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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 24.04.2009

Frauen in der Pokerwelt
Lisa Eberwald

Einer neuen Studie der Harvard Medical School zufolge sind 95% der PokerspielerInnen männlich.Welche Gründe gibt es dafür und existiert ein geschlechtspezifisches Spielverhalten?



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Offiziell nicht, wobei offiziell sich auf die Mehrheit der PokerspielerInnen bezieht, wenn man ihnen diese Frage stellt, und dabei handelt es sich, wie gesagt, um Männer. Weibliche Spielerinnen hingegen antworten auf die Frage danach, ob sie am Pokertisch anders behandelt werden als Männer, unisono mit Ja.
Spielerinnen wie Kathy Liebert, Cyndy Violette oder die Deutsche Katja Thater, die sich seit Jahren in der Weltspitze behaupten und erfolgreich internationale Turniere bestritten haben, erklären immer wieder, dass sie den Eindruck haben, sich am Tisch erst Respekt verschaffen zu müssen, um ernst genommen zu werden. Es scheint ein eher unbewusster Dünkel zu sein, der unter den männlichen Spielern herrscht, denn sie sind sich ja keiner Änderung ihrer Spielweise bewusst. Dafür spricht auch, dass sich die Situation in den letzten Jahren kaum verändert zu haben scheint.

Dabei sollten die Männer eigentlich gewarnt sein. Erst Anfang April 2009 gewann Sandra Naujoks (Spitzname: Black Mamba) aus Dessau das renommierte und mit weit über 600 SpielerInnen besetzte German Open Turnier der European Poker Tour (EPT) im Casino Hohensyburg in Dortmund. Im Interview erklärte sie später, sie habe an der Spielweise vieler GegnerInnen sehen können, dass diese häufiger dachten, "Was soll´s, sie ist ja nur ein Mädchen". Letztlich gewann sie das Turnier. Allerdings sind Spielerinnen wie Sandra Naujoks und Katja Thater (Spitzname: Lady Horror) sich selbst am nächsten. So konzentrieren sie sich nicht darauf, die Verhältnisse zurechtzurücken, sondern vielmehr darauf, ihr Image auszuspielen und damit ihre GegnerInnen aufs Glatteis zu führen. Leichtfertigkeit wird von den beiden Profispielerinnen unerbittlich bestraft. "Machos sind für mich eine Goldgrube", so Katja Thater, "Da kann ich im Grunde genommen meine Handtasche hinhalten und sagen: Komm, überweis´ es doch einfach. Sie können gegen eine Frau nicht ihre Karten weglegen. Denn für diese Kategorie von Männern heißt das, sie legen sich auf den Rücken und ergeben sich einer Frau - und alle gucken zu." Weitere Infos zum Interview mit Katja Thater finden Sie unter: www.fem.com.

Wissenschaftliche Untersuchungen zu der unterschiedlichen Spielweise von Männern und Frauen gibt es bisher nicht. Generell spielen Komponenten wie Psychologie, Mathematik, Strategie, Taktik und Intuition aber natürlich eine größere Rolle als das Geschlecht. Die oben genannte Studie untersuchte das Spielverhalten von Online-PokerspielerInnen im Internet, wo das tatsächliche Geschlecht der einzelnen SpielerInnen ja verborgen bleibt. Ihr Fazit: Unterschiede in der Qualität sind vor allem erkennbar, wenn SpielerInnen besonders häufig und intensiv spielen. Sie erzielen zumeist bessere Ergebnisse als die GelegenheitsspielerInnen. Übung macht also die Meisterin. Wie im richtigen Leben eben. Im Gegensatz dazu spielt die Frage Mann oder Frau überhaupt keine Rolle. Auch wie im richtigen Leben...

Mehr Information über aktuelle Pokerturniere oder Pokernachrichten gibt es bei www.pokerlistings.de, einem umfangreichen Online Poker Guide.

Eine Zusammenfassung der Studie, die das Verhalten von Online Poker SpielerInnen untersucht hatte, finden Sie unter:
www.divisiononaddictions.org.
Die vollständige Studie finden Sie unter: LaPlante, D. A., et al. "Sitting at the virtual poker table: A prospective epidemiological study of actual Internet poker gambling behavior", in: Computers in Human Behavior (2009).

Women + Work Beitrag vom 24.04.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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