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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 30.07.2010

Michèle Minelli erhält erstes Projektstipendium der Autorinnenvereinigung e.V.
Elina Ioschpa

Die Stipendiums-Urkunde für ihr Romanprojekt "Zugunruhe" wird der Schweizer Autorin am 22. August 2010 im Rahmen der ersten Internationalen Gespräche im Literarischen Colloquium überreicht.



Erstmals vergab die Autorinnenvereinigung e.V. ein Projektstipendium, dotiert mit 2.500 Euro. Die Vereinigung der Autorinnen versteht sich in erster Linie als ein aktives Netzwerk, in dem sich Schriftstellerinnen aller Genres organisieren, die in deutscher Sprache schreiben und publizieren. Die Autorinnenvereinigung e.V. veranstaltet im deutschsprachigen Raum regionale Autorinnentreffen, Diskussionen und Lesungen, bietet den Autorinnen berufliche Beratung und organisiert Projekte mit Institutionen, die sich für die Interessen der Autorinnen einsetzen.

Auf ihr Projektstipendium kann Minelli, die 1968 in Zürich geboren wurde und dort als Sachbuch- und Romanautorin und Filmemacherin arbeitet, stolz sein. In der Hoffnung auf die Auszeichnung schickten Schriftstellerinnen der verschiedensten Genres ihre Werke der Autorinnenvereinigung e.V. zu. Die eingesendeten Projekte hatten, so die Initiatorinnen, den Mut, verschiedene literarische Gattungen zu verbinden, quer zu arbeiten und zu denken. Die Qualität der eingereichten Projektbeschreibungen war hoch. Aus über 250 Bewerberinnen wurde Michèle Minelli ausgewählt.

Für sie selbst bedeutet die Auszeichnung:

"Anerkennung. Anerkennung für die Leistung, die ich täglich erbringe, indem ich weiter schreibe und alles, was ich geben kann, in mein jeweils nächstes Buch lege."

Die Jury, die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Roters-Ullrich, die Schriftstellerin J. Monika Walther und die Autorin Ulrike Budde, begründet die Entscheidung für Minellis "Zugunruhe" folgendermaßen:

"´Zugunruhe´, ist in einer sehr poetischen, sehr farbigen Sprache geschrieben, einhaltend bei den kleinen Situationen und doch drängt die Sprache mit Tempo und Spannungsbögen immer weiter, wie die Emigrierenden und Herumwandernden, die ihre Zukunft suchen. ´Zugunruhe´ zeugt von einem großen erzählerischen Können."

Im Romanfragment erzählt Michèle Minelli die Migrationsgeschichte des Haarteilmachers Frantiŝek Schön und seiner Nachkommen, die wie Zugvögel durch Europa streifen und in der Schweiz landen. Der Roman beginnt im Jahr 1859 in Österreich-Ungarn, in Košice (heute Slowakei) und erzählt von den Wanderungen der Friseure und Maskenbildner. Durch einen Zufall stößt lange Zeit später, im Jahr 2010, die Ornithologin Aude Schön auf eine Fadenspule, die sie in das Europa des 19. Jahrhunderts führt. Die Familie Audes hat seit Jahrhunderten ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und der eigenen Herkunft den Rücken gekehrt. Aude dreht sich als erste um und wendet sich dieser Vergangenheit zu. Sie entdeckt für ihr eigenes Leben mehr, als sie sich je in Träumen hätte ausmalen können.

Minelli arbeitet und recherchiert bereits seit 2009 an diesem, noch unvollendeten Projekt. In Literatur- und Filmkreisen ist die Autorin längst keine Unbekannte mehr. Sie verfasste bereits Kurzgeschichten, Romane, Reportagen, Sachbücher und Gedichte.
Im Jahr 2000 wurde ihr Dokumentarfilm "Zurück in die Wildnis" auf dem Filmfestival Epona in Cabourg (Frankreich) als bester Beitrag ausgezeichnet. Für ihre Kurzgeschichten "Ruth hat´s gut" und "Das wahre Leben" erhielt sie in den Jahren 1990 und 1999 den Literaturpreis der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale (SABZ). Neben dem Schreiben arbeitet sie seit 1996 als Dozentin im Bereich Kommunikation, Konfliktmanagement, Filmgeschichte und Kreatives Schreiben für verschiedene Schulen und Institutionen.

Das Projektstipendium für ihr Romanfragment "Zugunruhe" ist nun eine weitere Würdigung für die Autorin, die sich in verschiedenen Genres zu Hause fühlt. Das Besondere an ihren Texten ist, dass sie Bruchstellen und Augenblicke thematisiert, in denen sich das Leben verändert oder sich verändern muss:

"Mich interessiert, was passiert, wenn sich das Gewohnte von einem verabschiedet und man sich neu (er-)finden muss, wenn das, was vorher Halt gab, auf einmal wegfällt", so die Autorin.

Die Preisverleihung:

Wer sich die Verleihung des ersten Projektstipendiums der Autorinnenvereinigung e.V. am 22. August nicht entgehen lassen will, ist zu dem Literarischen Colloquium herzlich eingeladen. Alle BesucherInnen dürfen auf eine literarische Perfomance sowie auf Lesungen der Autorinnen Marìa Cecilia Barbetta (Argentinien), Pinar Selek (Türkei) und Christina Schuenke (P.E.N. – Deutschland) gespannt sein. Der Eintritt ist frei.


Weitere Informationen über Michèle Minelli finden Sie unter:
www.mminelli.ch

Weitere Informationen zur Autorinnenvereinigung e.V. finden Sie unter:
www.autorinnenvereinigung.eu


(Quellen:)

Autorinnenvereinigung e.V. www.autorinnenvereinigung.eu

Homepage von Michèle Minelli www.mminelli.ch

Medienkurse von Michèle Minelli an der Medienschule Nordwestschweiz www.medienkurse.ch

Literaturport (ein gemeinsames Vorhaben des Brandenburgischen Literaturbüros und des Literarischen Colloquiums Berlin) www.literaturport.de

Women + Work Beitrag vom 30.07.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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