Brigitte-Studie Frauen auf dem Sprung. Das Update wurde am 07. September 2009 in Berlin vorgestellt - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

Gründerinnenzentrale Finanzkontor_Banner Weiberwirtschaft
Aviva-Berlin > Women + Work AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Infos
   WorldWideWomen
   Wettbewerbe
   Lokale Geschichte_n
   Schalom Aleikum
   Veranstaltungen in Berlin
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 09.09.2009

Brigitte-Studie Frauen auf dem Sprung. Das Update wurde am 07. September 2009 in Berlin vorgestellt
AVIVA-Redaktion

Rund 500 junge Frauen wurden zu ihren Vorstellungen von Beruf und Familienplanung befragt. Laut Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) Jutta Allmendinger...



...seien Frauen sogar kompromissloser geworden.

Deutschlands führende Frauenzeitschrift hat in Zusammenarbeit mit dem WZB und mit dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) die Studie "Frauen auf dem Sprung" fortgesetzt. Bereits im Jahre 2007 wurden 1.020 Frauen im Alter von 17 bis 29 und von 27 bis 29 Jahren zu ihren Hoffnungen und Plänen befragt.

Die repräsentative Studie vor 18 Monaten zeigte, dass die Frauengeneration von morgen die emanzipatorischen Forderungen von gestern verinnerlicht hatte. Noch nie waren Frauen so selbstbewusst!

18 Monate später folgte nun das Update. In der repräsentativen Untersuchung wurden erneut 500 Frauen befragt, die 2007 bereits an der Studie teilgenommen hatten. Darüber hinaus wurden auch, wie im Jahre 2007, wieder 450 Männer interviewt. Die Vorstellungen beider Geschlechter driften enorm auseinander. So waren es 2007 noch ein Drittel der befragten Männer, die eine Chef-Position ansteuern. Im Jahre 2009 sind es bereits 60 %.
Erschreckend ist das Ergebnis, dass 52 % der Männer ein höheres Gehalt als ihre Partnerin anstreben.

"Die jungen Frauen machen keinen Rückzieher, im Gegenteil, sie bekräftigen noch selbstbewusster, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen", so die Soziologin und wissenschaftliche Leiterin der Studie Prof. Jutta Allmendinger.

Kinder UND Karriere
17 % der weiblichen Befragten würden für ihren Partner den Beruf wechseln. 2007 waren es hingegen noch 37 %, die dieser Forderungen nachgegangen wären.
Auf Kinder verzichten, weil der Partner das möchte, würde nicht einmal jede zehnte der Befragten akzeptieren.
2007 waren noch 9 % der Frauen bereit, ihre Familie für den Beruf zu vernachlässigen. 2009 sind es nur 4 %.

Trotz der problematischen Lage auf dem Arbeitsmarkt beurteilen die Frauen ihre eigenen Chancen zuversichtlich. "Sie wissen, dass sie gebraucht werden und fühlen sich eher als Gewinnerinnen der Krise", so Prof. Jutta Allmendinger.

Im Jahr der Wirtschaftskrise hat eine starke Politisierung der Frauen stattgefunden. Fast die Hälfte kann sich vorstellen, gesellschaftlich aktiv zu werden. "Diese Bereitschaft, den Mund aufzumachen, sich auch politisch zu engagieren, zeugt von Verantwortungsgefühl. Das ist ein enormer Umbruch", sagt die Soziologin Allmendinger.
Partnerschaft und Geld
37 % der Frauen wünschen sich, dass sich der Partner Zeit für die Familie nehme.
Das Einkommen spielt hierbei die geringste Rolle. Nur 11 % der Interviewten empfinden das Einkommen des Partners als wichtig.
Die Frauen erwarten eine gleichberechtigte Partnerschaft, das Ernährermodell hat längst ausgedient. Sie möchten unabhängig sein und ihr eigenes Geld verdienen.

Für 91 % der Befragten steht ein sicherer Arbeitsplatz an erster Stelle. 60 % der jungen Frauen empfinden ein hohes Einkommen als wichtig. Laut Jutta Allmendinger verärgere Frauen die Tatsache, dass sie stets weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.

Im Rahmen der Veröffentlichung der Brigitte-Studie äußerte sich Irmingard Schewe-Gerigk, Parlamentarische Geschäftsführerin und frauenpolitische Sprecherin, Bündnis 90 / Die Grünen, zur geschlechtlichen Lohndifferenzierung:

"Noch immer resultiert ein Drittel der Lohndiskriminierung aus direkter Diskriminierung wegen des Geschlechts. Es ist an der Zeit, traditionelle Geschlechterstereotype und Vorurteile in unserer Gesellschaft zu überwinden und alle Personen entsprechend ihrer Leistung zu bezahlen.
Ein Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft würde sich positiv auf die Entgeltgleichheit auswirken. Von einem gesetzlichen Mindestlohn würde immerhin jede vierte Frau profitieren. Aber auch die Tarifparteien sind gefordert, alle Tarifverträge auf diskriminierende Elemente zu überprüfen. Unternehmen wie auch Gewerkschaften müssen diese Aufgabe endlich ernst nehmen. Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt kann nur durch die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen erreicht werden."


Die Frauen von morgen sind selbstbewusst und stark. Sie wollen einen Beruf und eigenes Geld, fast ausnahmslos wollen sie Kinder, und sie wollen Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen.

"Die Zeiten sind günstig für Frauen. Sie wollen springen, ich hoffe, sie werden das auch tun", resümiert Prof. Jutta Allmendinger.


Weitere Informationen und die vollständigen Studienergebnisse finden Sie unter: www.brigitte.de

Lesen Sie auch die Studienergebnisse zu Frauen auf dem Sprung. BRIGITTE untersucht die Neuen Frauen von 2008.

Women + Work Beitrag vom 09.09.2009 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken