
AVIVA-Redaktion

Dr. Jennifer Allen erhielt den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2009 - Auszeichnung als Plädoyer für das persönliche Urteil. Die Jury lobte die "bildhaft-anschauliche Sprache" der Kanadierin.



Die klare publizistische Haltung und bildhaft-anschauliche Sprache Jennifer Allens überzeugten die Jury auf ihrer Sitzung, die in Berlin lebende Kanadierin mit dem Preis für Kunstkritik 2009 auszuzeichnen. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) ehrt nun zum 10. Mal, seit 2006 in Kooperation mit der ART COLOGNE, das Engagement freier KunstkritikerInnen, das einen entscheidenden Anteil an der Rezeption und Vermittlung zeitgenössischer Kunst hat.

Die gebürtige Kanadierin Jennifer Allen studierte Wirtschaft und Literatur an der McGill University und promovierte 1998 in Literaturwissenschaften an der Université de Montréal. Ein DAAD-Stipendium führte sie 1996 nach Berlin, wo sie seitdem lebt und seit 2001 als freie Autorin arbeitet. An zahlreichen europäischen Hochschulen und Institutionen hat sie Seminare gegeben und Vorträge gehalten, u.a.: Humboldt-Universität (Berlin), Collège international de philosophie (Paris), IASPIS-International Artists Studio Program (Stockholm).

Frau Dr. Allen schreibt sowohl in englischer als auch französischer Sprache sowie seit Kurzem auf Deutsch. Ihre Artikel und Rezensionen erscheinen in internationalen Zeitschriften wie Artforum (New York), Afterall (London), Les Temps Modernes (Paris), De Witte Raaf (Brüssel) und Parkett (Zürich/New York). Für die Magazine Frieze (London), MOUSSE (Mailand) und die Website Openspace (Moskau) schreibt sie eine regelmäßige Kolumne.
In deutschen Medien wurden ihre Texte in der Süddeutschen Zeitung (München), der Tageszeitung (Berlin) und der ZITTY (Berlin) publiziert. Daneben ist sie Gastautorin verschiedener deutschsprachiger Magazine, zuletzt bei Lettre International (Berlin), und tritt ebenso regelmäßig mit Katalogpublikationen an die Öffentlichkeit.

Mit dem Preis wird eine Autorin geehrt, die sich nicht nur einen festen Platz auf der internationalen Bühne der Kunstkritik erarbeitet hat, sondern vor allem, dies war für die Jury entscheidend, solchen künstlerischen Positionen zu publizistischer Aufmerksamkeit verhilft, die noch nicht fest im Kunstbetrieb etabliert sind.

"Ihre Texte zeigen eine persönliche kritische Haltung, sind in der Argumentation überzeugend und machen die individuelle Sicht der Autorin auf die Gegenwartskunst auch stilistisch anschaulich", so die Jury. Die Jury will ausdrücklich die subjektive Haltung einer freien Autorin gewürdigt wissen, die im gegenwärtigen Kulturjournalismus auch sprachlich eine eigene Position bewahrt und sich nicht dem allgegenwärtigen Servicejournalismus unterwirft.

Der ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik, der – gestiftet von der ART COLOGNE – mit 3.000 Euro dotiert ist, wurde in diesem Jahr erstmalig öffentlich ausgeschrieben.
25 AutorInnen aus dem In- und Ausland haben sich mit Textproben um den Preis beworben. Anhand der eingereichten Arbeiten hat eine Jury, zusammengestellt aus VertreterInnen unterschiedlicher Bereiche des Kunstfeldes, über die Preisvergabe entschieden. Mitglieder der Jury waren: Leonie Baumann (Vorsitzende der ADKV), Gerrit Gohlke (Chefredakteur des artnet Magazins), Sabine Groß (Künstlerin), Catrin Lorch (Kunstkritikerin).

Die Preisverleihung fand am 23. April 2009 im OPEN SPACE der ART COLOGNE statt.

Mit dem Preis für Kunstkritik wurden in den vergangenen Jahren ausgezeichnet: Hans-Christian Dany (1999), Stefan Römer (2000), Jan Verwoert (2001), Renate Puvogel (2002), Raimar Stange (2003), Gregory Williams (2004), Dominic Eichler (2005), Catrin Lorch (2006) und Ludwig Seyfarth (2007).

Foto: Jennifer Allen, 2009 (© Roy Janusziak)

Weitere Infos: http://www.kunstvereine.de

Quelle: PM/ADKV

Women + Work Beitrag vom 06.04.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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