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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.08.2009

Zweite Ausschreibungsrunde des Leo Baeck Programms
Iella Peter

Interessierte Bildungs- und Kultureinrichtungen können sich bis zum 1. Oktober 2009 für die Ausschreibung des Leo Baeck Programms "Jüdisches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung" bewerben.



Im Rahmen des Förderprogramms "Jüdisches Leben in Deutschland - Schule und Fortbildung " möchte das Leo Baeck Programm seinen Beitrag zur Vermittlung deutsch-jüdischer Geschichte leisten. Nach Schulbuchanalysen war festgestellt worden, dass Juden oft innerhalb des Geschichtsunterrichts nur als Verfolgte oder Opfer dargestellt werden. Um dieses Bild zu korrigieren und die Betrachtung jüdischer Geschichte zu modernisieren, wurde eine Kommission um die gemeinsame Initiative der FreundInnen und FörderInnen des Leo Baeck Instituts e.V., der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet.

Ziel des Programms ist es, jüdisches Leben in Deutschland als wichtigen Bestandteil der deutschen und europäischen Geschichte für SchülerInnen sichtbar zu machen. Gefördert werden soll daher das Engagement schulischer und außerschulischer Bildungs- und Kultureinrichtungen in diesem Bereich.

Ausgerichtet ist das Leo Baeck Programm vornehmlich auf den Unterricht in Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien bis einschließlich Jahrgangsstufe 10 (Sekundarstufe 1). Es verfolgt dabei den Ansatz, lebensweltliche Bezüge der SchülerInnen in die Projektarbeit einzubinden und unterschiedliche Zielgruppen mit spezifischen Projektformaten zu erreichen. Die Vermittlung kann auf der Grundlage von Einzelbeispielen oder in umfassenden Darstellungen erfolgen.

Was kann gefördert werden?

Gefördert werden praxisorientierte Vorhaben zur deutsch-jüdischen Geschichte wie:

  • die Durchführung von modellhaften Projekten für den Unterricht
  • die Entwicklung schulinterner Curricula
  • die Entwicklung von Konzepten zur Erforschung von Lokalgeschichte durch Schüler (z.B. Konzipierung von Stadtrundgängen, Arbeit mit Archivmaterialien)
  • die Entwicklung künstlerischer Projekte (z.B. Theateraufführungen)
  • die Durchführung von LehrerInnenfortbildungen
  • die Durchführung von Sonderveranstaltungen an Universitäten im Rahmen der ReferendarInausbildung
  • die Entwicklung von Lehrmaterialien (Arbeitsbögen, Handbücher) und interaktiven Lernprogrammen (CDROMs, Webseiten), sofern die Anwendung der Materialien im Schulunterricht oder in LehrerInnenfortbildungsveranstaltungen aus dem Konzept hervorgehen

    Besonders berücksichtigt werden dabei Projekte, die sich mit der Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nach 1945 befassen und praxisorientierte Projekte, die interaktive Unterrichtsformen, den fächerübergreifenden Unterricht und/oder die Einbeziehung außerschulischer Institutionen wie Museen, Archive oder Bibliotheken vorsehen.

    Wer kann gefördert werden?

  • LehrerInnenfortbildungseinrichtungen
  • Schulen und Universitäten
  • Akademien, Museen oder andere Bildungs- und Kultureinrichtungen
  • Geschichtswerkstätten
  • Stadt-, Kreis und Landesarchive
  • Theaterwerkstätten und Schultheater

    Die Förderung der Projekte umfasst in der Regel bis zu 5.000 Euro. Die Einbeziehung von Eigen- und weiteren Drittmitteln ist dabei erwünscht. In Einzelfällen kann für langfristig angelegte Modellprojekte eine Förderung bis zu 20.000 Euro bewilligt werden.

    Der Antragstellung muss ein Finanzierungsplan beigefügt werden, aus dem die Kosten des Gesamtprojekts hervorgehen sowie ein Kostenplan, der die Aufschlüsselung der beantragten Summe offen legt. Einzelpersonen können keine Anträge einreichen. Institutionelle Förderung ist über das Leo Baeck Programm nicht möglich. Das Antragsformular kann im Internet unter www.leo-baeck-programm.de heruntergeladen werden und bei folgender Adresse eingereicht werden:

    Leo Baeck Programm
    c/o Jüdisches Museum Frankfurt
    Dr. Christine Keck
    Untermainkai 14-15
    60311 Frankfurt am Main
    Fon: 069/212-35843 (montags bis donnerstags 9:00 bis 15:30 Uhr)
    Fax 069/212-30705
    E-Mail: lehrerfortbildung.lbi@stadt-frankfurt.de

    Bis zum Stichtag, dem 1. Oktober 2009, können Anträge eingereicht werden. Eine Fachjury berät und beurteilt über die Bewerbungen. Im November 2009 wird die Entscheidung über die Anträge mitgeteilt.


    Weitere Infos finden Sie unter:

    www.leobaeck.de

    www.bpd.de. Auf der Homepage der Zentrale für politische Bildung befindet sich eine Datenbank mit einer Auflistung zahlreicher Materialien, die im Schulunterricht zum Thema deutsch-jüdischer Geschichte eingesetzt werden können.

  • Women + Work Beitrag vom 19.08.2009 AVIVA-Redaktion 

       




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