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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 12.03.2010

Kathryn Bigelow erhält Oscar 2010 in der Kategorie beste Regie
Nadja Grintzewitsch

Seit Beginn der Oscarverleihungen gewannen 81 Männer in Folge den Filmpreis. 2010 räumte erstmals eine Frau die begehrte Trophäe ab. Pikanterweise stach sie damit auch gleich ihren Ex-Gatten aus...



...Und das - gerechnet nach mitteleuropäischer Zeit - sogar in den frühen Morgenstunden des Weltfrauentages!

Auf dem roten Teppich begrüßten sich die beiden herzlich mit einer Umarmung. Auch sonst soll das Verhältnis zwischen Kathryn Bigelow und ihrem Exmann James Cameron eher freundschaftlicher Natur sein. Ob dies nach den Oscarverleihungen vom 7. März 2010 immer noch der Fall ist, wird sich herausstellen. Sowohl Cameron als auch Bigelow gingen mit jeweils neun Nominierungen in das Rennen um die populären Goldjungen. Der computeranimierte Science-Fiction-Film "Avatar", Cameron´s erster Film seit dem Kassenschlager "Titanic", galt dabei als klarer Favorit. Schließlich hatte er in den Kinos die Rekordsumme von über 2,5 Milliarden US-Dollar eingespielt – allerdings auch ein Fünftel davon gekostet.

Kathryn Bigelow dagegen brachte mit ihrem Film "The Hurt Locker – Tödliches Kommando" eine Low-Budget-Produktion an den Start. Auch in die Kinokassen flossen nur rund 25 Millionen US-Dollar, etwa ein Zehntel von dem, was Avatar eingebracht hatte. Die Regisseurin, die von 1989 bis 1991 mit James Cameron verheiratet war, ist in Hollywood für actionlastige Filme wie "Blue Steel" und "Gefährliche Brandung" bekannt und holte mit Jamie Lee Curtis, Patrick Swayze und Keanu Reeves bereits international bekannte SchauspielerInnen vor die Kamera. Ihre Filme gelten in Deutschland als eher unbekannt, in Amerika ist die Kalifornierin teilweise gar als "Kassengift" verschrien, denn der (monetäre) Erfolg ihrer Werke blieb bislang aus.

Am mangelnden Einsatz der Regisseurin kann es wohl nicht liegen. Bigelow ist dafür bekannt, dass ihre Kameraeinsätze an Extremsport grenzen. Sie erklimmt Sanddünen in Jordanien und springt für die perfekte Einstellung auch schon mal mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug. Auch von ihrem Filmteam verlangt die 58-jährige volle Leistung. So ließ sie bei den Dreharbeiten zu "Strange Days" einen Kameramann an einen Kran schnallen – den sie immerhin selbst steuerte.

Somit gingen sechs von neun Oscars verdient an Kathryn Bigelow und "The Hurt Locker", unter anderem in den Königskategorien "Bester Film", "Bestes Originaldrehbuch" – und "Beste Regie". Letztere gilt als Männerdomäne, im Schnitt ist nur knapp eine von zehn Hollywoodregisseuren weiblich – auch das mit ein Grund, warum vor Bigelow nur eine Handvoll Frauen nominiert waren, unter anderem Leni Riefenstahl. Dass ein Journalist eines renommierten Magazins wie der Welt online allerdings gleich Vergleiche mit Hitlers Lieblings-Filmemacherin aufstellt, ist geschmacklos und sicherlich auch verletzend. Gewiss, "The Hurt Locker" ist ein Actiondrama um ein Bombensuchkommando im Irak-Krieg und ihren Oscar widmete Bigelow in ihrer Dankesrede den SoldatInnen im Irak. Doch ihre Filme gelten als unpolitisch und von den kriegsverherrlichenden Werken Riefenstahls ist Kathryn Bigelow in jedem Fall meilenweit entfernt.

Quellen:

Kathryn Bigelow – Pionierin wie Leni Riefenstahl von Hanns-Georg Rodek auf Welt online, 08. März 2010

Die starke Frau von Hollywood von Sophie Albers auf Stern.de, 08. März 2010

Zweikampf der Besessenen von Hanns-Georg Rodek auf morgenpost.de, 03. März 2010

Women + Work Beitrag vom 12.03.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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