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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.04.2011

Archiv Frau und Musik gibt bekannt - Belma Beslic-Gál ist Composer in Residence 2011
AVIVA-Redaktion

Die Verwendung unterschiedlicher Medien und deren Neuzusammensetzung in Musikkompositionen sind die Merkmale der slowenisch-bosnischen Musikerin und Komponistin. Im Rahmen der Internationalen...



... Musikmesse in Frankfurt wurde sie für ihre Leistungen am 7. April durch den Internationalen Arbeitskreis Frau und Musik e.V. ausgezeichnet.

Eine fachkundige Jury, bestehend aus Dr. Julia Cloot (Institut für zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt), Susanne Erding-Swiridoff (Komponistin), Stefan Fricke (Hessischer Rundfunk), Nina Janßen (Ensemble Modern) und Dr. Cornelia Preissinger (Vorstand Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik e. V.), entschied sich nach genauer Prüfung der 80 Einsendungen internationaler Komponistinnen für Belma Beslic-Gál.

Die 1978 in Tuzla geborene Komponistin kam 1994 nach Leipzig und besuchte von 1996 bis 2001 die Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar mit der künstlerischen Fachrichtung Klavier bei Gerlinde Otto und Lazar Berman. Von 2003 bis 2009 war sie in den Fachrichtungen Komposition, Musiktheorie und Musiktheater an der Kunstuniversität Graz Schülerin bei Bernhard Lang, Gerd Kühr und Klaus Lang.
Belma Beslic-Gál sammelte Erfahrungen bei internationalen Konzertaktivitäten, multimedialen Kunstprojekten und Videoproduktionen und prägte so ihren eigenen Stil zeitgenössischer Komposition.

Die Titel von Belma Beslic-Gáls Werken, wie zum Beispiel "A search for timedistortion" oder "Nihil fit sine causa" lassen erkennen, mit welchen Themen sich die Komponistin in den letzten Jahren intensiv auseinander setzte. So beschäftigte sich die Stipendiatin in ihren intermedialen Musikkonstellationen unter anderem mit Futurismus, Nihilismus, der Weltraumforschung und der Manipulation von Zeitwahrnehmung. Ihre kreativen und vielschichtigen Wettbewerbsbeiträge mit Zukunftspotential gaben dabei den Ausschlag für die Entscheidung der Jury, sie als "Composer in Residence" nach Frankfurt einzuladen.

Das Programm geht auf eine Initiative des Internationalen Arbeitskreises Frau und Musik e. V. in Kooperation mit dem Institut für zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (I z M) zurück.
Das Archiv Frau und Musik ist das umfangreichste internationale Komponistinnen-Archiv weltweit. Neben Kompositionen und künstlerischen Nachlässen musikschaffender Frauen werden Sekundärliteratur, Hochschulschriften, Presseveröffentlichungen sowie graue Literatur, wie zum Beispiel Konzertprogramme, gesammelt. Zahlreiche Tonträger veröffentlichter Werke, Mitschnitte von Rundfunksendungen, private Aufnahmen von Konzerten oder Video- und DVD-Aufzeichnungen vervollständigen den Bestand. Über einen Online-Katalog kann nach Werken im Archiv Frau und Musik recherchiert werden, ein Zugang ist dann nach telefonsicher Anmeldung möglich.

"Eine Mission für Musik", gemäß dem Motto der Frankfurter Musikmesse, war es für Professor Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats, und Albert Zetzsche, stellvertretend für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst, als sie die diesjährige Stipendiatin des Internationalen Arbeitsstipendiums 2011 begrüßten und die Ernennungsurkunde überreichten.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Zur Preisträgerin Belma Beslic-Gál: www.belmabeslic.com

Zum Archiv Frau und Musik: www.archiv-frau-musik.de



(Quelle: Archiv Frau und Musik)

Women + Work Beitrag vom 27.04.2011 AVIVA-Redaktion 

   




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